Hinken deutsche Städte und Kommunen der Digitalisierung hinterher?

Foto: pixabay, Gerd Altmann

Readiness Check“ vom Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und TÜV Rheinland / Weiterhin große Diskrepanz zwischen digitalen Erwartungen und kommunalen Angeboten / Fördermöglichkeiten bleiben oft ungenutzt

Städte und Gemeinden in Deutschland haben beim Umbau zu digitalen Städten und Regionen noch einen weiten Weg vor sich. Zugleich nutzen viele Kommunen die staatlichen Fördermöglichkeiten für den Ausbau im Bereich der nicht konsequent genug. Dennoch sind Tendenzen zu einer Verbesserung der digitalen Angebote zu erkennen, wenn auch noch nicht flächendeckend. Die Bandbreite der Ergebnisse des „Smart City Readiness Check“ vom Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und von TÜV Rheinland macht deutlich: Der Stand der Umsetzung digitaler Lösungen in deutschen Kommunen ist sehr unterschiedlich.

Smarte Cities stehen noch am Anfang

Für die Studie wurden die 500 größten Städte und Kommunen in Deutschland einbezogen und nach den Themen digitale Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie befragt. Mehr als jede fünfte nahm im Zeitraum von Ende Juli bis Ende September 2018 an der Befragung aktiv teil. Das Fazit: „Kommunen müssen bei der Digitalisierung jetzt mehr Fahrt aufnehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie von der Entwicklung abgehängt werden und somit an Attraktivität sowohl als Arbeitgeber als auch als Wohn- und Arbeitsort verlieren“, sagt Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. „Positiv stimmt uns hingegen, dass viele der Themen in den Kommunen angekommen sind und für die kommenden Jahre digitale Umbauvorhaben geplant werden.“ Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund eines flächendeckenden Ausbaus des neuen Mobilfunkstandards 5G wichtig.

Kapazitäten und Know-how fehlen häufig

Problematisch ist, dass es an Kapazitäten und Know-how fehlt, die Vorhaben zügig umzusetzen. „Die verhältnismäßig geringe Nutzung von Fördermöglichkeiten zeigt, dass ein Abbau der Förderbürokratie und mehr Beratung dringend notwendig sind“, so Gürkan Ünlü, Leiter der Geschäftsentwicklung bei der TÜV Rheinland Consulting sowie Leiter des Corporate Center of Excellence Data Analytics bei TÜV Rheinland. „Aus unserer Sicht ist es nötig, Lösungen für Digitalisierungsprojekte anzubieten, die sich auf mehrere Städte und Kommunen übertragen lassen. Keine Stadt hat etwas davon, das Rad jedes Mal neu zu erfinden.“

Ergebnisse zu digitaler Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie

Die Ergebnisse des „Smart City Readiness Check“ umfassen die vier Themenbereiche digitale Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie. Weitere Resultate sowie Hintergrundinformationen stehen auch unter www.tuv.com/presse zum Download zur Verfügung. Weitere Details werden der Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und TÜV Rheinland im Rahmen der Smart City Plaza auf der Glasfasermesse „Fiberdays19“ am 28. und 29. März in Wiesbaden vorstellen.

Quelle: TÜV Rheinland

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