Vom StartUp zum Milliardär

Flaschenpost
vom StartUp zum Milliardär

„Wir liefern innerhalb von 120 Minuten die Getränke bis an die Wohnungstür“, so das Versprechen des Unternehmens auf der Firmen – Webseite. Für die Bestellung einer Kiste Bier oder Wasser benötigt ein Neukunde nicht länger als zehn Minuten, die Liefergebühren fallen weg und die Preise sind nicht höher als in den gängigen Supermärkten. Das Leergut wird direkt mitgenommen und der Pfandbetrag sofort von der Rechnung abgezogen. Das ist das einfache, aber wirksame Konzept des Start-ups.

Eigene Software optimiert die Logistik

Von Kundenkonto erstellen und bestellen bis hin zur logistischen Abwicklung: flaschenpost orientiert sich sehr an dem Verkaufsriesen Amazon. Ermöglicht wird die schnelle Lieferung durch ein IT-System, welches die Bestellungen zu intelligent geplanten Touren zusammenfasst und im Lager automatisiert vorbereitet. Eine selbst entwickelte Software errechnet die ökonimischste Route der einzelnen Standorte von denen die Bestellungen getätigt wurden. Diese „ausgefeilte Inhouse-Logistik“ bildet das Rückgrat von flaschenpost. An 23 Standorten stehen eigene Lager und jeweils jeweils bis zu 150 Lieferwagen bereit. Das Unternehmen profitiert massiv von der Corona-Krise und liefert nach eigenen Angaben um die 100.000 Kisten pro Tag aus. Pro Standort tummeln sich 350 Mitarbeiter um die mehr als zwei Millionen Bestellungen pro Jahr abzuarbeiten.

Aktuelle Standorte von flaschenpost

Quelle: flaschenpost

Oetker kauft flaschenpost und wertvolle Informationen

Im westfälischen Münster startete 2016 der Traum von Dieter Büchl, Firmengründer von „flaschepost“. Die Oetker-Gruppe hatte bereits kurz nach Markteintritt des Münsteraners ein Auge auf das smarte StartUp und ahmte es mit „Durstexpress“ nach. Nun hat Oetker den Sack zugemacht und den Getränkelieferdienst nach Medienberichten für bis zu einer geschätzten Milliarde Euro gekauft.

Oetker geht es um ein Konzept für die Direktvermarktung von Produkten. Neben Puddingpulver, Fertigpizza und anderen Lebensmitteln ist das Unternehmen der größte Bierbrauer mit den Marken Jever, Radeberger, Binding, Tucher, Sion Kölsch, Berliner Kindl und viele mehr. Mit jeder Bestellung bei flaschenpost wächst ein Datenschatz, mit dem die gesamte Wertschöpfungskette optimiert werden kann. Zudem gibt es wertvolle Informationen über Trends und Vorlieben der Kunden.

 

Über Katja Niederwieser 24 Artikel
Über 15 Jahre arbeitete die Diplom-Ingenieurin als Vorstandsassistenin, Marketingleiterin, Journalistin und Texterin in diversen internationalen Unternehmen.

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