Veröffentlichter Leak entzaubert die Wunder-App „Clinkle“

clinkle

Im Sommer verblüffte der 22-jährigen Lucas Duplan mit seinem Start-Up “Clinkle” die gesamte Branche. Das Verblüffende war nicht das Produkt oder die Idee. Verblüffend war zunächst einmal nur eines: mit 25 Millionen US-Dollar bekam Clinkle die bisher höchste Seed-Finanzierung im Silicon Valley. Doch nicht nur die Höhe der Finanzierung, auch die Liste der Investoren sorgte für Aufmerksamkeit . Neben Investmentfirmen Accel Partners und Andreessen Horowitz, steht auch Qualcomm-Mitgründer Andrew Viterbi und Salesforce-Gründer Marc Benioff auf der Liste der Geldgeber.

Bis auf eine weitestgehend nichts sagende Webseite und das es sich bei Clinkle um eine Payment-Applikation handeln sollte, gab es keine weiteren Infos. Nur, dass es sich nicht weniger als um eine Revolution im mobile Payment handele.

Seit gestern gibt es nun einen “Leak” zu Clinkle bestehend aus einem Blog und Youtube-Video, welches die Funktionen von Clinkle demonstrieren soll.

Das Video zeigt die angebliche Funktionsweise von Clinkle. Clinke scheint aus zwei unterschiedlichen Apps zu bestehen. Einer Händler-Komponente, also einer Art Kassensystem und der Kunden-App, der App zum Bezahlen von Transaktionen.

Man sieht wie Peer-2-Peer Zahlungen getätigt werden können oder wie der Bezahlprozess an der Kasse aussieht. Es wird gezeigt, wie Clinkle Kreditkarten, und Transaktionen verwaltet. Das User-Interface ist (im gezeigten Bild) organisch und entspricht nicht dem aktuellen Trend der flachen Benutzerobeflächen, wie er z.B. im Holo-Design oder bei 7 zum Einsatz kommt. Bargeld und auch Kreditkarten werden wie z.B. bei finanzblick oder lemon, fotorealistisch abgebildet.

Offenbar scheint es auch auch eine in-App Kaufmöglichkeit für unterschiedliche Karten-Designs zu geben.

Zum Ende des Videos wird auch die Funktion “Aeorlink” demonstriert. Bei Aerolink soll es sich um eine Technologie handeln, die eine Ultraschall-Verbindung zwischen der Clinkle App und der Clinkle Kassen-App herstellt um Transaktionen, also den Bezahlprozess, abzuwickeln. Bei diesen Ultraschall-Tönen handelt es sich um eine codierte Verbindung, die verschiedene Informationen wie Händler-ID, Kassen-ID und Transaktions-ID enthält.

Clinkle selbst möchte die Veröffentlichungen nicht kommentieren.

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Über Maik Klotz 23 Artikel
Maik Klotz ist Head of New Business bei einem der größten Software Anbieter in Deutschland mit Schwerpunkt auf mobile Apps im Bereich Finanzen. Seine Stationen sind vielfältig: Produktmanager, Business Development Manager, Design Strategist und CEO. Maik Klotz ist ein Produktmensch, mit Fokus auf den Anwender.

1 Kommentar

  1. Interessantes Leak-Video, vermutlich ist der Grund für die massiven Investitionen die Erfahrung mit Paypal – nur das es eben mobil wird. Bin gespannt was da auf uns zu kommt.

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