W3C bringt Standardisierung auf Handys voran

mobile zeitgeist

Bei Golem gelesen:

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat einen Standard (Recommendation im W3C-Jargon) für das mobile Web verabschiedet. Mit der neuen Richtlinie soll die Entwicklung von Inhalten für mobile Geräte, wie etwa Mobiltelefone, in die richtige Richtung gelenkt werden. […]

Hauptziel des Standards ist es, die Benutzbarkeit der Seiten für den mobilen Einsatz zu verbessern. Mit Hilfe des Dokuments sollen Entwickler, Betreuer und Betreiber von Webseiten ihre Angebote so weit anpassen können, dass mobile Nutzer sich nicht an der Navigation stören müssen oder etwa das genutzte Gerät nicht zu der Webseite passt. Für viele potenzielle Probleme bei der Webentwicklung bietet das Dokument Lösungsvorschläge an und verweist auch auf eventuell nicht bedachte Eigenarten mobiler Geräte. […]

Neben dem eigentlichen Standard existiert auch eine Zusammenfassung der Best Practices sowie ein Validator, der Webseiten auf ihre Mobiltauglichkeit hin überprüft. Der Validator befindet sich zurzeit noch im Betastadium, so dass die Testergebnisse mit Vorsicht zu genießen sind. Außerdem stellt das W3C ein Heftchen zum Ausdrucken in verschiedenen Sprachen bereit, das an die Best Practices erinnern soll.

Mobile Web Application Best Practices baut auf dem verabschiedeten „Mobile Web Best Practices 1.0“-Standard auf und erweitert ihn entsprechend. Der kommende Standard richtet sich auch hier an Entwickler, Betreuer und Betreiber von Webanwendungen. Der Entwurf ist noch unvollständig und das W3C warnt ausdrücklich davor, diesen als Basis für die Entwicklung von Anwendungen zu nutzen. Die Veröffentlichung des ersten Arbeitsentwurfs dient vor allem dem Sammeln von Rückmeldungen.

Was mich wirklich sehr belustigt hat, sind die Kommentare bei Golem. Einer schrieb, das bräuchte man doch sowieso nicht, weil wir doch alle mit großen Displays im Internet unterwegs sind und mit kleinen Handys eh niemand ins WWW ginge. Na, wenn das mal nicht eine ziemlich „konservative“ Einschätzung der mobilen Märkte ist. ;)

Und natürlich sprangen auch gleich die iPhone-Jünger auf und riefen „wer ein iPhone hat braucht ja gar keine speziellen, mobilen Seiten“. Richtig ist, dass die Seiten auf dem iPhone besser aussehen als auf anderen Mobiltelefonen. Dennoch empfehle ich hier einfach einmal den Austausch mit Leuten, die mobile Webseiten extra für das iPhone entwickeln, weil die „normalen“ Webseiten eben doch suboptimal auf den iPhones dargestellt werden.

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Über Heike Scholz 3408 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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