payworks: Bezahlen mit der Pebble Uhr

payworks

Die Pebble wurde im April 2012 über das Crowdfunding-Portal Kickstarter.com angekündigt und wird seit September 2013 über Umwege auch nach Deutschland geliefert.

Die Pebble Watch lässt sich über 4.0 mit einem Handy verbinden und kann dann als für das Smartphone verwendet werden. Alle möglichen Nachrichten oder Anrufe können auf dem Display signalisiert und angezeigt werden. Darüber hinaus gibt es ein Software Development Kit, um beispielsweise eigene Apps für die Uhr zu erstellen. Pebble ist kompatibel mit allen -Devices ab Version  2.3, sowie dem  ab 3GS.

Die Firma payworks hat sich die Uhr nun vorgenommen und zeigt wie man mit Mobile Payment und den zugehörigen Check Out Prozess beschleunigt. Den Bezahlvorgang kann man in dem unten stehenden Youtube Video sehen.

Der Film beantwortet aber nicht alle Fragen des „mobile zeitgeist“ Teams. Diese konnten wir dann an Johannes Lechner Head of Product bei payworks stellen.

mz: Hallo Herr Lechner, können Sie unseren Lesern bitte kurz erklären was payworks macht, und was Sie mit dem Prototypen bezwecken wollen?

JL: Sehr gerne. payworks bietet eine Mobile Plattform, die es Entwicklern ermöglicht Zahlungsfunktionalität in mobile Anwendungen zu integrieren. Das payworks Software Development Kit ist die Basis für unseren „Pay with your Watch” Prototypen. Wir wollen zeigen, dass Mobile Payment den Check out Prozess extrem beschleunigt und der Kunde gleichzeitig die Kontrolle über den Bezahlvorgang behält.

mz: Welche weiteren technischen Komponenten haben Sie bei diesem Bezahlverfahren verwendet?

JL: Wir haben für unsere Lösung das Pebbles Software Development Kit verwendet und setzen ansonsten im Wesentlichen auf Bluetooth Low Energy (BLE).

mz: Also ähnlich wie und mit ihren Beacon und iBeacon Projekten?

JL: Wir unterscheiden uns schon in einem wesentlichen Punkt von der PayPal Lösung, und beim Apple Konzept ist ja noch gar nicht bekannt wie es mal aussehen wird. Aber klar, der Kunde checkt mit seinem Smartphone über BLE ein, genau wie bei den und die Identifikation an der Kasse erfolgt über einen Foto Vergleich. Allerdings muss dann die an der Kasse ausgelöste Zahlung noch bestätigt werden. Damit der Kunde nicht erst umständlich sein Handy hervorkramen muss, haben wir die Verbindung zur Pebble Smartwatch implementiert. Die Kopplung erfolgt dann übrigens auch per BLE.

mz: Ok und wie genau erfolgt dabei die Zahlungstransaktion?

JL: Wie gesagt, der Kunde checkt über BLE an der Kasse ein und wird identifiziert. Der Kassierer löst danach die Transaktion aus, die durch den Kunden bestätigt werden muss. Danach läuft alles weitere auf der Plattform von payworks. Dort sind auch die sensiblen Zahlungsinformationen abgelegt und nicht auf dem Smartphone oder der Uhr. Im Video sind das die Kreditkatendaten, es muss aber nicht darauf beschränkt sein.

mz: Im  Video steht nur eine einzige Person an der Kasse. Wenn jetzt aber 30 Leute an einer Kasse stehen und alle eingecheckt sind oder noch mehr in einem Fußballstadion, erreicht doch das Verfahren seine technischen Grenzen?

JL: In einem Fußballstadion mit Haufenbildung am Bierstand wird es wohl schwierig. Die Entfernungsabschätzung über die Stärke des BLE Signals ist aber so gut, dass Sie in einer Schlange an der Kasse die Reihenfolge der Kunden anzeigen können.

mz: Herr Lechner vielen Dank für das Interview.

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Über Rudolf Linsenbarth 88 Artikel
Rudolf Linsenbarth ist Senior Consultant für den Bereich Mobile Payment und NFC bei der COCUS Consulting GmbH. Zuvor war er 11 Jahre im Bankbereich als Senior Technical Specialist bei der TARGO IT Consulting (Crédit Mutuel Bankengruppe). Hier auf mobile zeitgeist schreibt Rudolf Linsenbarth in eigenem Namen .Mehr über Rudolf auf Twitter @Holimuk oder bei XING.

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