Interviewserie#6 Mobile Couponing: Nachgehakt bei barcoo!

barcoo

In der Interviewserie „Mobile Couponing Nachgehakt“ haben wir verschiedene Key Player aus dem Mobile Couponing Markt über die vergangenen 12 Monate, aktuelle Trends und Ergebnisse sowie zum Ausblick auf 2014 befragt. Hierzu haben wir 7 gleiche Fragen an die Interviewpartner gestellt.

In der heutigen Ausgabe haben wir mit Europas führenden Produktguide Anbieter über den Mobile Couponing Markt das geführt. CEO Benjamin Thym hat dabei eine sehr interessante Aussage getroffen:
„In Deutschland fehlt eine deutsche Tesco!“

  • Mz: Warum soll MC als Marketing Instrument eingesetzt werden?

BT:
Im Vergleich zu allen Werbeformaten, besitzt Mobile Marketing (Couponing) das höchste Involvement beim Konsumenten. Bei barcoo setzt sich der Konsument aktiv und auf eigenen Willen mit dem Produkt auseinander. Sozusagen weg vom soziodemographischen Marketing hin zum verhaltensbasierten Marketing.
Für die FMCG Branche, in der Gastronomie und bei anderen Einzelhandelsformaten wird Mobile Couponing sehr relevant werden und natürlich auch sehr interessant für den Konsumenten sein.
Hinsichtlich der Zielgruppen ist derzeit erkennbar, dass nicht nur eine junge Zielgruppe erreicht werden kann (14J-39J) sondern zunehmend auch die Zielgruppe 50+. Sie sind immer sehr intensive mobilen Nutzer bzw. Konsumenten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis spricht eindeutig für den Siegeszug von Mobile Marketing-Kampagnen.

  • Mz: Wie sind die letzten 12 Monate für „Ihr Unternehmen“ im MC gelaufen?

BT:
Mobile Marketing unglaublich toll und Mobile Couponing mau. Wir sind im Bereich MC aber auch kein typischer Betreiber, sondern verfolgen einzig und allein das Publishen. Natürlich gibt es auch 2013 immer noch einige Werbetreibende, die ihr Geld lieber in stecken als in mobile Kampagnen. Es funktioniert ja auch noch und ist einfach der gelernte Weg. Aber effizienter geht es mit mobilen Kampagnen. Es gibt jedoch sicherlich eine große Marktbeobachtung hinsichtlich: wer sind die richtigen Anbieter, wer bietet den besten Nutzen oder wer bildet bereits meine Kernzielgruppe ab. Hierunter fallen auch Neuprodukte aus dem Mobile Couponing, wie z.B. .

  • Mz: Wo sind aktuell Barrieren/Herausforderungen im MC?

BT:
Das Thema Clearing ist derzeit noch nicht ganz einfach. Sehr technisch und auch nicht einfach in der Nutzung. Bei jedem Anbieter ist der Weg ein anderer. Es fehlt weiterhin an nationalen Händler, die flächendeckend Mobile Couponing einsetzen. Auch bei der Vermarktung von Mobile Couponing sind wir noch in einer frühen Phase. Darüber hinaus fehlt oftmals die Offenheit bei den Advertisern, neues auszuprobieren und Erfahrungen aufzubauen. Hierzu gehören auch Fehler beim Einsatz einer zu machen.
Eine weitere Herausforderung ist sicherlich auch, dass Mobile Couponing ist noch kein gelerntes Verhalten beim Konsumenten ist. Sicherlich wird sich das in den kommenden Monaten und Jahren ändern.

  • Mz: Was war die beste Kampagne bei Ihnen in den letzten 12 Monate?

BT:
In die Kategorie Beste Kampagne hat es bisher aus unserer Sicht keine MC-Kampagne bei irgendjemanden in Deutschland geschafft. Es sind gute und befriedigende Kampagnen am Start gewesen. Solange es aber keine flächendeckenden Akzeptanzstellen im Handel gibt, die Nutzung beim Einsatz für die  Konsumenten sehr einfach ist, wird es schwer eine sehr gute Kampagne zu küren. Viele Produkte im Mobile Couponing sind derzeit eine Art Brückentechnologie und dienen oftmals als Erfahrungsschatzerweiterung. Diese sind natürlich sehr wichtig für aufkommende Mobile Wallets.

