Deutsche Unternehmen geben durchschnittlich 2 Millionen Euro für Refabrikation aus

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Deutsche geben durchschnittlich 2 Euro für Refabrikation aus

wünschen sich nachhaltigere Produkte – Neben Produktqualität größte Herausforderung für Unternehmen

Im Schnitt investieren deutsche Unternehmen ca. zwei Millionen Euro pro Jahr in die Aufarbeitung gebrauchter Produkte, das geht aus einer aktuellen Umfrage* von Bazaarvoice unter europäischen B2C-Marketern hervor.

Als wichtigste Forderung der Konsumenten sehen die Befragten in Deutschland die Produktqualität (46 Prozent), direkt darauf folgt mit 40 Prozent die Umweltverträglichkeit der Produkte. In Großbritannien (55 Prozent) und Frankreich (49 Prozent) steht der Umweltaspekt sogar an erster Stelle.

Tobias Stelzer, Head of Sales DACH & BENELUX bei Bazaarvoice kommentiert: „Umweltschutz sollte für Unternehmen eine hohe Priorität haben, aber die Zahlen verdeutlichen die Kosten, die mit einer grünen Agenda in der Lieferkette verbunden sind. Es ist klar, dass der Prozess der Wiederaufbereitung von Produkten nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Wenn jedoch die Unternehmen die Verbrauchernachfrage nach umweltfreundlicheren Produkten priorisieren, wird sich das auszahlen.“

Material und Verpackung

Über die Hälfte (51 Prozent) der deutschen Teilnehmer denkt, dass umweltfreundlichere Materialien in Produkten der beste Weg sind, um ein Unternehmen insgesamt nachhaltiger aufzustellen. 50 Prozent nennen hier umweltverträglichere Verpackungen und 44 Prozent verkürzte Distanzen in der Lieferkette.

Drei Viertel (74 Prozent) der deutschen Unternehmen investieren bereits in verbesserte Materialien, um die Lebensdauer ihrer Produkte zu erhöhen. Recyclebare Verpackungen werden jedoch erst von 20 Prozent der untersuchten deutschen Unternehmen genutzt. Immerhin geben 60 Prozent der Befragten an, sie in den nächsten fünf Jahren einführen zu wollen. In Großbritannien nutzen dagegen bereits 36 Prozent der Unternehmen umweltfreundliche Verpackungen. Europäisches Schlusslicht der Umfrage war Frankreich: Hier nutzen lediglich 13 Prozent recyclebares Verpackungsmaterial.

45 Prozent der europäischen Supply-Chain-Verantwortlichen sind der Meinung, dass sie in der Position sind, einen ökologischen Wandel anzustoßen. In Deutschland denken 29 Prozent der Teilnehmer aus dem Einzelhandel, dass die Verantwortung nicht allein bei den Herstellern, sondern ebenso bei ihnen selbst liegt.

31 Prozent der Befragten in Deutschland denken, der Gesetzgeber könnte durch neue Regelungen den Einsatz umweltfreundlicherer Rohstoffe und Verpackungen fördern.

Verantwortung der Unternehmen

Doch die Einführung neuer Gesetze kann lange dauern. Unternehmen wissen, dass sie nicht darauf warten dürfen, sondern dass die Verbraucher selbstständiges Handeln von ihnen erwarten. 94 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer geben an, dass sie Ratings und Reviews von Kunden in Gesprächen mit Herstellern nutzen. Durch diesen authentischen, von Verbrauchern generierten Content erhalten Unternehmen einen direkten Einblick in die Wünsche und Forderungen der Konsumenten. 44 Prozent der Befragten nutzen diese Informationen regelmäßig, 42 Prozent manchmal.

„Diese Ergebnisse belegen die Stärke von Ratings und Reviews, die Unternehmen helfen, die Transformation durch die Lieferkette voranzutreiben. Marken und Einzelhändler, die diese vielfältigen Kundeninhalte nutzen, werden am besten in der Lage sein, die Umweltanforderungen der Verbraucher zu erfüllen“, erklärt Tobias Stelzer. „Nur wenn sie den Kunden zuhören, können Unternehmen ihnen das liefern, was sie wollen. Das zahlt sich dann schließlich in gesteigerter Loyalität aus.“

*Methodik

Bazaarvoice führte gemeinsam mit Savanta im Juni 2019 eine Umfrage unter insgesamt 600 B2C-Marketern aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich durch.

Quelle: Bazaarvoice

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