Studie: Deutschland hinkt MMS Boom hinterher

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MMS-Versand soll auf dem Vormarsch sein. Das will das Marktforschungsinstitut M:Metrics herausgefunden haben. Seit Februar 2006 soll die Menge der versendeten Bildnachrichten in den USA um 32 Prozent, in Frankreich um 20 Prozent und in Großbritannien um 16 Prozent gestiegen sein. Einzig Deutschland verharrt auf gleichem Niveau.

So haben in Deutschland bereits 19,4 Prozent aller Handybesitzer eine MMS versandt. Die beliebteste Handyanwendung neben dem Telefonieren bleibt jedoch das Versenden von Kurznachrichten. 79,9 Prozent der deutschen Handybesitzer nutzen diese Möglichkeit.

Wenig überraschend macht die Studie die zunehmende Anzahl von Kamera-Handys für den Anstieg des MMS-Versands verantwortlich. So besitzt inzwischen jedes zweite Handy eine Kamerafunktion, was kaum verwundert, da seit Jahren kaum noch moderne Mobiltelefone ohne integrierte Kamera zu haben sind. Seit Februar dieses Jahres habe die Zahl derer, die sich für ein Kamerahandy entschieden, um 22 Prozent zugenommen.

Dabei sind Besitzer eines Fotohandys mit einer Auflösung von 1 Megapixel oder mehr eher versucht, eine MMS zu verschicken als Besitzer von Mobiltelefonen mit einer simplen VGA-Kamera, so die Statistiker. In Deutschland beispielsweise versenden 38,1 Prozent der Ein-Megapixel-Handykamera-Besitzer eine MMS gegenüber 18,7 Prozent bei den VGA-Handykamera-Haltern.

Die beliebtesten Kamerahandys variieren von Land zu Land: So steht das Motorola RAZR bei Briten und Amerikanern auf der Beliebtheitsskala auf Platz eins, in Deutschland ist es dagegen das Nokia 6230 und in Frankreich das Sagem my X-5. Doch die meisten MMS werden laut M:Metrics in Frankreich mit dem Nokia 6630, in Deutschland mit dem Nokia 6280 und in Großbritannien mit dem Nokia 6111 verschickt. In den USA gehen die meisten MMS vom Danger Sidekick II in die Welt hinaus.

Als Datenbasis für die Untersuchung gibt M:Metrics Befragungen unter mehreren zehntausend Handybesitzern zwischen April und Juni 2006 in den USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland an.

Quelle: Golem

Hier geht’s zu den Zahlen von M:Metrics.


Nun stellt sich die Frage: Liegt es bei uns in Deutschland „nur“ an den Kosten für MMS?

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Über Heike Scholz 3371 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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