Nach der App kommt jetzt das App Ökosystem

app ökosystem

Es besteht kein Zweifel daran, dass , die zu Beginn bloß ein reines Mittel zum Zweck waren, die Entwicklung und Verbreitung der Smartphones angetrieben haben. Zuerst gab es unabhängige für zwangloses Spielen und die direkte Kommunikation, gefolgt von zweckmäßigen für Onlinerecherchen, News und Musik.

Der nächste große Schritt war die Einbindung von Funktionen wie dem Offline-Download und Live-Updates in diese alltäglichen Apps. Inzwischen entwachsen allerdings die Apps, die immer beliebter werden, ihrem ursprünglichen Konzept, indem sie mit Dienstleistungen von Drittanbietern integrieren, die engagierte Nutzer in ein breiteres App Ökosystem führen.

Überraschenderweise benutzen global gesehen 62 % der Nutzer eine App weniger als 11 Mal und 25 % eine App nur einmal, obwohl der iTunes App Store von Apple über 1,5 Millionen Apps und Google Play über 2 Millionen Apps anbietet. Man kann also sagen, dass eine App alleine nicht länger ein Garant für den großen Erfolg ist. Nur indem man Funktionen, die vom Nutzer nicht erwartet werden, erforscht und implementiert, kann man ein erfolgreiches App Ökosystem entwickeln.

Mehr als eine traditionelle App

Die chinesische Kommunikations-App WeChat stellt das ultimative App-Ökosystem dar. Sie ist weit mehr als eine Nachrichtenplattform und Nutzer können damit Spiele spielen, sehen, was ihre Freunde gerade online machen und neue Leute kennen lernen.

Doch die Möglichkeiten gehen weit über diese sozialen Funktionen hinaus. Sie reichen vom Bezahlen von Rechnungen bis zum Bestellen von Essen oder zu der Reservierung von Taxis. Die Geschäftsstrategie für die weltgrößte Nachrichten-App war, das mobile Lebensgefühl der Smartphone-Nutzer zu bedienen, und es hat funktioniert. Man hat auch verstanden, dass die Monetarisierung der Schlüssel dazu ist, dass die Funktionen einer App nicht nur als Schnickschnack angesehen werden.

Diese Art der App Innovation begann in Asien, hat sich jedoch inzwischen weltweit verbreitet und wird von westlichen Marken wie Nike, Burberry, McDonalds und Coca-Cola angeführt. Sie alle haben eigenen Accounts auf WeChat (ähnlich wie ein in-app Store), wo Nutzer einkaufen oder Fan werden können, ähnlich eines Followers bei Twitter. Die WeChat Geldbörse ermöglicht es den Nutzern, Rechnungen für Versorgungsleistungen an Unternehmen wie den Internetprovider China Unicom zu bezahlen, indem sie einfach ihre Rechnungsnummer eingeben.

Der Account von McDonalds hat 6,3 Millionen Fans und das Unternehmen verwendet die Plattform, um den Nutzern auf sie zugeschnittene Angebote zu unterbreiten. Diese Form des Engagements hat WeChat in China zu einem sehr wichtigen Kanal für die Kundenbindung von McDonalds gemacht.

Apps als Gefährten von Geräten

Es wird geschätzt, dass es im Jahr 2020 weltweit 50,1 Milliarden IoT-fähige Geräte geben wird und dass Apps als primäre Schnittstellen dienen werden, über die Menschen mit ihrer Umgebung interagieren. Die innovativsten Apps werden daher die sein, die sich zu Smartphone-basierten persönlichen Assistenten entwickeln.

Ein Beispiel dafür, dass genau das bereits geschieht, ist die Google Nest App, die so programmiert ist, dass sie einen personalisierten Heiz- oder Kühlplan erstellt. Zusätzlich funktioniert die App als Rauchmelder, Kohlendioxid-Detektor und Alarmsystem und ist somit zu einer kabellosen und intelligenten Schnittstelle zwischen Hausbesitzer und Geräte geworden. So überbrücken Apps die Lücke zwischen Menschen und ihrer Umgebung.

Diese Konsolidierungsanstrengungen wurden nicht nur von Unternehmen wie Google und Apple (mit WatchKit und HealthKit) beschleunigt, sondern auch von anderen unbesungenen Helden. Das in Boston ansässige Landwirtschaftsunternehmen Freight Farms hat etwas lanciert, das sie „App-fähige Landwirtschaft“ nennen. Das Unternehmen baut Getreide in umgebauten Transportcontainern mit IoT-Sensoren an, die Informationen über die Temperatur, Feuchtigkeit, CO2-Levels und das Pflanzenwachstum an eine App senden, wodurch Bauern alles aus der Ferne überwachen können.

Datengesteuerte Apps

Qualitativ hochwertigere Daten ermöglichen eine bessere Entscheidungsfindung. Die neuesten Innovationen kombinieren interne und externe Datensätze und schaffen Erkenntnisse, die dazu verwendet werden können, spezifische, genau zugeschnittene Angebote zu erstellen, Kundenwünsche in Erfahrung zu bringen und diese schlussendlich besser und über einen längeren Zeitraum zu binden.

Nehmen Sie beispielsweise SureFlap, eine Katzenklappe, die sich nur öffnet, wenn der Mikrochip der Katze, die im betreffenden Haus wohnt, in den Erfassungsbereich kommt. Das Unternehmen führte die Salesforce1 Mobile App ein, um jeden Verkauf von Futterstellen und Klappen zu verfolgen. Die gesammelten Erkenntnisse legen die Bedürfnisse und das Kaufverhalten der Kunden dar. Zudem stellt die App sicher, dass das Verkaufsteam von SureFlap Zugang zu Daten in Echtzeit hat, um während Kundenterminen immer auf dem Laufenden zu sein.

Um erfolgreich zu sein, reicht es nicht, einfach eine zweckmäßige App auf den Markt zu bringen. Entwickler müssen das komplexe und verschachtelte System von Interaktionen und Anweisungen zwischen Marken, Menschen, Smartphones und angeschlossenen Geräten beachten. Jede Marke muss danach streben, so viel wie möglich von ihrer Welt in ein kleines Icon auf dem Bildschirm eines Smartphones zu packen. Wenn es sich mit der Berührung eines Fingers öffnet, sollten die Möglichkeiten zweckmäßig sein, ja, aber auch vielfältig, einnehmend und bereichernd. Alles in allem kann man sagen, dass die Apps der Zukunft viel mehr sein werden als sie jetzt sind: Sie werden ein ganz eigenes Ökosystem darstellen.

Über den Autor: Todd Miller ist Vice President of Global Marketing von Cheetah Mobile, einem führenden Unternehmen das geschäftskritische Applikationen anbietet um die Internet- und Mobilnutzung für User weltweit zu beschleunigen, zu vereinfachen und sicherer zu gestalten. Der engagierte Manager bringt über 17 Jahre Erfahrung in der Vertriebsleitung und im Bereich digitale Medien mit. Miller ist verantwortlich für den Ausbau von Geschäftsaktivitäten und die globale Expansion der Cheetah Ad Platform, welche App-Services für Brand Advertiser, Publisher und Entwickler im Bereich von App-Monetarisierung bietet. Vor seiner Zeit bei Cheetah Mobile war Todd Miller Vice President der Emerging Markets bei Yahoo und war über den Zeitraum von 10 Jahren in verschiedenen Positionen tätig.

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