chayns: Mobile Commerce App aus dem Baukasten

Mobile Commerce App

Digitalisieren ist im Prinzip eine klasse Sache, aber kleine Unternehmen scheuen oft den Schritt in die digitale Welt, auch im Mobile Commerce. Meistens wird darin ein Großprojekt gesehen, welches die eigenen Ressourcen übersteigt.

Facebook Page = mobile App

Digitalisieren wird einfacher mit chayns, sagt Tobit. Damit man nicht bei Null anfängt, baut chayns aus einer vorhandenen Facebook-Seite mit wenigen Klicks eine eigene Smartphone App. Tobit spricht von über 100.000 Unternehmen und Organisationen, die auf diesem Weg bereits den Einstieg in die Digitalisierung und den Mobile Commerce gefunden haben.

Tobit Software im Jahr 1986 von Tobias Groten im westfälischen Ahaus gegründet, ist vor allem für sein Kernprodukt David eine Unified Messaging Plattform bekannt. Mit chayns will Tobit vor allem Unternehmen aus dem SMB- (Small Medium Business) Bereich die Möglichkeit geben, ohne großen Aufwand Digitalisierungsprozesse voran zu treiben.

Mobile Commerce Baukasten

Dabei hilft, dass alles lästige, teure und fehleranfällige von Maschinen gemacht wird. Weitere Features sind beispielsweise:

  • Responisve Webseiten
  • Kundenbindung über Push Notifikation
  • Online Shop mit Bezahlfunktion
  • Terminkalender und Ticketing

Die Möglichkeit, sich eine App auf Basis einer Facebook Seite zu erstellen wird gratis angeboten. Eine Bezahlfunktion gibt es als kostenpflichtige Erweiterung.

Mobile Payment inklusive

Das Payment wird über eine eigene Finetrading  Plattform namens OPM  realisiert. Tobit zeigt hier Humor, denn OPM steht für „Others Peoples Money“.

Es werden Konten für Anbieter und Käufer geführt, Zahlungen per PayPal, Kreditkarte, SOFORT Überweisung oder Bankeinzug abgewickelt und geprüft, sowie automatisch alle Rechnungen und Belege und Statistiken erstellt. Der Händler zahlt hierfür eine Gebühr in Höhe von 5,9 Prozent des Umsatzes.

Restaurant als Show Case

Tobit betreibt mit dem BamBoo! in Ahaus direkt neben dem Firmen Campus ein Restaurant als Show Case. Im Restaurant gibt es kein Bargeld mehr. Der Kunde kann sich entweder die App installieren und damit bezahlen oder er zieht sich am Eingang eine fähige Karte, auf die ein Guthaben eingezahlt wird (Cash oder mit Karte). Beim Rausgehen kann man sich den Restbetrag wieder auszahlen lassen.

Im Restaurant selber hat das Personal NFC fähige Android Smartphones als Kassenterminals. Kunden, die bereits die BamBoo! App installiert haben, brauchen nicht auf eine Bedienung warten. Einfach das gewünschte Gericht von der digitalen Speisekarte wählen, Tisch Nummer eingeben und auf die Bestellung warten. Bezahlt ist das Gericht auch schon, wenn es an den Tisch gebracht wird.

Wer diese Vorteile erst im Restaurant erkennt, nachdem er bereits eine NFC-Karte gezogen hat, kein Problem. Einfach die App installieren und den Guthabenbetrag mit Hilfe eines NFC-fähigen Smartphones auf die App übertragen. Wer als chayns Händler selber NFC-Karten in seiner Location verwenden möchte, kann diese übrigens bei Tobit bestellen.

Fazit

chayns bietet einen schnellen Einstieg in die App Ökonomie. Kleine Unternehmen können hier erste Digitalisierungsprojekte testen, ohne dafür ein Vermögen berappen zu müssen. Eine Facebook-Seite als Ausgangspunkt ist ein sinnvoller Ansatz, denn nur dadurch, dass ein Unternehmen eine App erstellt, ist noch kein Kunde gewonnen. Man muss seine Produkte auch „bespielen“ und das kann man mit chayns preiswert ausprobieren.

Auf den ersten Blick erscheinen 5,9 Prozent Gebühr für eine Zahlungsdienstleistung in Zeiten der Interchange Regulierung extrem hoch. Wer nur ein Standard Verfahren zur Kartenzahlung benötigt, wird wahrscheinlich schnell ein besseres Angebot finden.

chayns liefert aber weitere Mehrwerte. So kann ein Imbiss oder eine Pizzeria das Ganze zu einer Liefer-App ausbauen. Wenn man dann die Preise von Lieferheld & Co dagegen hält, differenziert sich das Bild. Zwar kommt hier die shared Economy mit einem großen Reichweiten-Versprechen, bis aber die getätigten Grundinvestitionen wieder eingespielt sind, dürfte eine Weile vergehen.

Wer alles vorher mal Life anschauen will, kann nach Ahaus fahren und sich selber überzeugen. Eine coole Location ist das BamBoo! allemal.

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Über Rudolf Linsenbarth 88 Artikel
Rudolf Linsenbarth ist Senior Consultant für den Bereich Mobile Payment und NFC bei der COCUS Consulting GmbH. Zuvor war er 11 Jahre im Bankbereich als Senior Technical Specialist bei der TARGO IT Consulting (Crédit Mutuel Bankengruppe). Hier auf mobile zeitgeist schreibt Rudolf Linsenbarth in eigenem Namen .Mehr über Rudolf auf Twitter @Holimuk oder bei XING.

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