Technologie-Trend 2019: SD-WAN als moderne Netzwerkinfrastruktur

SD-WAN kann für Unternehmen das Netzwerk der Zukunft bedeuten
Foto: pixabay, Gerd Altmann

könnte 2019 einer der überraschenden Trends werden. Die optimierte breitet sich weiter im deutschen Markt aus. Mehr und mehr Unternehmen setzen sich mit dem verbesserten Netzwerk auseinander. Innovative Technologien wie die oder können der SD--Entwicklung sogar noch weiter auf die Sprünge helfen.

Was ist ein WAN?

Das sogenannte Wide Area Network (WAN) ist im Gegensatz zum LAN (Local Area Network) dafür ausgelegt, nicht nur einen lokalen Bereich zu vernetzen, sondern größere geografische Bereiche. In einem WAN sind nicht nur einzelne Rechner, sondern komplette LANs und MANs (Metropolitan Area Networks) miteinander verbunden. Das bekannteste WAN stellt wohl das Internet an sich dar, das aus vielerlei Einzelnetzen besteht. Hinter WANs können Organisationen stehen, die ihre eigenen Netzwerke betreiben, diese aber auch der breiten Masse zur Verfügung stellen. Für die Übertragungstechniken werden Protokolle ähnlich dem Ipv4 oder IPv6 beim Internet benutzt. Die Vermittlung und Weiterleitung der Daten übernehmen Switches und Router. Die Technik der Übertragung basiert auf Kupferkabel, Glasfaser oder Funkstrecken.

Zukunftstechnologie: SD-WAN

Die Netzwerkinfrastruktur von Unternehmen wurde dazu entwickelt, mit geringer Latenz Anwendungen im firmeneigenen Netzwerk schnell und problemlos für die Mitarbeiter zu Verfügung zu stellen. Der Sicherheitsfaktor war entscheidend, dieses Netzwerk abzuschirmen, um zu verhindern, dass Unternehmensdaten nach außen gelangen. Die moderne Arbeitskultur wendet sich allerdings hin zu Cloud-Technologien und internetbasierte Anwendungen. Diese Entwicklungen erschweren, die Abgrenzung des Rechenzentrums eines Unternehmens aufrecht zu erhalten.

SD-WAN-Technologie kann dazu beitragen, Internetleitungen und Cloud-Technologien in ein Firmennetzwerk zu integrieren. Die Technologie zeigt sich im Vergleich zu einem WAN-Netzwerk zuverlässiger, preiswerter und flexibler für Unternehmen, die ein effizientes, vereinfachtes Netzwerk suchen. Die Software-basierte Lösung kann durch neuartige Netzwerk-Techniken und Virtualisierung dazu beitragen, Ressourcen im Netzwerk besser zu verteilen und somit mehr Leistung zu erreichen.

Die SD-WAN Entwicklung für 2019

SD-WAN ist weitestgehend in der deutschen Unternehmenskultur angekommen und kein Geheimtipp mehr. Zahlreiche Anbieter präsentieren Lösungen und einige Unternehmen in Europa haben die optimierte Standortvernetzung bereits in ihre Infrastruktur eingesetzt. Unklar ist vielen Unternehmen jedoch immer noch, welche Lösung die beste für sie ist, da es bei jeder SD-WAN-Option technologische Unterschiede gibt. Hersteller sind hier gefragt, besser auf die unterschiedlichen Unternehmensanforderungen einzugehen. Gerade in Hinblick auf Ressourcenoptimierung kann die stetige Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz in 2019 und darüber hinaus für SD-WAN wichtig sein. Die Idee dahinter ist ein Netzwerk zu etablieren, dass “mitdenkt”. Künstliche Intelligenz kann dazu beitragen, Ressourcen für Verbindungswege und Kanäle je nach Frequenz freizustellen, sodass die größtmögliche Performance erreicht wird.

Weiterhin werden Cloud-Technologien im Rahmen von SD-WAN noch weiter an Bedeutung gewinnen. Dies liegt vor allem daran, dass im Gegensatz zu VPN oder -Infrastrukturen die Administration in einer cloudbasierten Lösung einfacher und agiler geschieht. Dies ist auch nötig, da Unternehmen häufig Services mehrerer Provider kombinieren müssen. Zudem braucht man mal viel und mal wenig Bandbreite. Verbindungen müssen demnach liquid sein, um den jeweiligen Ansprüchen gerecht zu werden.

Während demnach die Ansätze einer optimierten Netzwerkinfrastruktur für Unternehmen vorhanden sind, kann die Politik die Entwicklung durch Verschlafen von Innovationen verzögern. Die aktuelle Debatte um einen flächendeckenden Mobilfunk-Ausbau ist ein Beispiel dafür, dass Fortschritt wie eine ausgebaute SD-WAN-Infrastruktur in Unternehmen durch Innovationsmüdigkeit weiterhin auf sich warten lassen wird.

Carsten Thomas
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Autor und Gamingnerd. Stets interessiert an Tech-Innovationen, Medienwandel und Technikutopien. Redakteur bei mobile zeitgeist.

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