Digitales Fahrtenbuch mal anders: VW und Google stellen SmileDrive vor

smiledrive

Anfang des Jahres hatte ich bereits einen Artikel über den Einzug mobiler und digitaler Technologien ins Automobil („Das Auto wird mobil„) geschrieben. Es sollte niemanden verwundern, dass dieses Thema nach wie vor aktuell ist und mittlerweile oberste Prio bei Automobilherstellern genießt. Je mehr sich das mobile Nutzungsverhalten im Alltag manifestiert, umso wichtiger wird es in Zukunft werden, entsprechende Bedürfnisse zu decken.

Letzte Woche hat Volkswagen die App „SmileDrive“ vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit entstand. Die social App ist ein wenig wie Nike+ oder Runtastic fürs Autofahren und zeigt besonders schön, wie man mit dem Thema umgehen kann, ohne die 1.000ste -, Navigations oder Wetter-App vom Smartphone aufs Dashboard zu portieren.

Mit der App kann man seine Freunde an seiner Fahrt teilhaben lassen. Per wird die Position getrackt und in Echtzeit auf einer Karte gezeigt. Ich Echtzeit können dann die Freunde auch ihre Kommentare abgeben und sich so an einer Fahrt beteiligen. Man kann besonders schöne Routenoptionen kommentieren oder vielleicht auch Tipps zu Restaurants auf der Strecke hinterlegen. Nimmt man als Fahrer (oder besser Beifahrer) Fotos während der Fahrt auf, werden diese automatisch hochgeladen und der aktuellen Position hinterlegt. So kann man besondere Eindrücke mit seinen Liebsten teilen, die dann wiederum das Fotos kommentieren können.

Also eine durch und durch soziale Anwendung, die es schafft, die reale und digitale Welt miteinander zu verknüpfen, und zwar so, dass man Spaß dran hat und sogar einen kleinen Nutzen darin findet. Die App () ist zwar von VW und man hinterlegt seine Fahrzeugkonfiguration, mann kann sie aber auch mit jedem anderen Fahrzeug nutzen.

https://www.youtube.com/watch?v=ImFY-lSkCSM

Was bei solch einer App natürlich nicht fehlen darf, ist das -Element. Damit man auch brav die App längerfristig nutzt, gibt es verschiedene Belohnungen für den Nutzer. So werden „Punches“ vergeben, wenn man einem anderen Volkswagen begegnet, der ebenfalls die App nutzt. Ähnlich wie bei , gibt es weitere „Stickers“ für besondere Punches, wenn man z.B. eine gleiche Wagenkonfiguration trifft, besonders viele Fotos macht, lange Strecken fährt usw.

Google hat sich mit seinem Art, Copy & Code Programm auf die Fahnen geschrieben, Werbung neu zu definieren. In einer Experimenten-Reihe macht sich Google mit innovativen Brands, Storytellern und Bastlern auf die Suche nach neuen Konzepten, woraus dann u.a. auch die Volkswagen App SmileDrive entstand. Unter dem Titel „Useful Marketing – Creating Tools, Not Just Ads“ wurde die App geboren, die zeigen soll, wie man man seine Marke in den Alltag der Nutzer sinnvoll oder hilfreich integrieren kann.

Der Suchmaschinenkonzern verdient zwar immernoch seinen Großteil mit Werbebannern, aber man hat schließlich auch in Mountain View erkannt, dass die klassische „Unterbrecher-Werbung“  immer weniger gut funktioniert.

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Über Goran Minov 31 Artikel
Nach Stationen als Online-Projektmanager und Senior Konzeptioner ist Goran heute als Schnittstelle zwischen Kreation, Strategie und Kundenberatung nun seit 2010 als Emerging Media Manager bei MRM Frankfurt tätig, wo er das Ohr auf der Schiene hat und nach Innovationen und Trends Ausschau hält.

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