Mehr Tote bei Selfies als durch Hai-Attacken

dangerours selfies

Ein 66-jähriger japanischer Tourist verunglückte tödlich, als er am Taj Mahal ein aufnehmen wollte. Er stürzte gemeinsam mit seinem Begleiter eine Treppe hinunter und starb an seinen Kopfverletzungen. Sein Begleiter kam mit einem Beinbruch davon.

Dieser Unfall erhöht die Zahl der Tode, die bei der Aufnahme von Selfies eintraten für 2015 auf 12. Das sind mehr Tote als durch Hai-Attacken. Durch die Raubfische kamen 2015 acht Personen ums Leben.

Die häufigste Todesursache sind mit vier Fällen Stürze. Dicht gefolgt von Zügen, an die die Personen zu dicht heran traten oder sogar auf ihnen unterwegs waren.

In Russland wurde diesen Sommer sogar eine Kampagne zur Sicherheit bei Selfie-Aufnahmen veröffentlicht. Anlass war im Mai eine 21-Jährige, die mit einer Pistole am Kopf für ein Selfie posierte und sich dabei schwer verletzte als sich ein Schuss löste.

Auch in diesem Sommer wurde der Waterton Canyon in Denver, Colorado geschlossen, weil Besucher schlicht zu viele Selfies mit wilden Bären machen. Eine ziemlich gefährliche Sache für die Menschen und eine massive Störung der wilden Tiere.

Im Yellowstone National Park wurden mehrere Touristen verletzt, als sie Selfies von sich und wilden Bisons machen wollten.

2014 suchte die Polizei nach einem ‚Selfie-Mann‘, der mitten im Stierrennen von Pamplona sein Smartphone zückte, womit er sich und andere massiv gefährdete. Es wurden sogar 3.000 Euro auf ihn ausgesetzt.

Aber nicht immer sind gleich wilde Tiere im Spiel. die Sportler bei der Tour de France hatten schon im letzten Jahr schwer mit Leuten zu kämpfen, die unbedingt ein TDFSelfie ergattern wollten.

http://twitter.com/zodoyle/status/485827528511463425/photo/1

http://twitter.com/adbritton/status/485851746749931520/photo/1

Der Wunsch mancher Menschen, ein ganz besonderes Foto von sich zu haben und damit andere zu beeindrucken scheint bei einigen so übermächtig zu sein, dass sie alle Vorsicht ausser Acht lassen. Ein sehr gefährliches Verhalten, nicht nur für die ‚Selfie-Macher“ selbst, sondern sie gefährden oftmals auch andere Menschen oder auch Tiere.

Es hatte Gründe, dass in diesem Jahr in allen vier Disney Theme Parks in Orlando, Paris, Hong Kong und Disneyland Californien Selfie-Sticks verboten wurden. „We strive to provide a great experience for the entire family, and unfortunately selfie sticks have become a growing safety concern for both our guests and cast,“ so Disney World Sprecherin Kim Prunty.

Habt Ihr Euch oder andere schon einmal in Gefahr gebracht, weil Ihr ein besonderes Selfie machen wolltet? Oder seid Ihr schon einmal in den Aktionsradius eines Selfie-Stick-Nutzers geraten?

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Über Heike Scholz 410 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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