wirenode – The Mobile Website Creator

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wirenode - mobile website creator

„Where Ajax, Java and the Tux Penguin cooperate …“, da spielt die Story von wirenode.com – nämlich in Prag. Der tschechische „mobile website creator“ (Bedienung englisch) verspricht „easy-to-use“ und „intuitive mobile publishing“. Also: einen Versuch wert!

Die Bedienung ist tatsächlich einfach und intuitiv. Nach dem Login erscheinen die Websites (man kann mehrere anlegen), nach Website-Auswahl das Bearbeitungsmenü (s. Abb.) mit übersichtlich angeordneten Bereichen: links die Liste der angelegten Seiten, in der Mitte der Editierbereich einer Seite und rechts die Vorschau („Preview“) und Wahl einer von 7 Vorlagen („Themes“) von Goldwüste bis Regenwald.

In der Seitenliste gibt es jeweils die Möglichkeit des „Rename“ (d.h. Wahl des Linktextes: praktisch also, daß der Linktext nicht zwangsweise gleich der Seitenüberschrift ist), des Löschens und, die Seite zur Startseite zu machen. Umgeordnet werden können die Seitentitel leider nicht: wenn man also später eine Seite einfügen möchte, wird sie unten angehängt (in der Darstellung ist die Reihenfolge natürlich frei wählbar).

Im Editierbereich von Wirenode wird die Seite nicht als ganzes bearbeitet, sondern jeweils Elemente – diese sind: Textabschnitt, Bild, Textabschnitt mit Bild (2 Typen), Trennlinie und – besonders interessant – ein „active element“ (s.u.). Jedes Element kann angelegt und dann verschoben (nach oben oder unten, also Reihenfolge der Darstellung auf dem Handy) oder gelöscht werden.

Verlinkt werden wie bei freiem Editieren von HTML-Text beliebige einzelne Text-Teile. D.h. ein Textabschnitt kann umfangreicher sein und mehrere Linkziele enthalten. Jedes Wort kann markiert und verlinkt werden (s. Video). Das Linkziel kann intern (also eine andere Page der Website) oder extern (also ausgehendes Link zu anderer Website) sein. Ausgehende Links werden übrigens nicht automatisch „mobil gemacht“ (was z.B. mit dem Google-Transcoder einfach möglich ist). Man sollte also darauf achten, daß die Ziel-Sites einigermaßen Handy-fähig sind (was meist nicht getan wird, denn Anwender verlinken gern als erstes zu ihrer geliebten „Homepage“, egal, wie Dotmobi-kompatibel diese ist).
Eine gute Ergänzung wäre es, wenn auch Bilder sich verlinken ließen.

Bei Anlegen einer neuen Seite sind jeweils zwei Text-Abschnitte vorgegeben, einer davon mit Link zur Startseite, benutzerfreundlich mitgedacht.

Die „active elements“ als Editierelemente einer Seite können „Services“, „Tools“ oder „Media“ sein. Die Services: RSS, Twitter, Google-Maps. Alle drei lassen sich schnell einbauen.

Die Test-Website deutschlandurlaub.wirenode.mobi (die Urlaubszeit beginnt!) zeigt es: die Links auf der Startseite, z.B. „Geschichte(n) und Events“, gehen zu Pages, die RSS-Feeds des Weblogs deutschlandurlaub.blogspot.com anzeigen, und zwar themenbezogen anhand der Tags (z.B. geschichte-legenden) des Weblogs. So wirkt die Website als Aggregator und das ist gerade auf dem Handy sehr praktisch: wenn es z.B. 20 jüngere Posts gibt, dann lassen sich die auf dem Handy-Display in keinem Fall komfortabel anzeigen, wenn sie aber auf 5 Themen aufgeteilt werden (die auch noch beliebig miteinander verlinkt werden können, z.B. Übersicht oder „Rundgang“), dann sieht es gleich viel besser aus.

Gut gemacht: wer z.B. einen RSS-Feed einbauen will, muss nicht eine ganze Seite dafür deklarieren, sondern die Feed-Darstellung ist eines von den möglichen Seitenelementen und kann mit diesen kombiniert werden. Das ist vor allem dann wichtig, wenn z.B. bei einem Blog-Feed die Posts länger sind und der Handy-Betrachter für z.B. 5 Posts schon weit nach unten scrollen (bzw. klicken) mußte: dann ist es gut, wenn ein abschließender Text oder ein Navi-Element die Seite abrundet bzw. das Weiterkommen erleichtert.

