[Infografik] Warum Mobile Commerce nicht mehr warten kann – Mobile Shopping in Europa

Mobile shopping
Mobile shopping in Europe - Key numbers and trends

Mobile Shopping ist wichtig! Warum? U. a., weil in mobilen Endgeräten eine Möglichkeit (Keine Gefahr!) steckt, die Handelsbranche neu zu formen. Mitte letzten Jahres berichteten wir, dass in Deutschland nur ein Drittel der Online-Shops für den Zugriff über das Smartphone optimiert sind. Rund die Hälfte der Befragten gab an, ihre grauen Zellen nicht mit Mobile Commerce Maßnahmen zu belasten. Und ich frage mich weiterhin, warum nicht? Und wenn Anbieter zum Ergebnis kommen, dass innerhalb des Geschäftskonzepts kein Commerce-Potenzial liegt. Fein! Aber einen Trend derartig zu ignorieren, ist grob fahrlässig. Warum? Schauen Sie selbst.

45 Prozent der Deutschen besitzen ein ! Das sind 37.000.000 Endgeräte! Oder konkreter ausgedrückt 37.000.000 potenzielle Touchpoints zu potenziellen Kunden! In Europa summieren sich diese Touchpoints auf 183.000.000 Smartphones. Vorreiter hinsichtlich der Penetration bleiben Spanien (57 Prozent der Bevölkerung), Großbritannien sowie Schweden (je 55 Prozent der Bevölkerung).

Betrachtet man den Anteil an Smartphone-Nutzern, die mit dem Endgerät Händlerseiten aufrufen, wird das Potenzial des deutschen Marktes im europäischen Vergleich sichtbar: Nahezu gleichauf mit Großbritannien ruft ein Drittel (genau genommen 27 Prozent) der Smartphone-Nutzer Händlerwebsiten auf. Das sind nach Adam Riese ca. 10.000.000 Deutsche bzw. ein Achtel der deutschen Bevölkerung. Klingt wenig, ist aber verglichen zu weiteren europäischen Nachbarn (im Schnitt 20 Prozent) überdurchschnittlich.

Bei der Wahl des Endgerätes zur Internetnutzung liegt weiterhin deutlich der PC vorne. Wer meint, dass das den PC in den Nutzungszahlen ablöst, der ist für heute und hier etwas zu enthusiastisch. Klar, kann und wird das sogar passieren. Dennoch sollten wir die Augen nicht vor der Ist-Situation verschließen: Internetnutzung findet zu 86 Prozent über den PC, zu 10 Prozent über das Smartphone sowie zu mageren vier Prozent über das statt. Hier bleibt also ausreichend Luft nach oben für die Tablets, während die PCs sich langsam Sauerstoffzelte anmieten sollten.

Mit Blick auf die Ausgaben-Anteile lässt sich dieser Trend ähnlich ablesen: Deutliche Führung durch das Shopping über PCs (in Deutschland 91 Prozent). Weit abgeschlagen folgen das Smartphone mit sechs Prozent und das Tablet mit drei Prozent als Shopping-Endgerät. Das ist jetzt. Das Wachstum jedoch ist auf Seiten der PCs rückläufig, auf Seiten der mobilen Endgeräte deutlich positiv. Der Shift scheint unaufhaltsam.

Geld regiert die Welt! Ja, die relativen Anteile an Online-Ausgaben entsprechend auch an Online-Umsätzen durch mobile Endgeräte wachsen schier unaufhaltsam. Aber nein, denn die absoluten Zahlen sind vielen Anbietern zu gering, um in mobile Optimierung zu investieren. Und damit meine ich nicht, dass Anbieter die tausendste, sinnlose App auf den Markt bringen (sollen), die sich nicht amortisiert. Damit meine ich, dass es entscheidend ist, das Wachstumspotenzial für die nächsten Jahre einzuschätzen und bewusst zu verarbeiten.

Hier die den Ausführrungen zugrundeliegende von RetailMeNot und dem Centre for Retail Research:

Mobile shopping in Europe – Key numbers and
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Über Lena Justen 28 Artikel

Lena ist Digital Native. Bei der Sevenval Technologies GmbH berät sie insbesondere Banken, Versicherungen und Händler zur Digitalisierung. Vorher brachte sie sich bei der neckermann.de GmbH als Mobile Commerce Spezialist ein. Ihr Mobile-Know-How gab Lena auch als Dozentin an der DHBW Mannheim weiter.

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