IZA/XING-Studie: Mehr als 6 Stunden ihrer Freizeit verbringen Beschäftigte pro Woche mit Arbeit

Foto: pixabay, Gerd Altmann

Die zwischen Arbeit und verschwimmen in beide Richtungen

Mehr als sechs Stunden ihrer verbringen Beschäftigte in Deutschland pro Woche im Schnitt mit beruflichen Aktivitäten. Umgekehrt entfallen durchschnittlich mehr als vier Stunden der formellen Arbeitszeit auf private Erledigungen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Rahmen der Studie „ in Deutschland“ hervor, die das Bonner zur Zukunft der Arbeit (IZA) gemeinsam mit dem Karrierenetzwerk XING durchführt.

Die Digitalisierung schafft einerseits neue Möglichkeiten, flexibel an die jeweiligen Bedürfnisse anzupassen. Andererseits lösen sich dadurch die von Arbeit und immer weiter auf. Die Ergebnisse der /XING-Studie zeigen: Nur noch bei jedem fünften Beschäftigten sind diese Lebensbereiche klar voneinander getrennt.

Rund 64 Prozent der 1.859 befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 25 und 54 Jahren gaben an, in ihrer Tätigkeiten nachzugehen, die eher ihrer regulären Arbeitszeit zuzurechnen sind. Dazu zählen beispielsweise das Beantworten dienstlicher E-Mails oder die Beschäftigung mit Fachliteratur. Vier von zehn Arbeitnehmern verbringen damit mehr als zwei Stunden pro Woche.

Umgekehrt gaben zwei Drittel der Befragten an, sich während ihrer Arbeitszeit teilweise mit nichtdienstlichen Aktivitäten wie Online-Einkäufen oder privaten E-Mails zu beschäftigen. Rund 36 Prozent verbringen mehr als zwei Stunden ihrer wöchentlichen Arbeitszeit mit privaten Erledigungen. Insgesamt halten sich bei knapp der Hälfte der Befragten berufliche Tätigkeiten in der und private Aktivitäten im Job etwa die Waage.

Laut /XING-Studie neigen männliche Arbeitnehmer vergleichsweise häufiger dazu, Arbeit nach Dienstschluss oder Privates am Arbeitsplatz zu erledigen. Der Unterschied zu weiblichen Beschäftigten beträgt in beiden Fällen sechs Prozentpunkte. Jüngere Arbeitnehmer unter 35 Jahren verbringen mit rund acht Stunden pro Woche knapp doppelt so viel mit Beruflichem wie ältere Beschäftigte ab 45 Jahren.

-Chef Hilmar Schneider, der die neuen Ergebnisse heute im Rahmen der XING-Veranstaltung „ Experience“ in Hamburg vorstellt, sieht durch die Vermischung von Arbeit und auch die Definition und Erfassung von Überstunden erschwert. „In der digitalen Arbeitswelt geht der zur Vertrauensarbeitszeit, aber auch zur Pauschalvergütung von Überstunden“, sagt Schneider. Unternehmen und Beschäftigte seien gefragt, mit der neu gewonnenen Flexibilität verantwortungsvoll umzugehen und bedarfsgerechte Lösungen zu finden, von denen beide Seiten profitieren.

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Quelle: Mark Fallak, IZA – Institut zur Zukunft der Arbeit: Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen in beide Richtungen

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