Industrie 4.0 im Brennpunkt: Die Zeit für technische Spielereien ist vorbei

Foto: pixabay, Gerd Altmann

Laut dem Deutschen Industrie 4.0 Index gehören für jedes zweite Unternehmen Industrie 4.0 und der Einsatz industrieller Internet-Plattformen bereits untrennbar zusammen. Noch nutzen aber vor allem mittelständische Betriebe das Potenzial von Plattformen nur unzureichend. Es dominieren Einzellösungen und technische Fingerübungen. Für den Deutschen Industrie 4.0 Index hat die Unternehmensberatung Staufen zusammen mit den Experten von Staufen Digital Neonex rund 450 Industrieunternehmen in Deutschland befragt.

Ein gutes Beispiel für die ungenutzten Möglichkeiten industrieller Plattformen sind die Web-Portale vieler Werkzeugmaschinenhersteller, auf denen diese unter anderem Ersatz- und Zusatzteile sowie Dokumentationen verfügbar machen. „Noch hat hier jeder Anbieter ein streng abgeschirmtes und auf die eigenen Produkte beschränktes Portal“, sagt Dr. Jochen Schlick, Senior-Partner bei Staufen Digital Neonex. „Das geht natürlich an der Realität der Kunden völlig vorbei, da diese in der Regel Maschinen diverser Hersteller im Einsatz haben und deshalb zahlreiche Plattformen nebeneinander nutzen müssen.“

Gerade mittelständische Unternehmen sollten daher herstellerübergreifende Plattformen anstreben, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Und die Zeit läuft. Denn laut dem Deutschen Industrie 4.0 Index gehen mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen davon aus, dass Plattformen bereits in weniger als fünf Jahren eine große bis sehr große strategische Bedeutung für die eigene Branche haben werden.

„Nach den ersten Erfahrungen mit Cloud und Co. ist nun der Zeitpunkt für die Unternehmen gekommen, ihre bisherigen Plattform-Aktivitäten kritisch zu beleuchten“, so Industrie-4.0-Experte Schlick. „Es geht jetzt darum, die Phase technischer Spielereien hinter sich zu lassen, und die Plattform zum lukrativen Vertriebs- und Servicekanal zu entwickeln – und zwar über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts.“

Parallel zum strategischen Schwenk hin zur mehr Kooperation und einer gezielten Entwicklung des Service-Geschäfts dürfen die technischen Neuentwicklungen nicht außer Acht gelassen werden. „Der nächste Schritt bei den Plattformen ist die direkte Anbindung der Maschinen über das Internet of Things“, weiß Unternehmensberater Schlick. „Hierfür gilt es Echtzeitfunktionalitäten zu entwickeln, die dank des geplanten 5G-Netzes nun ebenfalls schon bald keine Spielereien mehr sind, sondern reale Geschäftschancen.“

Termin vormerken: NEXCON am 28. Februar 2019

NEXCON ist der internationale, voll virtuelle Kongress zum Thema Smart Manufacturing. Im Rahmen des 15-Stunden-Live-Events referieren führende Experten namhafter Unternehmen und Institutionen (u.a. BASF, Daimler, Schaeffler Group und Fraunhofer IPA) zu aktuellen Trends, Entwicklungen und gemachten Erfahrungen in den Bereichen Digitale Transformation, Data Analytics und Augmented sowie Virtual Reality im industriellen Anwendungsbereich. Darüber hinaus präsentieren sich in der digitalen Messehalle etablierte Unternehmen und innovative Newcomer. Im Mittelpunkt der NEXCON 2.0 steht zudem die Verbindung der deutschen Initiative “Industrie 4.0“ und der chinesischen Initiative“Made in China 2025“. Weitere Informationen für Teilnehmer, Aussteller und Partner unter: www.nexcon.digital

Quelle: STAUFEN.AG

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