Weltfrauentag: Women in Tech haben viel erreicht, aber noch mehr vor

Der Weltfrauentag dient als Reflektion für die Wahrnehmung von Frauen in der Technikwelt.
Foto: pixabay, Free-Photos

Der am 8. März ist in Deutschland als gesetzlicher Feiertag angekommen. Zumindest in Berlin. Ob dieser arbeitsfreie Feiertag auch in anderen Bundesländern in Zukunft Schule machen wird, bleibt offen. Doch zeigt die Diskussion, dass die Anerkennung und Bedeutung des internationalen Frauentages weiter zunimmt. Für was steht der Frauentag? Für das, was im Zuge der Gleichberechtigung von Frauen in Beruf und Alltag erreicht wurde. Aber auch dafür, was noch zu tun ist.

Silicon Valley ist bis heute kein Ort für Geschlechtervielfalt und Emanzipation

In den letzten Jahren gab es wichtige Entwicklungen, die der Frauenrolle neue Aufmerksamkeit entgegenbrachten. Beispielsweise das Buch von Sheryl Sandberg “Lean In” im Jahre 2013. Oder die #MeToo-Bewegung Ende 2017. Und doch zeigt sich, das gerade im Berufsleben immer noch vehemente Unterschiede zwischen Mann und vorherrschen.

Insbesondere für Frauen in der Tech-Branche ist und bleibt es schwer, Fuß zu fassen und dieselbe Wahrnehmung wie ihre männlichen Mitstreiter zu erlangen. Viele müssen täglich darum kämpfen, ihre Kompetenz und Glaubwürdigkeit zu verteidigen. Sillicon Valley ist bis heute ein Ort von wenig Geschlechtervielfalt und Emanzipation. In den wichtigsten Tech-Unternehmen sind Frauen nur im unteren Drittel in der Führungsebene besetzt. Dieses Ergebnis bringt zwei Probleme mit sich. Zum einen scheint das Vertrauen in Frauen aufgrund ihrer geringen Anzahl in den Führungspositionen noch relativ gering. Zum anderen erhalten Frauen im Tech-Bereich so auch gar nicht erst die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Stereotype über Mann und Frau werden bis heute bedient

Bis heute herrscht ein immenses Unwissen über Frauen und ihre Bedeutung in der Technikgeschichte vor. Ob , die das erste Computerprogramm schrieb, Grace Hopper, welche der Programmiersprache COBOL den Weg ebnete oder Katherine Johnson, die NASA-Mathematikerin, die maßgeblich beitrug, John Glenn in den Weltraum zu befördern – alles Frauen, die trotz ihrer geschichtlichen Leistung durch große männliche Namen verdrängt wurden. Diese verzerrte Wahrnehmung um Frauen und ihr Wirken in der Tech-Welt liegt unter anderem darin begründet, dass männliche und weibliche Stereotype bis heute bedient werden. Die Frau, die mit Technik nicht umgehen kann, existiert dabei ebenso in vielen Köpfen vor, wie der männliche Computerfreak, der sozial nicht kompatibel ist.

Frauen müssen täglich mit solch gesellschaftlich geprägten Vorurteilen in der Tech-Welt kämpfen und sich ihren Platz beweisen. Viele tun dies mit Erfolg. Und einige werden auch inzwischen wahrgenommen. Die zuletzt veröffentlichte Forbes-Liste der 50 wichtigsten Frauen in der Tech-Welt kann als Beispiel dafür dienen, dass eine verbesserte Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird. Allerdings müssen wir noch daran arbeiten, dass dieses neue Interesse nicht nur als Trend, sondern in Zukunft als Selbstverständlichkeit angesehen wird.

Nachtrag: Auf der Suche nach einem passenden Titelbild, um diesen Artikel entsprechend zu illustrieren, sind wir auf pixabay mit den Suchbegriffen „Chef“ und „Büro“ übrigens auf diese anschauliche Darstellung einer Frau in der Führungsebene gestoßen. :-)

Carsten Thomas
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Autor und Gamingnerd. Stets interessiert an Tech-Innovationen, Medienwandel und Technikutopien. Redakteur bei mobile zeitgeist.

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