Tapdo Button: Fingersensor für die schlaue Smarthome Steuerung

The Ingenious Button

tapdo

Dass Fingerprint Sensoren mehr Anwendungen ermöglichen als nur die Zugriffskontrolle zeigt das Startup Tapdo Technologies mit dem gleichnamigen Produkt Tapdo. Die Idee hierbei ist, nicht nur eine einzelne Fingerkuppe zu speichern, sondern unterschiedliche Sektoren die über die ganze Hand verteilt sein können. Den einzelnen Fingerabdrücken werden dann unterschiedliche Befehle zugeordnet.

Jedes Fingersegment mit anderer Funktion

Beispielsweise kann man den Zeigefinger für die Steuerung einer Musik App nutzen. Mit der Fingerkuppe wird die App gestartet und mit dem mittleren Teil des Fingers erhöht man die Lautstärke und mit dem unteren Teil des Fingergliedes wird die Lautstärke gesenkt.

Auf der CeBIT konnte man sich von Gründer Markus Sudhoff einen Prototyp vorführen lassen. Dieser ist Quadratisch mit einer Kantenlänge von 2,5 Zentimeter und ca. ein Zentimeter hoch. Im inneren befindet sich besagter Fingerprintsensor, Bluetooth Technologie zur Anbindung an das Smartphone und eine Knopfzelle zur Stromversorgung. Außerdem liefert Tapdo ein Armband, in welches der Tapdo Button eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Nutzer das kleine Gerät wie eine Uhr tragen und muss sein Smartphone nicht mehr aus der Tasche holen.

Zur Nutzung von Tapdo wird eine App geliefert. Mit dieser lässt sich festlegen, welcher Teil jedes Fingers welche Aktion auslöst. Neben dem Handsegment lässt sich aber auch erkennen, mit welcher Orientierung dieses auflegt worden ist. Dadurch kann man bis zu 26 verschiedene Aktionen pro Hand definieren.

Smarthome Steuerung

Erweitert wird das Konzept durch die Steuerung von SmartHome-Komponenten. Aktuell unterstützt das System Philips Hue. Die Integration von Logitech Harmony, Nest und Belkin Smartplugs soll aber verfügbar sein, sobald der Tapdo Button zu kaufen ist. Außerdem kann man über den Webdienst IfThisThenThat (IFTTT) Anbindung an viele Smart-Home Geräte erreichen. Aber auch HTTP-Requests sollen sich auf Knopfdruck absetzen lassen – womit der Smart Button auch ohne Internetverbindung passende Geräte im lokalen Netz steuern kann.

Als Bindeglied zur Heimautomatisierung wird aber immer das Smartphone benötigt. Tapdo ist also ein Produkt, um den Komfort zum Absetzen der Befehle zu steigern. Wie intuitiv die Bedienung mit Tapdo ist, wird sich in der Praxis erweisen. Markus Sudhoff empfiehlt die Befehle, die logisch zusammen gehören jeweils einem Finger zuzuordnen. Tapdo soll bei „üblichem Betrieb“ mit bis zu 200 Scans am Tag rund ein halbes Jahr laufen. Danach muss die Knopfzelle gewechselt werden

Fazit

Wer in Tapdo nur den spielerischen Ansatz sieht greift hier wohl zu kurz. Der intelligente Knopf soll auch das Leben von Blinden und Menschen mit einer Behinderung erleichtern. Also Zielgruppen, die bisher von der Smartphone Nutzung mit ihren Touch-Konzepten ausgeschlossen sind. Meiner Meinung nach liegt aber das viel größere Potential von Tapdo in der Zugriffssteuerung. Mit Hilfe des Buttons können endlich einfache Mehrfaktor-Authentifizierungen realisiert werden. Wenn es dann zu der Hardware ein Software Development Kit gibt, können sehr vielfältige Anwendungen für Tapdo entstehen. Ein Szenario welches das Team um Markus Sudhoff ebenfalls auf der Roadmap hat.

Wer Tapdo selber einmal ausprobieren will, am Dienstag den 28.3. startet die Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter. Geliefert werden soll dann im September 2017. Frühbucher bekommen das Produkt für 97,-€. Der Preis wird dann sukzessive steigen und am Ende bei ca. 130,- € liegen. Das Finanzierungsziel liegt bei 45 000,- € falls 100 000,-€ erreicht werden, gibt es das Armband gratis dazu.

Avatar for Rudolf Linsenbarth
Über Rudolf Linsenbarth 88 Artikel
Rudolf Linsenbarth ist Senior Consultant für den Bereich Mobile Payment und NFC bei der COCUS Consulting GmbH. Zuvor war er 11 Jahre im Bankbereich als Senior Technical Specialist bei der TARGO IT Consulting (Crédit Mutuel Bankengruppe). Hier auf mobile zeitgeist schreibt Rudolf Linsenbarth in eigenem Namen .Mehr über Rudolf auf Twitter @Holimuk oder bei XING.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*