Studie: Regionale Marken verlieren an Boden

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Die geographische Segmentierung von Markenportfolios hat für 60 Prozent der befragten Markenexperten keine Bedeutung. Dies ergab eine Studie der Unternehmensberatung Marketing Partner aus Wiesbaden. Oftmals wollen Unternehmen länderspezifische Besonderheiten durch regionale Marken berücksichtigen.

Zudem planen knapp zwei Drittel der Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Jahre, die Anzahl ihrer Marken zu reduzieren. 66 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihr Mehr-Marken-Portfolio um bis zu 25 Prozent reduzieren zu wollen. Bei 33 Prozent der Unternehmen stehen sogar mehr als 25 Prozent aller Marken auf dem Prüfstand. Durchschnittlich führen die befragten Firmen acht Marken. Der Grund: Das zur Verfügung stehende Budget ist für die Führung aller Marken zu gering.

Marketing Partner geht deshalb davon aus, dass den geplanten Restrukturierungen vor allem die regionale Marken zum Opfer fallen werden. Viele weltweit tätige Hersteller und Händler bevorzugen international standardisierte Marken. Die Vorteile liegen auf der Hand: Marketing- und Kommunikationsinstrumente, Werbe- und Messekonzepte können global eingesetzt werden. Ferner bewirken internationale Marken durch ihre Größe Vorteile bei der Produktion und Einsparungen bei den Werbekosten.

Für die Studie „Mehrmarkenmanagement 2006“ wurden 88 Markenexperten führender Unternehmen befragt, die in einem Geschäftsfeld mehrere Marken führen oder für einzelne Marken innerhalb eines Portfolios verantwortlich sind.

Quelle: WuV

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Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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