Begriffe, Abkürzungen und Wissenswertes rund um Mobile Marketing

mobile marketing

Hier werde ich kontinuierlich weitere, im Mobile Marketing übliche Begriffe kurz und knapp erläutern. Hierbei erfinde ich keine Räder neu, sondern stelle die meist bereits vorhandenen Informationen hier nur gesammelt zur Verfügung.

ARPU – Average Revenue Per User
= durchschnittlicher Umsatz pro Kunde. Wird vorwiegend in der Mobilfunkbranche verwendet, um so den Umsatz, den ein Kunde in einem bestimmten Zeitraum (meist pro Monat, Quartal oder Jahr) erzeugt, zu beschreiben.

CGI – Cell Global Identity
Cell Global Identity, global eindeutige Identifikation einer Funkzelle.

COO – Cell Of Origin
Methode, bei der dem Gesprächspartner die Funkzelle (d.h. der nächste Mobilfunksendemast) mitgeteilt wird, in der sich der Gesprächspartner befindet. Damit ist in städtischen Gebieten eine grobe Lokalisierung des Gesprächspartners bis auf einige hundert Meter möglich, da die Zellen hier kleiner gehalten sind als in ländlichen Gebieten, wo die Lokalisierung aber relativ ungenau wird (Zellgröße bis zu 15 km). Quelle: Mobilex der Uni Passau.

Confirmed Opt-In
Beim Confirmed Opt-In oder Double Opt-In genannten Opt-In Verfahren muss der Eintrag in die Abonnentenliste in einem zweiten Schritt bestätigt werden. Meist wird hierzu eine Nachricht mit Bitte um Bestätigung an die eingetragene Kontaktadresse gesendet. Handelt es sich um ein echtes, d.h. erwünschtes Opt-In, hat der Abonnent eine Bestätigung, dass er korrekte Kontaktdaten angegeben hat. Handelt es sich dagegen um einen missbräuchlich erfolgten Eintrag, kann sich der unfreiwillige Abonnement-Kandidat vor einem Eintrag in die Abonnementliste schützen, indem er auf die Bestätigungsanfrage einfach nicht reagiert.

Als Bestätigung kommen neben oben genanntem Weg auch Verfahren in Frage, bei denen die Bestätigung z.B. schriftlich auf dem Postweg, telefonisch oder per Bank-Überweisung erfolgt. Die Bezeichnung Confirmed Opt-In (engl.: bestätigte Anmeldung) beschreibt den Vorgang exakter als die in der Vergangenheit häufiger benutzte Bezeichnung Double Opt-In.

Dieses Verfahren wird für seriöses E-Mail-Marketing von verschiedenen Organisationen, wie z.B. dem Deutschen Direktmarketing Verband (DDV), empfohlen. Quelle: Wikipedia.

Double Opt-In
Siehe Confirmed Opt-In.

E-OTD – Enhanced Observed Time Difference
Die Position eines mobilen Endgeräts wird mittels Triangulation über drei Basisstationen ermittelt, wobei die Auswertung auf der Zeitdifferenz beim Eintreffen von Funksignalen beim Endgerät (z.B. Handy) beruht. Diese Zeitdifferenzen werden entweder vom Endgerät ans Netzwerk zur Positionsbestimmung übertragen (dann wird das Verfahren auch als MT (Mobile Terminal)-assisted bezeichnet, weil die Messung der Zeitdifferenzen vom Endgerät vorgenommen wird), oder das Endgerät erhält vom Netzwerk zusätzliche Daten (Koordinaten der Basisstation + Echtzeitdifferenzen) und berechnet damit selbst seine Position (das Verfahren wird dann als network-assisted bezeichnet; in diesem Fall sind dazu mindestens Softwareerweiterungen bei den Endgeräten nötig.). Das E-OTD nutzt auf diese Weise die bereits existierende GSM Infrastruktur um die Position des Mobilfunknutzers zu bestimmen. Wenn ein Nutzer einen bestimmten Serviceanbieter anruft, so sendet E-OTD zeitgleich Daten, welche die Position des Nutzers beinhalten. Anbieter von E-OTD sind unter anderem CPS und Ericsson. Das Verfahren ist von der 3GPP (3rd Generation Partnership Project) standardisiert worden. Damit erhalten die Netzbetreiber die Möglichkeit auch personalisierte bzw. ortsbasierte Dienste anzubieten (z.B. Verkehrsberichte, Wetterlage, Übernachtungsmöglichkeiten). Quelle: Mobilex der Uni Passau.

HSDPA – High Speed Downlink Packet Access
Erweiterung von UMTS. Unter optimalen Bedingungen sind theoretisch 14,4 Mbit/s brutto (nach Codierung ca. 10,8 Mbit/s netto) möglich. Die praktisch erreichbare und nutzbare Datenrate wird jedoch aufgrund der Fehlerkorrektur und von Interferenzen weit darunter liegen. Zudem hängt die erzielbare Datenrate auch noch von der Fähigkeit des Endgerätes ab. Gefunden bei Wikipedia.