Auch twitter wurde schnell und einfach in eine Seite eingebaut und diese auf der Startseite verlinkt: angezeigt wird ein mobiles Format der betreffenden twitter-Statusseite.

Unter den „Tools“ gibt es bei Wirenode u.a. (Clock, Message of the day) ein kleines Formular mit nur einem Feld. Es kann sekundenschnell in eine Seite eingefügt werden, praktisch für Handy-Surfer, die keinen Email-Client auf dem Handy haben. Allerdings gibt es dann auch keinen automatischen Absender, man sollte also darauf hinweisen. Die Nachricht kommt an die in den Settings hinterlegte Email-Adresse.

Schließlich findet sich unter den „Media“ ein Bild-Galerie-Widget, das alle hochgeladenen Bilder eines Ordners – es sind beim Hochladen mehrere wählbar – als kleine Galerie aufs Handy bringt.

Demo der Funktionen: auf der Beispiel-Website wurde auf der Kontakt-Seite das kleine Anfrage-Formular eingefügt und auf Twitter-Seite die Google-Karte.

Was zugunsten der Übersicht noch getan werden könnte: in der Seiten Übersicht anzeigen, wie Seiten verlinkt sind (z.B. durch die Reihenfolge und/oder Einrückung) oder ersatzweise durch editierbare Reihenfolge. Ohne eine solche Anzeige ist es ab etwa 10 Pages anstrengend, die Übersicht zu behalten. Immerhin wird im Editiermenü der Linkstatus angezeigt, wenn man die Links anklickt. Sehr logisch, man muss nur draufkommen – oder unter „New Features“ nachgelesen haben.

Eine gute Ergänzung wäre es, irgendwo einen „Mobile Tag“ („QR-Code“) abgreifen zu können, den man z.B. auf die eigene Desktop-Website setzen könnte. Ein Plus in diesem Bereich sind jedoch die „Promotional Widgets“, die als kleine Code-Schnipsel angeboten werden. Eines davon ist sogar interaktiv, mit mehreren Frames, die durchgeklickt werden können – gute Idee (allerdings war beim Test die Verlinkung noch nicht aktiv).

Großes Kompliment nach Prag: es ist wirklich schön, mal in der „Alten Welt“ eine „state-of-the-art“-Lösung zu finden. Schade eigentlich, daß die Liste zumindest der „Featured“-Anwender eher dünn ist, also offenbar wenige nicht-tschechische Mobilisten hingefunden haben; insgesamt sind offenbar über 23.000 „webpages“ gezählt (ob damit Einzelseiten oder „Websites“ gemeint sind?).

Fazit: wer eine einfacher strukturierte mobile Website ins Netz stellen will oder, wer Weblogs (und natürlich auch andere RSS-Feeds) mobil verfügbar machen möchte, wird gern mit Wirenode arbeiten und schnelle Ergebnisse erzielen.

Fundstelle – wie gut, daß es automatsche Übersetzungen gibt:
Nick ließ mich wissen von diesem sehr leicht zu verwenden kostenlosen Dienst das läßt Sie erstellen Ihre eigene mobile Website frei. Sie können sogar nehmen Ihre RSS Fütterung von Ihrer blog oder zwitschern und bringen es automatisch herausgeben es in eine mobile Seite. Sie auch anbieten Ihnen einige freie Analytics zu sehen wie viele Leute sind besuchend Ihren Standort.

Über den Autor: Dr. Eckard Ritter betreibt eine Agentur für Tourismuswerbung – u.a. “Urlaub in Deutschland” (PC-Web, mobiles Web, RTL-Teletext, Print) – und entwickelt Tools für das Mobile Web. Ziel ist die effektive Kommunikation und Werbung mit modernen Medien – im Kundenauftrag und aus Begeisterung dafür – und damit Integration vielfältiger Kanäle wie PC+Handy, barrierefreie Formate, Video, Audio, Blogs und Microblogging (Twitter) sowie Teletext. Mehr über Eckard bei XING.

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