Wie weit ist eigentlich „Mobile First“?

Studie zeigt noch großes Entwicklungspotenzial

Mobile First

Es ist schon wieder sieben Jahre her, als der damalige CEO von Google, Eric Schmidt, beim Mobile World Congress 2010 in Barcelona die magischen Worte „Mobile First“ ausgesprochen hat. Was hat sich eigentlich seitdem getan? In welchen Bereichen können wir heute sehen, dass die Nutzer tatsächlich primär nach ihren Smartphones greifen?

Die Analysten von Comscore haben neun Länder (USA, Kanada, Großbritannien, Spanien, Italien, Brasilien, Mexiko, China und Indonesien) nach diesen Bereichen und Soziodemographie untersucht. Diese Daten haben sie der Maslowschen Bedürfnispyramide gegenüber gestellt.

LEH, Dating, Wetter sind Mobile First

Demnach sind Kategorien wie Lebensmittelhandel, Kontaktanzeigen und Wetter die vorrangig Mobile First genutzten Bereiche. Social Networking hat zwar eine hohe mobile Verweildauer mit einem Drittel der insgesamt online verbrachten Zeit, aber wird dennoch vom überwiegenden Teil der Nutzer am Desktop genutzt. Überwiegend am PC werden Portale und Entertainment-Angebote genutzt.

Komplexe Aufgaben zunehmend mobil

Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Deutschen, die mit ihren mobilen Geräten Lebensmittel einkaufen um fast 40 Prozent (38%). Und die zunehmende Nutzung von Mobile Banking (+29%) und die Überprüfung von Jobangeboten am Mobilgerät (+29%) zeigt, dass auch diskrete und komplexe Aufgaben zunehmend auf mobile Devices übergehen.

Länder sehr unterschiedlich

Schaut man auf die Nutzungsintensitäten von Desktop, Multi-Plattform und Mobile Only in den verschiedenen untersuchten Ländern wird deutlich, wie unterschiedlich die Entwicklungen sind. Länder wie Indonesien überspringen die Desktop-Ära einfach und weisen eine extrem hohe Mobile-Only-Nutzung (70%) auf. Großbritannien und Kanada hingegen liegen bei weniger als zehn Prozent Mobile Only und knapp 30 Prozent Desktop Only.

Erst kürzlich hatte ich die Desktop vs. Mobile“ vorgestellt, die für die Desktopnutzung in UK 40 Prozent auswies.

Auch Comscore hat Teile der Ergebnisse in einer Infografik zusammen gefasst.

Der Report und die Infografik können bei Comscore nach Registrierung kostenfrei herunter geladen werden.

Die für den Handel relevanten Ergebnisse stelle ich in einem erweiterten Artikel auf ZUKUNFT DES EINKAUFENS vor.

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Über Heike Scholz 405 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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