Werbeausgaben in Deutschland zu niedrig

mobilenn anwendungen

Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat seine aktuellen Zahlen zum deutschen Werbemarkt veröffentlicht. Ich habe ein paar interessante Absätze hierher kopiert. Alles lesen kann man u.a. in der Marketing-Börse.

Deutschland investierte generell zu wenig in Werbung, wie die Wachstumsraten der fünf werbestärksten EU-Staaten in der Dekade zwischen 1996-2005 demonstrierten – in der Rangfolge: Großbritannien (+85 Prozent), Deutschland (-3), Frankreich (+26), Italien (+79), Spanien (+68). Angesichts der strukturellen Probleme – insbesondere von Mediengattungen, den Effekten des Internets, des demographischen Wandels sowie der restriktiven Werbepolitik der EU gegenüber der kommerziellen Werbung – könne deshalb zur Zeit noch nicht wieder von einem nachhaltigen Aufschwung im deutschen Werbemarkt die Rede sein. […]

Mehr Chancen als Probleme sehe die Werbewirtschaft durch die Erweiterung des Werbeträgersystems um Internet und mobile Kommunikationstechniken, wie aus der Frühjahrsumfrage des ZAW bei seinen 42 Verbänden hervorgeht.

Danach gehen 61 Prozent der Mitglieder davon aus, dass die digitalen Kanäle den Spielraum für Werbung erweitern und die Konsumenten zu aktiven Mitgestaltern von Werbung machen (27 Prozent). Nur 12 Prozent rechnen mit der Abwanderung der werbenden Unternehmen aus den traditionellen Medien in das Internet und in mobile Geräte. […]

Insgesamt steigerten die 13 vom ZAW statistisch erfassten Mediengruppen im Jahr 2006 ihre Werbeerlöse um 516 Mio € auf nunmehr 20,35 Mio € (+2,6 Prozent). Von diesem Umsatzgewinn profitierten am deutlichsten die Werbeträger TV mit mehr als einem Drittel (+185 Mio €) und Online-Dienste (+163 Mio €). […]

Das Werbejahr 2006 habe diese Zusammenhänge sichtbar werden lassen: Die traditionellen Medien behielten ihre Position als Werbeträger: Die Marktanteile der Pressemedien blieben bei 47 Prozent auf der Höhe des Vorjahres und damit erneut stabil. Auch die elektronischen Werbeträger – also TV, Radio, Online – verharrten bei ihrem Marktanteil des Vorjahres in Höhe von 25 Prozent. Dabei sei bemerkenswert, dass im gesamten Werbegeschäft Online-Werbung 3 Prozent Marktanteil noch nicht erreicht habe, diese Grenze aber im laufenden Jahr überspringen werde. […]

Laut Wiegmann komme die kommerzielle Werbung nach wie vor bei den Bundesbürgern mehrheitlich gut an. Für rund 70 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren gelte Werbung als Entscheidungshilfe, Kommunikationsgrundlage bei Produkten und Dienstleistungen und selbstverständlicher Teil des Alltags. Dies lasse sich aus der seit Jahren erhobenen VerbraucherAnalyse der Verlagsgruppe Bauer und Axel Springer Verlag AG ablesen.

Via Online-Marketing-News

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Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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