#BoMP Best of Mobile Payment 2016 (1): Im Tal der Tränen

Timeline Mobile Payment Deutschland

steht kurz vor dem Durchbruch! Dieses Jahr ist es soweit. Der Markt wird explodieren. Jetzt aber. So war es 2011 zu lesen. Auch 2012. Und 2013. Auch schon früher und noch später. Inzwischen trauen sich nur noch Anfänger diesen Satz zu formulieren. Wer länger dabei ist, ist spätestens aus Erfahrung vorsichtiger geworden.

Im Sommer 2012 habe ich in mein Portemonnaie geschaut und mich gefragt, was davon bald ins Smartphone wandert. Das Foto davon habe ich in 2012, 2013 und 2014 gezeigt und muss auch leider in 2016 feststellen: Sieht immer noch so aus (nur dass ich inzwischen ein neues Portemonnaie habe).

In meinem hingegen haben sich in der Zeit einige neue Bezahl- bzw. Bezahl-Möglichkeiten angesammelt. Aber immer noch keine, die mein Portemonnaie schmälern würde. Auch (fast) keine, die mein Bezahl-Verhalten in der Offline-Welt nachhaltig verändert hätten. Fünf Jahre und nichts wirklich Entscheidendes ist passiert? Nein, das wäre auch nicht richtig.

 

 

In der Kampfarena des Mobile gibt es weiterhin heftige Gefechte. Manche Kämpfer mussten schon aufgeben, andere sind angeschlagen, wieder andere können sich erste Gewinner-Pokale ins Regal stellen. So einige Lessons Learned lassen den nebeligen Blick auf Zukunftserfolg etwas klarer erscheinen. Aber der Markt befindet sich weiterhin im Tal der Tränen, denn Nutzer gibt es nur sehr wenige.

Die Fans kommen nicht zum Spiel

Welches Vertrauen haben die deutschen Nutzer inzwischen in das mobile an der stationären Kasse? Was die Veröffentlichung von Nutzerzahlen betrifft, hält die Mehrzahl der Anbieter sich sehr bedeckt. Das hat meistens seine Gründe. Eine Studie des Beratungshauses PwC schätze die Anzahl der Nutzer in Deutschland in 2014 auf rund 180.000. Seither kursiert immer wieder die Zahl von mehr oder weniger 200.000 Usern. In schöner Regelmäßigkeit werden immer wieder blendende Prognosen veröffentlicht: in 2020 soll es 11 Millionen Kunden für mobile Bezahlsysteme im B2C-Segment in Deutschland geben laut PwC. Bisher bleibt die kleine Zahl der Tech-Freaks allerdings konstant homöopathisch bei 0,4% der deutschen Smartphone Nutzer. Die Marktentwicklung ist bei den „Innovatoren“ stecken geblieben und hat noch nicht einmal Begeisterung bei „Early Adoptern“ auslösen können.

Über Maike Strudthoff 95 Artikel
Maike Strudthoff unterstützt Unternehmen Innovation neu zu denken, schneller zu agieren und sich konsequent auf den Nutzer-Kunden auszurichten. Ihr Schwerpunkt liegt auf digitalen Services sowie Commerce & Payment 4.0. Sie unterstützt seit über 8 Jahren Unternehmen in Europa, die Zukunft der Digitalisierung zu antizipieren und für sich zu gestalten – nahe am Kunden und mit schlanken Methoden (Design Thinking, Co-Creation, Lean Principles, …). Als Gründerin des JumpNext Netzwerks verbindet Maike Strudthoff Menschen mit unterschiedlichsten Perspektiven, um Inspiration für Neues entstehen zu lassen. Sie beobachtet und analysiert Innovationen und disruptive Unternehmen rund um die Welt. Sie trägt die Erkenntnisse in Workshops und Keynote Vorträgen weiter. Regelmäßig veröffentlicht sie Beiträge über Mobile Payment in Online und Offline Medien sowie Buchbeiträgen. Digitale Innovation ist nicht nur ihre Arbeit, sondern auch ihre persönliche Leidenschaft. Zuvor hat Maike Strudthoff 12 Jahre für eine führende Unternehmensberatung, in einer internationalen Bankgruppe sowie in einem Startup in London gearbeitet. Mehr über Maike auf XING, ihrer Website oder per Mail

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