Studie: Mobile Datendienste in Deutschland immer beliebter

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Jeweils am Anfang des Jahres veröffentlichen E-Plus und TNS Infratest ihre Studie zur Mobilfunknutzung in Deutschland. Hier die Pressemeldung und der Download der Slides: [download id=“12″]

Mit über 100 Millionen SIM-Karten im Markt besitzt statistisch gesehen jeder Deutsche mehr als ein Handy. Und die Kunden nutzen sie: Die Sprach- und insbesondere die Datennutzung steigt stetig. Allerdings: Im Discount-Land Deutschland telefonieren die Verbraucher preisbewusst mobil. Um Geld zu sparen, ist in den vergangenen zwei Jahren fast jeder vierte (24 Prozent) zu einem günstigeren Anbieter gewechselt. Aus Sicht der Nutzer liegt dabei ein fairer Preis für Handygespräche in fremde Netze bei durchschnittlich 12 Cent.

Ganz oben auf der Beliebtheitsskala bei neuen Angeboten stehen Flatrates. 56 Prozent bevorzugen Tarife mit unbegrenzter Telefonzeit. Bei Datentarifen ziehen sogar zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) Flatrates einer Abrechnung nach Zeit oder Volumen vor.

Dies ergab eine deutschlandweit repräsentative TNS Infratest Studie im Auftrag der E-Plus Gruppe. Die rund 2000 Befragten gaben Auskunft über ihr aktuelles Nutzungsverhalten und die künftigen Nutzungsabsichten. Die E-Plus Gruppe führt eine entsprechende Studie bereits seit 2006 jeweils zum Jahresbeginn durch.

Trend zum mobilen Internet: E-Mailen, Navigieren, Surfen sind Trumpf

Der Trend zum mobilen Datenaustausch setzt sich trotz weiterhin vieler Nichtnutzer fort. 14 Prozent der Befragten nutzen mittlerweile mit Breitband-Geschwindigkeit einen mobil Zugangsweg – ein Plus von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Dabei zeichnet sich immer deutlicher ab: Die Menschen nutzen dabei vor allem Basis-Anwendungen. Bei den Laptop-Nutzern stehen das Senden und Empfangen von E-Mails (88 Prozent) sowie das einfache Surfen (81 Prozent) im Vordergrund. Lediglich 23 Prozent von ihnen greifen mobil auf großvolumige Dateien wie Filme oder Musikalben zu.

Und in Zukunft? Auch hier interessieren sich Mobilfunkkunden, die bisher mobile Services abseits von Telefonie und SMS nicht nutzen, eher für kleinvolumige Services mit handfestem Alltagsnutzen. 25 Prozent möchten zukünftig auf mobile Navigation zurückgreifen, 13 Prozent wollen über das Handy E-Mailen. Datenintensive Anwendungen wie Musik- oder Videodownloads stehen dagegen weit unten auf der Wunschliste.

Ausnahmslos allen Netzbetreibern ist es in den vergangenen Jahren offenbar gelungen, ihre Datennetze genau auf diese Bedürfnisse abzustimmen. Mehr als die Hälfte aller Mobilfunknutzer (58 Prozent) ist mit der Übertragungsgeschwindigkeit seines Anbieters zufrieden. Nicht einmal jeder zehnte (7 Prozent) empfindet sie als deutlich zu langsam.

Mobiltelefonie: Telefonieren und SMSen weiter am wichtigsten

Trotz überbordener technischer Ausstattung gilt bei Handys: Die liebsten Funktionen der Deutschen bleiben die SMS und der Telefonanruf. 81 Prozent SMSen mit ihrem Mobiltelefon, 69 Prozent nutzen es zum Telefonieren. Foto/MMS (32 Prozent) und Musikdownloads (15 Prozent) landen mit bereits weitem Abstand auf den Plätzen drei und vier.

Der Stern der Festnetz-Telefonie scheint indes weiter zu sinken. Bereits jeder Dritte kann sich vorstellen, nur noch mobil zu telefonieren bzw. online zu gehen – ein Plus von 16 Prozentpunkten im Vergleich zu 2007.


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Über Heike Scholz 3402 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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