Apple setzt mit iOS6 und Guided Access auf Kinder

Vor einigen Tagen haben wir im Rahmen des Interviews mit Haribo noch über einen möglichen „“ gesprochen, der sinnvoll wäre, um sicherzustellen, dass das begeisterte Kind, dass das Smartphone oder der Eltern nutzt, nicht versehentlich Daten der Eltern löscht oder wild Emails und SMS schreibt.

Wir sprachen darüber, dass es eine nützliche Erweiterung von Endgeräteherstellern wäre neben dem bereits etablierten „Flugmodus“ auch einen „Kindermodus“ einzuführen, so dass die Eltern nur die Inhalte für ihre verfügbar machen können, die sie tatsächlich nutzen dürfen. Ein eigenes Profil quasi, das Eltern für ihre anlegen können.

Dass wir hier nicht ganz falsch liegen, bestätigt uns mit dem geplanten 6 update, wenn man mal etwas genauer schaut. Denn Apple kündigt für das kommende iOS6 Update , welches im Herbst diesen Jahres verfügbar werden soll, im Rahmen der geplanten Bedienungshilfen einen „guided access“ und „single app mode“ an. Dies kommt dem andiskutierten Kindermodus bereits sehr.

Quelle: Apple

Über den geplanten „single app mode“ schreibt Apple: „Eltern, Lehrer oder Administratoren können ein iOS Gerät auf eine App begrenzen, indem sie die Hometaste deaktivieren und die Eingabe mit den Fingern in bestimmten Bereichen des Screens einschränken.“ Nutzer werden somit die Möglichkeit erhalten durch das „guided access – feature“ für iOS6 bestimmte Bereiche zu aktivieren oder eben zu deaktivieren. Somit können Nutzer künftig eigenständig kontrollieren, auf welche Daten sie einen Zugriff erlauben möchten, wenn sie ihr oder aus der Hand geben –  also beispielsweise vorübergehend einem Kind überlassen, das sie erwartungsvoll mit strahlenden Kinderaugen anstarrt!

Auch auf den Bereich Mobile Learning oder auch Nutzbarkeit von in Schulen hat dies positive Auswirkungen, denn somit könnte beispielsweise ein Test von Schulen innerhalb einer App bereitgestellt werden, ohne dass das Kind parallel auf Google zugreifen kann um sich etwaige Antworten, die für den Test benötigt werden, schnell aus dem Netz holen zu können. Dies wird auch als möglicher usecase von Apple im Video von der WWDC Developer Konferenz in S.F. 2012 aufgezeigt.

Ab der 12:50 Minute ist  ein kurzer Ausschnitt über Kinder, die das iPad spielerisch nutzen und damit lernen ohne dabei wirklich zu merken, dass sie an ihrer Bildung arbeiten. Ab der 97. Minute wird „guided access“ sowie die usecases en detail im Video vorgestellt. Ach, auch sehenswert ist übrigens der Anfang des Videos, denn hier hat „Siri“ eine witzige Gastrolle als „Warm-Up-Presenter“ für die Keynotes und Demo-Präsentationen im Anschluss.

Wenn nun noch die Möglichkeit der Speicherung und Wiederaufrufbarkeit der zuvor aktivierten / deaktivierten Bereiche ermöglicht wird – wir also Profile haben, die gewählt werden können mit unterschiedlichen Zugriffsrechten – dann sind wir bei einem perfekten Szenario, das unserem gewünschten Kindermodus entspricht und das aktuelle Problem löst, dass Kinder ggf. auf Daten zugreifen, die nicht für sie bestimmt sind. Somit also eine Hürde weniger in der Verbreitung der Nutzung von Touch Devices im Lernumfeld sowie in der weiteren Unterstützung der Nutzung von durch Kinder. Gute Sache Apple!

Ich bin gespannt wie die anderen Gerätehersteller darauf reagieren werden. Ich hoffe hier in Kürze mehr berichten zu können. Bis dahin freue ich mich natürlich über eure Kommentare und Anmerkungen.

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Über Lilian Güntsche 10 Artikel
Lilian Güntsche, Dipl.-Medien-Oek., ist seit über 10 Jahren im Marketing- und Vertriebsumfeld der Digital- und Medienbranche, Schwerpunkt Mobile, aktiv. Nachdem sie in verschiedenen renommierten ITK- Unternehmen im In- und Ausland ta?tig war, ist sie 2011 mit Gu?ntsche Concepts selbststa?ndig. Hierbei unterstützt sie namenhafte Industriekunden und Digitalagenturen bei ihrer Mobile Strategie sowie im Bereich Kooperationsmarketing & digitales Account/Projekt Management. Lilian ist zudem Autorin, Sängerin und Sprecherin und geschätztes Jurymitglied in verschiedenen Branchengremien.

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