HSUPA – High Speed Uplink Packet Access
Im Anschluss an HSDPA soll mittels HSUPA die maximal mögliche Datenrate im Uplink zunächst auf 1,4 Mbit/s und später auf 5,8 Mbit/s gesteigert werden. Derzeit befindet sich HSUPA bei 3GPP noch in der Standardisierungsphase. Gefunden bei Wikipedia.

IMEI
Die International Mobile Equipment Identity (IMEI) ist eine eindeutige 15-stellige Seriennummer, anhand derer jedes GSM- oder UMTS-Endgerät (Mobilstation) eindeutig identifiziert werden kann.

In der breiten Öffentlichkeit ist die IMEI bekannt geworden zum Sperren eines gestohlenen Handys bei den Mobilfunknetzbetreibern. In der Theorie ist dann das Handy auch mit einer anderen SIM-Karte nicht benutzbar. Dazu werden die IMEI-Nummern gestohlener Geräte in Listen gesperrter Handys geführt. Quelle: Wikipedia

Lokalisierungstechniken
Lokalisierungstechnologien spielen eine Schlüsselrolle im Mobile Marketing. Sie dienen dazu, die Nutzer von mobilen Endgeräten zu lokalisieren und somit das Anbieten von ortsspezifischen Informationen und Diensten. Generell kann zwischen zwei Ansätzen unterschieden werden, nämlich netzbasierten Technologien und Endgeräte-basierten Technologien (auch MT- oder Mobile-Terminal-basiert genannt). Bei netzbasierten Verfahren (z.B. Cell ID, CGI+TA, COO, TOA) werden die relevanten Daten für die Positionsbestimmung vom Mobilfunknetz gemessen. Bei endgeräte-basierten Verfahren erfolgt eine aktive Mitwirkung des mobilen Endgerätes bei der Positionsbestimmung, was zu viel genaueren Ergebnissen führt. Im Außenbereich dominiert das auf Satellitenfunk basierende . Im Innenbereich kommen Methoden zum Einsatz, die auf Funkzellen, Infrarotbaken oder auch auf Ultraschall basieren.

Daneben existieren aber noch weitere Lokalisierungs- oder Ortungstechnologien, die z.T. noch nicht ausgereift sind, oder erst vor der Markteinführung stehen. Die Ortung bzw. Positionskalkulation erfolgt dabei im Gegensatz zu GPS teilweise auf der Basis terrestrischer Systeme, was zwar zu ungenaueren Koordinaten führt, aber die Kosten für Endkunden und Netzwerkbetreiber senkt. Die bekanntesten Verfahren sind E-OTD und A-GPS. Quelle: Mobilex der Uni Passau.

(LBS)
oder auch Location Dependent Services (LDS)=Standortbezogene Dienste
Über ein Netzwerk erbrachte mobile Dienste, die unter Zuhilfenahme von positions-, zeit- und personenabhängigen Daten dem Endbenutzer selektive Informationen bereitstellen oder Dienste anderer Art erbringen. Man unterscheidet zwischen reaktiven und proaktiven standortbezogenen Diensten. Bei reaktiven Diensten muss der Dienstnutzer den Service explizit anfordern (z. B. RestaurantFinder). Ein proaktiver Dienst reagiert auf bestimmte Ereignisse, zum Beispiel beim Betreten einer bestimmten Zone. Weiterlesen bei Wikipedia.

MVNO / MNO
Ein MVNO – Mobile Virtual Network Operator ist ein Mobilfunk-Anbieter, der vergleichsweise günstige Gesprächsminuten ohne Gerätesubventionen anbieten und dabei über kein eigenes Mobilfunknetz verfügt, sondern als virtueller Netzwerk-Betreiber auf die Infrastruktur der großen Mobilfunk-Anbieter (MNOs – Mobile Network Operators) zurückgreift.

– Near Field Communication
Eine drahtlose Kommunikationstechnologie (Nahfunktechnik) für Datenverbindungen über kurze Strecken. Wurde gemeinsam von und Philips entwickelt. Die NFC-Technologie basiert auf der Kombination aus und drahtloser Verbindungstechnologie. Aufgrund der geringen Reichweite ist NFC keine Konkurrenz für oder Wireless LAN. Die Firmen , Philips und gründeten 2004 gemeinsam das NFC-Forum, das die Implementierung und Standardisierung der NFC-Technik vorantreiben und die Kompatibilität zwischen Geräten und Diensten sicherstellen soll. Gefunden bei Wikipedia.

Opt-In
Opt-In ist ein Verfahren aus dem Permission Marketing, bei dem der Empfang von regelmäßigen Nachrichten — meist E-Mails oder auch — explizit zugestimmt werden muss. Durch einmaliges Eintragen in eine Abonnentenliste stimmt der Empfänger beim Opt-In-Verfahren dem Empfang zu.

