Studie: Klassische Agenturen können keine Online-Werbung

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Und wenn sie schon keine Online-Werbung können, dann steht es ja wohl schlimm um die mobile Werbung. Vieles, was man heute sieht, unterstützt diese These.

Als Resultat würden sich weniger als 10 Prozent der Befragten mit Online-Marketing-Aufträgen an Werbeagenturen wenden. Marketingverantwortliche in Unternehmen bevorzugen vielmehr Firmen mit einem starken Technologie-Hintergrund, die zusätzlich Expertise im kreativen und im Print-Bereich besitzen. 68 Prozent würden sogar mit mehreren Agenturen zusammenarbeiten, um von der jeweiligen Spezialisierung zu profitieren.

Für die Studie „Electronic Media, Marketing and Advertising Buyer Value Study“ von Sapient wurden über 100 Marketingverantwortliche verschiedener Industrien in den USA und Großbritannien mit dem Ziel befragt, die Selektionsmechanismen bei der Auswahl von Marketing- und Werbeagenturen heraus zu finden. Hierfür führte das unabhängige Marktforschungsunternehmen Evalueserve im Spätsommer 2006 Interviews und untersuchte die Meinung der Marketingfachleute, ob herkömmliche Unternehmen für die neuen Herausforderungen, die sich durch das Online-Marketing ergeben, bereit sind.

Laut Studie sind heute die sechs wichtigsten Faktoren bei der Auswahl einer Agentur:

1.Qualität des kreativen Inhalts

2.Innovation und strategischer Wert

3.Preis/Kosten

4.Analyse- und Messbarkeitsinstrumente

5.Expertise bei interaktiven und digitalen Medienformaten

6.herkömmliche Print-, Offline- und Medien-Services

Die Ergebnisse belegen eine Veränderung in den Marketing-Prioritäten der Entscheider. Zwar steht im Vergleich zu 2005 weiterhin die Qualität des kreativen Inhalts an erster Stelle, die Kosten und herkömmliche Print-Services verloren hingegen an Bedeutung und wurden zum Beispiel von Punkten wie Innovation/strategischer Wert beziehungsweise der Expertise der Agenturen im Bereich digitaler Medien abgelöst.

Marketingverantwortliche sehen heutzutage den Faktor Innovation und Strategie als einen der grundlegenden Faktoren, wenn sie eine Marketing-Agentur engagieren. Die Mehrzahl der Befragten versteht dabei Marketing-Innovation als den kreativen Einsatz von neuen Medien in der Kampagnenplanung, wie zum Beispiel Video on Demand, Blogs oder individualisierte lokale Suchoptionen. Quelle: PM sapient

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Über Heike Scholz 3408 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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