Design Patterns: Raus aus Wartungshölle und Design-Chaos

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Wie Mobile Enterprise Business Plattformen mit einer Design Pattern Library die Basis für effizientere App-Entwicklung bilden.

Die Anzahl der steigt im privaten Bereich immer weiter. Laut Statista befinden sich in Play 1.000.000 und im 1.200.000 Apps. Wenn die Mitarbeiter privat nicht mehr auf und Apps verzichten können, kann man die Geräte doch auch beruflich nutzen. So denken viele Unternehmen, die damit beginnen Prozesse zu mobilisieren.

Die Anzahl mobiler Unternehmenslösungen steigt im kommenden Jahr von 12 auf durchschnittlich 17 Applikationen pro Unternehmen. (Quelle: Statista)

Den Pionieren auf diesem Gebiet ist schnell klar geworden, dass die neue App-Landschaft im Unternehmen nicht nur Vorteile hat, sondern auch Sicherheitsrisiken bedeutet und enorme Ressourcen in der Wartung verschlingt. Die rasante Entwicklung der Endgeräte und der Umstand, dass man jede wichtige Applikation für mindestens zwei Betriebssysteme bauen muss, sorgen für tiefe Stirnfalten in den IT-Abteilungen. Hinzu kommt, dass die Apps sich in Bezug auf die Einfachheit der Benutzung am Niveau anderer Apps orientieren müssen. Nur dann werden Sie akzeptiert und bringen dem Unternehmen Vorteile (siehe Einschub).


  • Vorteile durch die Bereitstellung mobiler Lösungen und Dienstleistungen
  • erhöhte Flexibilität und Mobilität für Mitarbeiter
  • schnellere Entscheidungsprozesse
  • erhöhte Produktivität/Effizienz der Mitarbeiter durch besseren IT-Einsatz
  • verbesserte Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern
  • orts- und zeitunabhängiger Zugriff auf Unternehmensanwendungen
  • erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit
  • Verbesserung bestehender Geschäftsprozesse

> Bei allen Vorteilen führt aber nur eine erhöhte Nutzerfreundlichkeit zum Erfolg in der Anwendung

Quelle: Statista; Auswahl der wichtigsten Aspekte für mobile Lösungen, Quelle: IDC, 2013, n = 276 IT- und Fachbereichs-Entscheider aus Unternehmen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern


Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder, dass die Unternehmen zunehmend in standardisierende Maßnahmen investieren, darunter auch sogenannte „Mobile Enterprise Application Platforms“ (MEAP). Die technische Entwicklung, Integration, Deployment und das Management von Apps werden beschleunigt. Aber was bringen diese Plattformen für Akzeptanz, Benutzerfreundlichkeit und eine übergeordnete unternehmensweite Nutzererfahrung – die laut Forrester der Kern jeder mobilen Strategie sein muss?

Standards in der Software-Entwicklung: Fluch und Segen

Im schlimmsten Fall wirken die Standards einschränkend und senken das Niveau der Nutzererfahrung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das ist ebenso problematisch wie ein erstklassiges UX-Design (UX = ), das die technische Plattform überfordert und nur über Sonderwege realisierbar ist. Auch das Design der Benutzerschnittstelle kennt Standards. Wir nennen sie Gestaltungsmuster (Design Patterns). Jede Applikation basiert zu weiten Teilen auf reproduzierbaren Modulen, die sich von App zu App nur wenig unterscheiden. Ansichten, Eingabemasken und Übersichten können flexibel aus einer kleinen Menge von Elementen hergestellt werden. Auch und Informationsarchitektur folgen bestimmten Mustern, die häufig von den Betriebssystemen vorgegeben werden. Das Problem: Diese Standards sind im Normalfall nicht dokumentiert. Und so werden von App zu App die gleichen Herausforderungen jedes Mal von neuem und immer ein wenig unterschiedlich gelöst.

Design Patterns setzen Standards in der

Mit der Nutzung von Design Patterns sieht das ganz anders aus. In einer Bibliothek stehen bereits dokumentierte Lösungen für definierte Probleme zur sinnvollen Kombination bereit. Wer jetzt an einen Lego-Baukasten denkt, hat die richtige Metapher im Kopf. Eine Design Pattern Library (DP-Lib) ermöglicht die schnelle Kombination von standardisierten Komponenten für eine individuelle und nutzerfreundliche Applikation. Das hilft der IT, die sich bereits im Vorfeld auf die verwendeten Design Patterns einstellen kann, und den Gestaltern, die Routinen schneller abarbeiten können. Die Design Pattern Library ergänzt so die mit dem Einsatz einer Mobile Enterprise Application Platform verfolgten Ziele. Natürlich ist die DP-Lib nicht als statisches Gebilde zu verstehen. Testergebnisse, Technische Anforderungen, Codelets und die Erfahrung aus und bestehenden Lösungen können in dieses offene Dokumentationssystem einfließen.

Design Pattern Library: Zentrale Ebene der Mobile Enterprise Application Platform

Nach und nach entsteht so eine solide Wissensbasis, die allen Beteiligten wertvolle Unterstützung bietet. Der Aufbau einer solchen Bibliothek kann schrittweise aus organischem Wachstum erfolgen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass eine Akzeptanz der DP-Lib erleichtert wird, wenn schon zu Beginn Lösungen zur Verfügung stehen. Die Erstbefüllung sorgt für Quick Wins und vermittelt die Schnelligkeit und Flexibilität im Einsatz. Mit der gewonnenen Zeit kann die DP-Lib weiterentwickelt und an die unternehmensspezifischen Besonderheiten (Workflows, Prozesse) angepasst werden.

Von der übergeordneten User Experience zur Corporate SDK

Die Entwicklung neuer Applikationen wird sich mit der DP-Lib schnell und nachhaltig verändern. UX und Technik werden enger miteinander verbunden. Agile Prozesse wie SCRUM und KANBAN können davon profitieren, denn mit der Bibliothek steht eine gemeinsam nutzbare Wissensbasis zur Verfügung. Die Integration von Mobile Enterprise Business Plattformen und einer Design Pattern Library stärkt die Standardisierung der Softwareentwicklung und ist auch vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Geschwindigkeit in der App-Entwicklung (Time to Market) ein lohnenswertes Zielbild.

Über die Autoren: Felix Guder & Jens Bothmer haben vor 10 Jahren zusammen Iconstorm gegründet und leiten die Agentur seitdem als geschäftsführende Gesellschafter. Felix Guder ist der kreative Kopf der Agentur und für seinen Ideenreichtum bekannt. Jens Bothmer ist Marken-Berater und erfahrener Workshop-Moderator mit umfassenden Business-Knowhow. Zusammen schaffen sie die Ausgewogenheit von Kreativität und Struktur.

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