Wecker-App „Power Sleep“ unterstützt die Krebsforschung

samsung power sleep

Wer kennt nicht das Alien-Projekt, das vor 10 Jahren im Juni 2004 gestartet wurde und die Rechenleistung von Privaten Computern nutzte. SETI@home ist eines der ersten und größten Verteiltes-Rechnen-Projekte, das von der Universität Berkeley gestartet und bis heute betrieben wird. Dieses Prinzip hat Österreich nun auf die Computer der Neuzeit übertragen: unsere Smartphones. Mit der Wecker-App „Power Sleep“ unterstützt man die wissenschaftliche Forschung der Uni Wien, indem man kleine Datenpakete zur Krebs- und Alzheimerforschung entschlüsselt.

Krebsforschung unterstützen

Die App „Power Sleep“ ist kostenlos im Play Store erhältlich und hilft dabei, Proteinsequenzen zu vergleichen. Kleine Pakete von ca. 1 MB werden auf das übertragen, sobald man den Wecker stellt. Ist das dann noch im WLAN und am Strom angeschlossen, verwendet die App die ungenutzte Rechenleistung des kleinen Taschencomputers, dass wir nennen, um Datenpakete zu berechnen, an die sogenannte SIMAP („Similarity Matrix of Proteins“) Datenbank zurück zu schicken, wo sie dann abgespeichert und verglichen werden. Wissenschaftler aus Fachgebieten wie Genetik und Vererbung, Biochemie und Molekularbiologie und der Krebsforschung greifen auf diese Werte zu. Man beteiligt sich also direkt an der Krebs- und Alzheimerforschung.

„Technologie kann nur in den Händen der Menschen Großes vollbringen. Was Thomas Rattei und sein Team an der Universität Wien in der Proteinforschung mit IT-Unterstützung und wissenschaftlichem Know-how leisten, hat uns inspiriert. Unsere Anerkennung dafür – und gleichzeitig unser Beitrag für den Kampf gegen Alzheimer oder Krebs – heißt Power Sleep“, erklärt Martin Wallner, Senior Director IT & Mobile bei Samsung Electronics Austria.

Datensicherheit garantiert die Universität Wien

Die Universität Wien versichert, keine persönlichen Daten des Users zu nutzen oder von dessen Handy zu ziehen. Das Interesse liege ausschließlich auf die Rechenleistung. Das geht eben soweit, dass man als helfender Nutzer im WLAN sein muss, damit nicht noch zusätzliche Kosten entstehen. Dazu sagt Prof. Dr. Thomas Rattei:

Wir brauchen den Zugang zu den Prozessoren. Das ist aber auch schon alles. Mit Power Sleep erfolgt kein Zugriff auf irgendwelche persönlichen Daten. Was zu uns zurückkommt, sind nur Zahlenwerte über Proteine, die sich aus den Berechnungen ergeben. Ein transparenter Prozess ist uns sehr wichtig. Wir planen in diesem Zuge den Sourcecode, also den Programmiercode der Applikation, freizugeben. Damit wird das, was auf dem Smartphone gerechnet wird, offen verfügbar und von den Nutzern einsehbar.

Samsung als Entwicklungspartner

Wie Martin Wallner von Samsung schon sagt, sei man bei Samsung sehr beeindruckt gewesen von der Arbeit und der Idee, einer verteilten Rechenleistung. Die -App wurde entwickelt und in einer nationalen seit letzter Woche beworben. Für die Uni natürlich ein enormer Glücksgriff, der Forschung hoffentlich weiterbringt. Aktuell gibt es die „Power Sleep“ App nur für Android-Geräte, was jedoch weniger ein Problem darstellen sollte. Schließlich laufen weltweit 81 Prozent der Smartphones mit Android, in Deutschland sind es 73 ProzentTrotzdem wird aktuell nach einem -Entwicklungspartner geschaut. Man sei schließlich offen die App möglichst vielen Nutzern zur Verfügung zu stellen.

 

 

 

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Über Goran Minov 31 Artikel

Nach Stationen als Online-Projektmanager und Senior Konzeptioner ist Goran heute als Schnittstelle zwischen Kreation, Strategie und Kundenberatung nun seit 2010 als Emerging Media Manager bei MRM Frankfurt tätig, wo er das Ohr auf der Schiene hat und nach Innovationen und Trends Ausschau hält.

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