Studie: Umsätze mit Mobile Social Networks verzehnfachen sich

mobile zeitgeist

Laut einer aktuellen Untersuchung von Juniper Research soll der Markt für User Generated Content (UGC) bis zum Jahr 2012 von heute 576 Millionen US$ auf rund 5,74 Milliarden US$ steigen. "Eines der attraktivsten Elemente des Social-Networking via Handy ist die Tatsache, dass man universalen Zugang hat und die Nutzer jederzeit nach ihren Freunden sehen können oder ihr Profil aktualisieren. Das spricht besonders die junge Zielgruppe an", analysiert Windsor Holden, Studienautor bei Juniper.

• The number of active users of mobile social networking sites is expected to rise from 14m in 2007 to nearly 600m in 2012.
Mobile dating and chatroom services currently account for 57% of user-generated revenues, although this proportion will fall to 21% by 2012 as other UGC services increase in popularity
• The volume of downloads from mobile personal content delivery sites such as SeeMeTV are expected to rise from less than 200m in 2007 to more than 9bn in 2012.
Off-portal social networking sites will increasingly opt for free-to-consumer, ad-funded business models to gain visibility and market presence.
• High data charges remain a key hurdle to mass service adoption.

Schon beim ersten Überfliegen kamen mir diese Prognosen doch sehr euphorisch vor. So recht glauben kann ich es nicht, dass sich die Märkte für Mobile Social Networks dermassen stürmisch entwickeln werden. Meine Zweifel werden von Brad Flora bei msearchgroove geteilt. Er verweist in diesem Zusammenhang auf diesen Artikel im Reach Students Blog, der die erschreckend schlechten Click-Through-Raten bei Facebook beschreibt.

Ein weiterer Artikel im Guardian beschäftig sich mit der Entwicklung auf Seiten der Netzbetreiber, die zumindest nach Meinung des Autors die mobilen Social Networks nutzen wollen, um zusätzliche Umsätze zu generieren. Meiner Meinung nach sollten die MNOs aber nicht zu kurz springen und lediglich die aus dem Internet bekannten Plattformen "mobilisieren". Die Anforderungen an solche mobilen Dienste sind andere, denn hier steht die Kommunikation wesentlich stärker im Vordergrund als bei den Online-Systemen. Diese Tatsache in der Konzeption der mobilen Social Networks zu vernächlässigen, wäre sträflich.

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Über Heike Scholz 3402 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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