Medienkompetenz ist Basis für Berufs- und Lebenswelt der Zukunft

Foto: pixabay, Gerd Altmann

Im Fokus: digital

betrifft auch die Erwachsenen- und berufliche Weiterbildung. Die Gelingensbedingungen in diesem Prozess untersucht ein neues Forschungsprojekt an der Uni Würzburg.

Welche Maßnahmen zur Digitalisierung führen Einrichtungen der Erwachsenenbildung und der beruflichen Weiterbildung sowie deren Landesverbände aktuell durch? Welche Erfahrungen machen sie bisher mit diesen Maßnahmen? Welche Faktoren fördern diese Digitalisierungsentwicklungen, welche hemmen sie? Welche Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Einrichtungen sowie Lehrenden und Lernenden treten dabei zu Tage? Und: Welche Konzepte zur Förderung der Digitalisierung sind auf dieser Basis gemeinsam zu gestalten?

Diese und weitere Fragen werden im neuen Forschungsprojekt „Digitalisierung in der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung“, kurz DigiEB, erforscht. Beteiligt daran sind zwei Kooperationspartner der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), nämlich die Professur für Erwachsenenbildung/Weiterbildung und der Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Forschungsschwerpunkt mit insgesamt vier wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Finanziert wird das Forschungsprojekt in den kommenden drei Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit rund 720.000 Euro im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Digitalisierung im Bildungsbereich“.

Ausgangslage in der Erwachsenenbildung

Angesichts der rasanten Entwicklung digitaler Technologien in Geschäfts-, Bildungs- und Kulturbereichen unserer Gesellschaft verweist Silke Grafe, Leiterin des Lehrstuhls für Schulpädagogik, auf die Bedeutsamkeit von Medienkompetenz als eine Basiskompetenz in der Berufs- und Lebenswelt erwachsener Menschen: „Medienkompetenz als sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln in einer durch Digitalisierung und Mediatisierung geprägten Welt sehen wir im Projekt als grundlegende Kompetenz für Erwachsene und als eine wichtige Voraussetzung für die Berufsfähigkeit an.“

Regina Egetenmeyer, Professorin für Erwachsenenbildung/Weiterbildung, konkretisiert hinsichtlich der Digitalisierung der Weiterbildungseinrichtungen die Entwicklungslage und Potenziale: „Viele Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung befinden sich aktuell in einem digitalen Wandel, der die gesamte Organisationsstruktur betrifft. Damit verbunden ist eine hohe Innovationskraft dieses Bildungsbereichs. Diese Entwicklungen zu untersuchen und dabei Gelingensbedingungen zu identifizieren, ist Ziel des Projekts DigiEB“.

Eine wichtige gemeinsame Stärke im Projektverbund sehen die Beteiligten in der Wissensvernetzung: „Das Projekt ist dadurch gekennzeichnet, dass es die Expertise aus der Medienpädagogik und der Erwachsenenbildung/Weiterbildung der Universität Würzburg eng miteinander verzahnt. Wir erwarten dadurch hohe interdisziplinäre Erkenntnisgewinne“.

Impulse zur Praxisentwicklung

Wesentliches Element des Forschungsvorhabens ist die enge Kooperation zwischen Forschenden und Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis. Sie werden bereits im Verlauf der Datenerhebung und deren anschließender Auswertung kontinuierlich miteinander im Austausch stehen. Neben Interviews mit Expertinnen und Experten sowie Fragebogenerhebungen sind interaktive Fokusgruppendiskussionen, Webinare und eine abschließende Praxisveranstaltung Teil des Projekts. Die Ergebnisse daraus sollen am Ende die Fragen nach Gelingensbedingungen von Digitalisierung mit verschiedenen Mitteln umfassend beantworten.

Quelle: Gunnar Bartsch, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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