  • Mz: Wie ist ihr Ausblick/Einschätzung für 2014 auf dem MC Markt?

BT:
Das Wachstum wird weitergehen, keine Frage. Jedoch glaube ich auch 2014 noch nicht an einen Quantensprung im Mobile Couponing. Sicherlich werden weitere Konzepte und Produktinnovationen im Mobile Couponing zu sehen sein, z.B. die Art der Anreizsysteme. Diese werden nicht ausschließlich aus Rabatten bestehen, sondern auch mit oder Charity-Ansätzen neue Anstöße im Mobile Couponing geben.

  • MZ: Was ist ihr aktueller Wunsch im MC?

BT:
Eine deutsche Tesco! Also einen großen nationalen Händler, der offen für Neuheiten ist, vieles ausprobiert und testet, testet, testet. Jedoch sich auch traut, im Mobile-Markt Fehler zu machen. Als Lohn winkt die Führungsrolle und damit ein zukünftig starker Wettbewerbsvorteil.

  • MZ: Wie sind die Geschäftszahlen von MC für Ihr Unternehmen, können Sie uns ein paar KPI´s verraten? Aktive User, Reichweite, Anzahl der Kampagne, Mobile vs Offline/Online, Einlöseraten

BT:
barcoo hat mittlerweile mehr als 11 Mio. von seinen nativen erreicht! Davon sind monatlich je nach Saison 2-3 Mio aktive User. Der Traffic kommt zu über 80% über die native . Als Mobile First Company wie wir darf man aber nicht Mobile Exclusive sein. Sicherlich ist auch das Thema Desktop und nicht zu vernachlässigen, all das haben wir in den vergangenen Monaten erfolgreich auf die Straße gebracht. Die Anzahl der durchgeführten Kampagnen befinden sich auf einen sehr guten zweistelligen Wachstumskurs, darüber hinaus hat barcoo seinen Umsatz um 150% steigern können.

Vielen Dank für Ihre Zeit und das interessante Interview. Wir wünschen viel Erfolg für die kommenden Wochen und Monate im Mobile Couponing Markt. Im siebten Teil unserer Interviewserie haben wir Dominik Dommick, Geschäftsführer zu Gast.

Alle bisherigen Interviews der Serie Mobile Couponing Nachgehakt!:

  1. Interview scondoo
  2. Interview acardo AG
  3. Interview valuephone GmbH
  4. Interview Nubon
  5. Interview Coupies

Mehr über Mobile Couponing erfahren? Hier das aktuelle Mobile Couponing Dossier 2013 zum Download.

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Über Alexander Süßel 54 Artikel

Alexander Süßel ist Digitaler Consultant mit den Schwerpunkten Couponing, Loyalty und Location Based Services. Seine Fokusbranchen sind der Handel und die Konsumgüterindustrie.
U.a. hat er Berufserfahrung bei Nestlé, BrandLoyalty und Couponinghouse gesammelt. Mehr über Alexander auf XING oder www.as-auf-zeit.de

1 Kommentar

  1. Hallo Alexander,

    das sind ein paar interessante Einschätzungen von Benjamin Thym. Und wer in den letzten Jahren schon einmal in den Vereinigten Staaten oder Japan unterwegs war, der wird bestätigen können, dass wir in Deutschland wirklich noch am Anfang stehen.

    Das sieht man schon, wenn man einmal in der Fastfood-Filiale seines Vertrauens beobachtet, wie viele Kunden zwar mit ihrem Smartphone beschäftigt sind aber dennoch nicht auf die Coupons der hauseigenen Apps zugreifen.

    Ich bin davon überzeugt, dass sich mit zunehmender Verbreitung von Mobile Shopping-Lösungen auch deren Akzeptanz steigern wird.

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