Produktionslogistik: Industrie 4.0 – Mensch und Maschine im Einklang

Quelle: livia wong, pixabay

Kollege Roboter bestückt die Förderbänder, die steuert Lager und die Nachschubversorgung, autonome bringen Teile von A nach B: So oder zumindest so ähnlich stellen sich Experten momentan die Distributions- und Fertigungshallen der Zukunft vor.

Voll vernetzt und mit smarten Algorithmen versehen sollen sich Logistik und Produktion in dieser Vision fast von selbst dirigieren. Der ist dabei in vielen dieser Zukunftsbilder ein Teil des Arbeitsprozesses 4.0 und kollaboriert mit Maschinen und Softwaresystemen. Sind einige dieser Vorstellungen in Unternehmen wie BMW, SEW Eurodrive und Sick bereits Realität, sind andere Firmen noch auf der Suche nach dem richtigen Weg in die digitale Produktionslogistik. Wie eine Umfrage der Managementberatung MHP in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München im Jahr 2018 ergab, erfolgt die Implementierung von -relevanten Technologien in Produktion und Logistik bisher nur zögerlich. So findet der Studie zufolge in bisher nur 17 Prozent der Unternehmen eine direkte Machine-to-Machine-Kommunikation statt. Zudem fehle es nach Aussagen der

Bleibt also für einen Großteil der Firmen aus Industrie und Produktion in Deutschland die Frage: Wie sieht ein passendes Szenario für die Zukunft aus und wie kommt man an dieses Ziel? Diese und weitere Aspekte werden auf dem LOGISTIK HEUTE-Forum „Produktionslogistik: Industrie 4.0 – Mensch und im Einklang“ diskutiert, das am 18. und 19. September in Freiburg stattfindet. „Wir möchten unseren Teilnehmern gern aufzeigen, welche Wege und Mittel es gibt, innovative Technologien ins eigene Unternehmen zu integrieren und wie man es schafft, dabei seine Mitarbeiter nicht aus dem Blick zu verlieren“, sagt Sandra Lehmann, Redakteurin LOGISTIK HEUTE und Moderatorin der Veranstaltung. Im Gespräch mit Experten aus Wissenschaft und Industrie sollen dabei folgende Aspekte im Mittelpunkt stehen: 

  • Wie verändert das Internet der Dinge die Bereiche Produktion und Logistik?
  • Welchen Stellenwert wird der Mobilfunkstandard 5G dabei einnehmen?
  • Wie werden Visionen in Sachen Industrie 4.0 Schritt für Schritt umgesetzt?
  • Wie können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Produktions- und Logistikwelt meistern?
  • Welche Best-Practice-Beispiele gibt es bereits?

Die Vorträge am ersten Veranstaltungstag drehen sich dazu passend um folgende Themen:

  • BPW Innovation Lab: Digitale Transportprozesse aus Sicht des Verladers
    Referent: Alexander Lutze, Head of BPW Innovation Lab, BPW Bergische Achsen KG, Wiehl
  • Flexible Mitarbeiter, Cobots, getaktete Linien – Der Kulturwandel eines agilen Automotive-Produzenten
    Referent: Steffen Krippendorf, Senior Vice President Plant Cluster AtO, Group Division Turbo, J.M. Voith & Co. KG, Garching
  • (Ersatz)Teileversorgung neu gedacht
    Referent: Andreas Schulz, Leiter TRUMPF-Logistikzentrum SPaCe 4.1, TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG, Ditzingen
  • I like to move it – Digitale Transformation in der Flugzeugversorgung
    Referent: Dr. Harald Kolbe, Head of Digital Innovation, Lufthansa Technik Logistik Services GmbH, Hamburg
  • R2D – Road to Digital Production
    Referent: Andreas Hölczli, Leiter Gruppe IoT-Applications, Fraunhofer SCS, Nürnberg
    Bernd Wacker, Principal Key Expert & Senior Technology Manager, Siemens AG, Nürnberg
  • Strategic Network Design@Schaeffler – Herausforderung & Vision
    Referent: Steffen Leck, Specialist Network Design, Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  • Logistik 4.0 in der vernetzten Fabrik
    Referent: Volker Weisenhorn, Head of Operations Logistics, SICK AG, Waldkirch

Am zweiten Veranstaltungstag erwartet die Teilnehmer als besonderer Höhepunkt eine Führung durch die „4.0 NOW FACTORY“ des Sensorikspezialisten Sick AG in Freiburg im Breisgau. Dort ist die kollaborative Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine in der Sensorfertigung bereits Realität. Die Teilnehmer des LOGISTIK HEUTE-Forums dürfen vor Ort einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der smarten Fabrik werfen und sich etwa über den Einsatz von Robotik und fahrerlosen Transportfahrzeugen für die Produktionslogistik informieren.

Die Veranstaltung richtet sich an Führungskräfte, insbesondere aus dem Mittelstand, aus den Bereichen Produktionsplanung, Operations Planning, Supply Chain Planning, Logistik und Business Development. Der Fokus liegt dabei auf den Branchen Automotive (OEMs und Zulieferindustrie), Chemie, Druck, Elektro, Konsumgüter, Luftfahrt, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik, Pharma sowie Kontraktlogistik. Die Veranstaltung eignet sich nicht nur für Konzernvertreter. Es werden explizit Beispiele aus mittelständischen Unternehmen vorgestellt und diskutiert.

Quelle: Produktionslogistik: Industrie 4.0 – Mensch und Maschine im Einklang

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