Smartphone-Sucht: Wie Google und Apple auf Dauernutzung reagieren

Können Apps dabei helfen, weniger auf das Phone zu schauen?

und setzen auf “” und “Screen Time”

Inzwischen haben auch die großen Digital-Konzerne darauf reagiert, dass ihre Nutzer womöglich etwas zu viel Zeit mit ihren Produkten verbringen. Google hat nun mit der “Digital Wellbeing”-Funktion Zeitlimits für bestimmte eingeführt. Wie bei “” lassen sich dadurch die Nutzung des Smartpones überwachen und kontrollieren. Aktuell läuft die Beta-Version der Funktion auf Android 9.0 Pie. Im Gegensatz zu “Menthal” lässt sich über die Digital Wellbeing-Funktion das eigene Nutzerverhalten auch technisch beeinflussen. Und zwar durch Meldungen seitens des Geräts, die einen daran erinnern, dass es noch eine Welt da draußen gibt. Ebenso ist es möglich, Zeitlimits für bestimmte Apps festzulegen. Einen App-Timer, der, sobald er abgelaufen ist, bestimmte Anwendungen auf dem Bildschirm einfach ausgraut. Mit “Bitte nicht stören” werden alle Benachrichtigungen von anderen Apps abgeschaltet. Der Entspannungsmodus dimmt den Bildschirm vor dem Schlafengehen, damit die Augen geschont werden.

Auch bei Apple steht -Sucht auf der Agenda. Anfang des Jahres kam die Forderung in dem Konzern auf, sich stärker auf die -Sucht bei Jugendlichen zu konzentrieren. Und wenn CEO Tim Cook selbst zugibt, dass er zu viel Zeit mit seinem iPhone verbringt, klingt das fast schon wie eine Marschroute, sich des Problems intensiver anzunehmen. Apples Antwort heißt Screen Time, das ähnlich wie Googles “Digital Wellbeing” dazu beiträgt, die Nutzung des iPhones zu überwachen und gegebenenfalls einzuschränken. Die Entwickler haben neben einer Version für auch eine für Android entwickelt.

Zunächst das Gespräch suchen

Auch Facebook und Instagram interessieren sich für eine Überwachung des Nutzerverhaltens und wollen für ihre Zeitkiller Alarmfunktionen einbauen. Es ist zu begrüßen, dass die Player der Branche auf das Problem der übermäßigen Nutzung reagieren. Jedoch bleibt es fraglich, ob das Beschränken mittels einer App auf dem Phone der Tochter oder des Sohnes gut bei diesen ankommen werden. Wahrscheinlich wird der Nachwuchs eher mit Wut und Drama reagieren. Ziel sollte es sein, mit den Kindern über Smartphone-Sucht zu besprechen und die Problematik deutlich zu machen, ehe man das Handy der Lieben einfach limitiert. Schlussendlich sollte man sich klar vor Augen führen, dass das Smartphone womöglich unschuldig ist und die Probleme der Jugend woanders zu suchen sind. Wie vor 3000 Jahren haben Jugendliche auch heutzutage ähnliche Probleme. Und damals wie heute müssen Eltern das Gespräch suchen, um ihren Kindern zu helfen.

Quellen:

5000 Jahre Kritik an Jugendlichen – Eine sichere Konstante in Gesellschaft und Arbeitswelt, bildungswissenschaftler.de

Handysucht: Warum wir nicht mehr “ohne” sein wollen, 21.12.14, huffingtonpost.de

Der große Kampf gegen die Handysucht,07.08.18, faz.net

Geständnis des Apple-Chefs: Dieses Gerät nutzt Tim Cook viel zu häufig, 06.06.18, giga.de

Digital Wellbeing: Hier gibt es die Android Pie Wohlbefindlichkeits-App zum Download, 07.08.18

Facebook und Instagram: Revolutionäre Funktion soll auch gegen Handy-Sucht helfen, 02.08.18, hna.de

Carsten Thomas
Über Carsten Thomas 235 Artikel
Autor und Gamingnerd. Stets interessiert an Tech-Innovationen, Medienwandel und Technikutopien. Redakteur bei mobile zeitgeist.

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