Ein großes Problem bei einfachem Opt-In ist, dass beliebige Kontaktdaten zur Anmeldung verwendet werden können, also auch fehlerhafte Daten oder Daten dritter Personen oder Organisationen. Da solche falschen oder missbräuchlichen Einträge immer wieder zu Problemen und Ärger führen, wurde das verbesserte Verfahren Double oder auch Confirmed Opt-In entwickelt. Quelle: Wikepedia.

Permission Marketing
Unter Permission Marketing versteht man den Werbe- oder Informations-Versand, z. B. in der Regel in Form von E-Mails, mit der ausdrücklichen Erlaubnis (Permission) des Kunden. Der Begriff wurde zuerst in einem Buch von Seth Godin aus dem Jahr 1999 verwendet und wird auch als Opt-In Verfahren bezeichnet.

Eine Form von Permission Marketing sind Newsletter, die dem Kunden einen Mehrwert (z. B. Brancheninformationen) bieten und in der Regel auf der Homepage des Unternehmens angeboten werden. Ebenso gehören mitlerweile die RSS-Feeds zu den häufig genutzten Tools. Quelle: Wikipedia.

Proximity Marketing
proximity (engl.)=Nachbarschaft, Nähe, Umgebung
Die lokale und drahtlose Übertragung von Werbeinhalten und -botschaften an einem bestimmten Ort. Übertragung auf mobile Endgeräte via Bluetooth, WiFi, GPS.

RFID – Frequency Identification
Radio Frequency Identification (RFID) ist eine Methode, um Daten auf einem Transponder berührungslos und ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können. Dieser Transponder kann an Objekten angebracht werden, welche dann anhand der darauf gespeicherten Daten automatisch und schnell identifiziert und lokalisiert werden können. Derzeit ist RFID im Handel das Top-Thema im Bereich der Warenkennzeichnung. Mehr gibts bei Wikipedia.

UMTS – Universal Mobile Telecommunication System
Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G). In Deutschland in 2003 gestartet, gibt es heute 2,3 Mio. Nutzer. Damit sind wir Deutschen auf Platz 4 der Welt. Im August 2001 ersteigerten die deutschen Mobilfunkunternehmen für 50,81 Mrd. Euro die Lizenzen. Derzeit bauen die deutschen UMTS-Netzbetreiber ihre Netze im FDD-Modus (Frequency Division Duplex) auf, die damit erzielbare Datentransferrate liegt derzeit bei 384 kbit/s für den Downlink.

Virales Marketing
Virales Marketing (auch Viral-Marketing oder manchmal Virus-Marketing, kurz VM) ist eine Marketingform, die existierende soziale Netzwerke ausnutzt, um Aufmerksamkeit auf Marken, Produkte oder Kampagnen zu lenken, indem Nachrichten sich epidemisch, wie ein Virus ausbreiten. Eine ältere und volkstümlichere Bezeichnung ist Mundpropaganda. Weiterlesen bei Wikipedia.

Web 2.0
Web 2.0 ist ein Oberbegriff für die Beschreibung einer Reihe neuer interaktiver Techniken und Dienste des Internets und einer geänderten Wahrnehmung des Internets. Ohne dass man es an einer bestimmten Technologie oder einem einzelnen Ereignis festmachen kann, hat sich etwa 2005 ein Gefühl verbreitet, dass sich eine wesentliche Veränderung anbahnt, wie das Netz gesehen und genutzt wird. Diese Veränderung lässt sich etwa durch folgende Entwicklungen charakterisieren:

  • Die Trennung von lokaler und zentraler Datenhaltung schwindet: „Normale“ User nutzen Datenspeicher im Internet (z. B. für Fotos). Lokale Anwendungen greifen auf private Anwendungen im Netz zu. Search-Engines greifen auf lokale Daten zu: Der Desktop wächst ins Netz und das Netz wächst in den privaten PC.
  • Die Trennung von lokalen und netzbasierten Anwendungen schwindet: Software-Programme aktualisieren sich selbstständig übers Netz, laden Module bei Bedarf übers Netz nach und nutzen zunehmend den Internet- als universelle Benutzerschnittstelle für Anwendungen.
  • Die Trennung von Editoren und Nutzern schwindet: User stellen Beiträge auf Servern ein (z. B. Wikipedia). Weblogs verlagern das Private ins Öffentliche.
  • Die Trennung zwischen einzelnen Diensten schwindet: Bestehende Webinhalte verschiedener Dienste werden über offene Programmierschnittstellen nahtlos in Form von Mashups zu neuen Diensten (re-)kombininiert.
  • Durch die oben genannten APIs und Neuerungen beim Programmieren von browsergestützten Applikationen ist es dem allgemeinen User, der nicht über ausgeprägte oder aber gar keine Programmierkenntnisse verfügt, um ein vielfaches leichter geworden aktiv am Prozess der Informationsverbreitung/Meinungsverbreitung teilzuhaben

Durch diese Entwicklung ist eine Kategorie an netzbasierten Anwendungen entstanden, die mit dem – ebenfalls vagen – Begriff social software umschrieben werden. Unbedingt bei Wikipedia weiterlesen.

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Über Heike Scholz 420 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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