Whitepaper zu TV 2.0: Mobil findet nicht statt

mobile zeitgeist

Da habe ich heute sowohl bei Robert Basic als auch bei Klaus Eck von dem Whitepaper TV 2.0 (pdf) von Bertram Gugel und Harald Müller gelesen. Nun hatte ich erwartet, dass ich darin einen wenigstens kleinen Teil zum mobile TV finden würde. Aber weit gefehlt, es wird nicht einmal erwähnt. Schade, aber es ging augenscheinlich nicht um die globale Entwicklung im TV, denn dann hätte man die mobilen Gegegebenheiten nicht außer Acht lassen dürfen. Für den selbstreferentiellen Blick auf die alten Industrienationen wird das Whitepaper dennoch einige Erkenntnisse bereit halten. Zur Entwicklung des mobile TV Bei einer Weltbevölkerung von ca. 6,6 Milliarden Menschen können heute ca. eine Milliarde TV-Geräte gezählt werden. Das sind etwas mehr als es Europäer (809 Mio.) und etwas weniger als es Chinesen (1,31 Mrd.) gibt. Bereits über drei Milliarden Menschen nutzen heute Mobilfunk und diese Zahl steigt zur Zeit exponentiell und wird dies auch zukünftig tun. Gut, nicht jedes Handy, das sich heute in der Hand eines Nutzers befindet ist Handy-TV-fähig oder anders ausgedrückt: Nur die wenigsten sind es. Doch viele mobilen Endgeräte sind bereits internetfähig und damit auch in der Lage, webbasierte Fernsehprogramme zu empfangen. Doch die Anforderungen an TV auf einem Mobiltelefon sind so grundsätzlich andere als an TV auf einem PC, dass es hier eigenen Formate, Produktionen, Suchfunktionen und so weiter geben muß und kann. Darüber hinaus werden Millionen von Menschen sich keinen PC anschaffen (können), sondern weiterhin auf zusätzliche Funktionen ihrer Mobiltelefone setzen (müssen). Das Handy ist das erste Massenmedium, welches in der Lage ist, ALLE bisherigen Medien zu ersetzen. Das konnte bisher noch keines. Das Mobiltelefon, das siebte Massenmedium, kann Bücher, Tonaufnahmen, Kino, Radio, Fernsehen und PCs ersetzen. Es heute in (Medien-)Betrachtungen nicht mit einzubeziehen heißt, auf einem Auge blind zu sein.

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Über Heike Scholz 3371 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

2 Kommentare

  1. OK, ich bin der Schuldige (Harald) – hab mich drum gedrückt. Werde Bertram fragen ob er mich Ende Juli auf seinem blog einen Gastbeitrag dazu schreiben lässt.

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  1. Studie: Computer- und Videospieler in Deutschland - Mobile findet auch hier nicht statt

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