Smart City: KI für die Mobilität von Morgen

Quelle: Gerd Altmann, pixabay

: für die von Morgen

Mobilität in der Smart City – wie sie gestaltet werden kann und welche technologischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen, das erforscht zukünftig ein 25-köpfiges Team des Interdisziplinären Zentrums für and Data Analytics (IZMD) der Bergischen Universität Wuppertal unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Anton Kummert, Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Elektrotechnik und Theoretische Nachrichtentechnik. Für die Bearbeitung des Projekts „Bergisch.Smart: Künstliche Intelligenz als Enabler für die Mobilität von Morgen“ erhält die Universität vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW eine Förderung von rund 5,2 Mio. Euro.

In dem Projekt, das im Rahmen des Programms „Digitale Modellregion NRW“ läuft, arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam in einem Konsortium mit der Aptiv GmbH, den Stadtwerken Wuppertal, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Neuen Effizienz GmbH sowie mit den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid. Es geht darum, Mobilität für das gesamte Bergische Land neu zu denken. Das alles unter Einbezug von Technologien der Künstlichen Intelligenz und vor allem der Bürgerinnen und Bürger. „Dieses Projekt betrachtet die Region und ihre künftigen Mobilitätsherausforderungen ganzheitlich. Angesichts modernster Technologien, die hier miteinander verbunden werden, begibt sich das Bergische Land auch im bundesweiten Vergleich auf die Überholspur. Zugleich sehen wir ein exzellentes Beispiel für transdisziplinären Wissenschaftstransfer“, lobt Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch. 

Insgesamt fünf zusammenhängende Handlungsfelder haben die Projektpartner identifiziert, die für sie die Entwicklung hin zu einer Smart City charakterisieren. Im Rahmen dieser Handlungsfelder sollen nachhaltige und innovative Mobilitätskonzepte erstellt werden. Das Potenzial ist mit Blick auf den technologischen Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz, insbesondere Machine Learning und Data Analytics, groß. „Aus dem Großprojekt Bergisch.Smart ergeben sich viele spannende -Projekte und Themen, die wir wissenschaftlich begleiten werden. Wir werden unser gesamtes Know-how auf dem Gebiet der einbringen und damit zur Entwicklung einer vernetzten Region beitragen“, erklärt Prof. Kummert.

Dieses Know-how dient dann beispielsweise der Aptiv GmbH. Das Unternehmen entwickelt neue Fahrzeugsysteme, die zukünftig das autonome Fahren ermöglichen sollen. Die Stadtwerke wiederum arbeiten im Rahmen des Projekts an einer „Service-on-demand“-Fahrzeugflotte. Hier geht es nicht um autonomes Fahren, sondern um eine effiziente Beförderung von Personen. Niemand soll lange warten – um das zu ermöglichen, müssen Routen- und Netzplanungsdaten gesammelt und von einer Künstlichen Intelligenz verarbeitet werden. „Wenn nun ein Fußgänger per App ein Fahrzeug anfordert, rechnet das System aus, welcher Fahrer mit seinem Fahrzeug am geeignetsten für die anstehende Fahrt positioniert ist und schickt diesen zum Auftraggeber“, skizziert Kummert.

Zusätzlich sollen diese Fahrzeuge mit Sensoren und Modulen ausgestattet werden, um Technologien des autonomen Fahrens zu erproben und weiterzuentwickeln. Denkbar ist außerdem, dass die Fahrzeuge nicht nur Personen, sondern auch Güter befördern. Das würde kleinen Unternehmen zu Gute kommen, die darüber Lieferungen an Kunden abwickeln könnten. Letzteres ist wiederum ein großes Anliegen der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

„Wir arbeiten hier an der Zukunft und wir wissen, dass es in der Gesellschaft auch Ängste und Sorgen zu Themen wie KI und dem autonomen Fahren gibt. Das Projekt betrachtet Mobilität entsprechend als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher werden wir uns über die gesamte Projektlaufzeit intensiv mit den Bürgerinnen und Bürger austauschen“, erklärt Monika Gatzke, Geschäftsführerin des IZMD.

Quelle: Marylen Reschop, Bergische Universität Wuppertal: Smart City – Künstliche Intelligenz für die Mobilität von Morgen

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