Industrie 4.0: Wenn Mitarbeiter spielen

Quelle: Pixabay, rawpixel

Eine Smart Factory spielend erleben – mit dem Planspiel „Industrie 4.0 aus dem Koffer“

Industrie 4.0 wird nicht mehr nur als teure zukunftsträchtige Vision großer Unternehmen gesehen, vielmehr haben kleine und mittlere Unternehmen erkannt, dass sie von den vielversprechenden Möglichkeiten vernetzter und effizienter Produktion sowie neuen Geschäftsmodellen ebenfalls profitieren können. Das Planspiel „Industrie 4.0 aus dem Koffer“ greift die hochaktuelle Thematik von Industrie 4.0, insbesondere für KMUs, auf und vermittelt Entscheidern und Anwendern im Unternehmen die relevanten Grundlagen, um ihre bestehende Lean-Fertigung zukunftsfähig auszurichten.

Das Planspiel wurde unter dem Dach des Intralogistik-Netzwerks Baden-Württemberg e.V. entwickelt. Kooperationspartner sind die PROTEMA Unternehmensberatung, LOPREX, die Hochschule Mannheim sowie die Hochschule Ulm.

Das didaktisch aufgebaute, interaktive Planspiel macht mögliche Vorteile und Nutzen von Industrie 4.0 verständlich und die Potenziale erlebbar. Entscheider und Führungskräfte werden in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt, ob sie in ihrem Unternehmen Industrie 4.0 einsetzen wollen und sollen. Sie erhalten erste Ideen zur Umsetzung durch den Übertrag der erlebten Beispiele auf die eigene Situation.

Spielsituation

Im Planspiel wird ein produktionslogistisches System zur Serienfertigung von Leiterplatten abgebildet. Die Leiterplatten werden hierbei aus verschiedenen LEGO®-Bausteinen zusammengebaut. Der Produktionsablauf umfasst drei Montagearbeitsplätze, die nacheinander über sechs Runden durchlaufen werden. Abgeschlossen wird die Produktion mit einem Arbeitsplatz der Qualitätssicherung. Zum Produktionsaufbau gehört zusätzlich ein Lager zur Produktionsversorgung, das von einem Kommissionierer betreut wird. Gleichzeitig versorgt der Kommissionierer während der Spielrunden die Montagearbeitsplätze mit den benötigten Bauteilen. Sofern Bedarf besteht oder ausreichend Teilnehmer vorhanden sind, kann zusätzlich die Position des Lageristen besetzt werden. Diese Rolle übernimmt – sofern vorhanden – die Bereitstellung der Bauteile im Lager, sodass der Kommissionierer sich auf die Versorgung der Montageplätze konzentrieren kann. Zwischen fünf und zehn Planspielteilnehmer können durch die Übernahme eines Arbeitsplatzes am Planspiel aktiv mitwirken. Jede Spielrunde wird vom Spielleiter anhand von Kennzahlen ausgewertet. Die Spielzeit beträgt einen Tag.

„Wie in der realen Produktion geht es auch im Planspiel darum, die Prozesse so zu gestalten, dass Termine und Kosten eingehalten werden können. Darüber hinaus soll eine starke Kundenorientierung durch Flexibilisierung der Produktion bei stabilen Durchlaufzeiten und niedrigen Bestände erreicht werden“, erklärt Dr. Jörg Pirron als einer von vier Geschäftsführern von PROTEMA.

Das Planspiel ist so kompakt gestaltet, dass es ohne große Umstände in die einzelnen Unternehmen gebracht und dort gespielt werden kann. In der eigenen Umgebung kann im Anschluss direkt der Übertrag auf die persönliche Ausgangssituation erfolgen. Sollte im Unternehmen, nicht zuletzt angeregt durch das Planspiel, eine Umgestaltung stattfinden, können durch eine Teilnahme am Spiel auch betroffene Mitarbeiter die übergreifenden Vorteile selbst „erspielen“.

Quelle: Protema

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