Made by Google 2018: Deutsche Fans haben das Nachsehen

Die neuen Google Produkte vorgestellt

Quelle: Google

Nach der Apple Keynote im September hat nun auch mit seiner Show Made by Google nachgelegt. Die erste Überraschung: Der Fokus lag nicht allein auf den Smartphones, sondern auch auf einem erweiterten Smart Home System namens sowie dem Chromebook-Tablet-Hybrid . Trotz zahlreicher Leaks im Vorfeld gab es noch die ein oder andere neue Information – allerdings auch ein paar negative Überraschungen. Denn obwohl die vorgestellten Geräte mit ihren Features überzeugen können, dürften deutsche Google Fans enttäuscht sein. Denn viele Produkte werden dieses Jahr hierzulande nicht erscheinen.

Google Home Hub

Google baut seine erfolgreiche Home-Familie weiter aus und stellte mit Google Home Hub ein Tablet mit integriertem Smart Speaker vor. Hervorzuheben ist hier die Tatsache, dass Google Home Hub Google Photos Live-Alben unterstützt. Sprich Bilder, die man erstellt hat, füllen sich automatisch in einem Album. Dank smarter Suchfunktion sollen die Fotos schneller gefunden werden können. Mit 149 Dollar wird das Produkt in den USA starten, für Deutschland bleibt es noch offen.

Pixel Slate

Schick im dunklen Marineblau präsentierte sich Pixel Slate. Ein Mix aus Tablet und Chromebook sowie einer andockbaren Tastatur, die das Gerät in ein Notebook verwandelt. Bei der Vorstellung des Geräts wurde auch auf das Betriebssystem Chrome OS hingewiesen, das nun auf allen Plattformen für Antrieb sorgen soll. Auch hier haben die Deutschen schlechte Karten. Das Gerät wird in den USA, Großbritannien und Australien für 599 Dollar zu haben sein. Ob es je Deutschland erreicht, bleibt fraglich.

Meet Google Pixel Slate

Pixel 3

Fast der Großteil der Präsentation von Googles neuem Pixel 3 Smartphone widmete sich der Kamera. Da ging fast unter, dass es sich kabellos laden lässt und man die Auswahl zwischen Pixel 3 und Pixel XL haben wird, das eine mit Notch das andere ohne. Und ja, es war ein guter Schachzug von Google, die Kamera allein in den Fokus zu rücken. Wahrscheinlich ist es aktuell eine der besten und innovativsten Smartphone Kameras auf dem Markt. Hier einige der Funktionen.

Mit dieser Kamera-App werden stets automatisch mehrere Fotos erstellt und durch KI das beste Foto ausgewählt. Schnappschüsse und Selfies im falschen Moment gehören damit der Vergangenheit an.

Photo Booth: Dieses Feature sorgt dafür, dass das Smartphone, an einer Stelle abgestellt, automatisch in besonderen Momenten Fotos abschießt. Beispielsweise, wenn viele Personen durch das Bild gehen oder Bewegung vor der Linse entsteht.

Super Selfies: Google hat hier eindeutig sein Selfie-Publikum im Auge. Das Pixel 3 Smartphone hat zwei Kameras an der Frontseite, eine davon ist ein Weitwinkel. Das bekannte Problem, dass zu viele Personen nicht mehr auf das Bild passen und der Hintergrund verschwindet gehört damit der Vergangenheit an. Ob dadurch auch der Selfie-Stick unbrauchbar wird, bleibt abzuwarten.

Das Pixel 3 Smartphone kommt in der Standard Variante für 849 Euro am 2. November auf den Markt. Pixel 3 XL ist für 949 Euro zu haben.

Viel Rauch um wenig

In der Art und Weise von Made by Google scheint sich Google (leider) zu sehr an Keynotes zu orientieren. Da findet viel Selbstbeweihräucherung statt, was dann doch etwas übertrieben wirkt. Umso mehr, da vieles über die neuen Produkte bereits im Vorfeld bekannt gewesen war. Größtes Manko für die deutschen Google-Anhänger bleibt die Tatsache, dass außer USA, Großbritannien und Australien keinerlei Infos darüber bekannt wurde, wann und wie die Produkte hierzulande erscheinen werden. Oder ob sie überhaupt kommen werden. Einzig die Pixel 3 Smartphones haben in Deutschland einen festen Release-Termin, den 2. November 2018. Aber auch preislich scheint man sich (leider) mehr und mehr an zu orientieren. Das günstigste Smartphone kostet 849 Euro.

 

Carsten Thomas
Über Carsten Thomas 53 Artikel
Autor und Gamingnerd. Stets interessiert an Tech-Innovationen, Medienwandel und Technikutopien. Redakteur bei mobile zeitgeist.

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