Review: Motorola Flipout – Quadratischer Hingucker

Flipout

Ich bin bestimmt nicht die erfahrenste Device-Testerin und bei mir gibt es auch keine endlosen Unboxings (was an denen toll sein soll, habe ich bis heute nicht verstanden) oder technische Detailbeschreibungen. Meine Reviews von Smartphones sind immer subjektiv und einzig auf meinen ganz persönlichen Umgang mit diesen Geräten bezogen. In diesem Sinne…darf ich vorstellen? Das Motorola Flipout:

Quadratisch und kompakt kommt das Motorola Flipout mit Android 2.1 daher. Hier die obligatorischen technischen Details:

  • Größe: 67 x 67 x 16 mm
  • Gewicht: 110 g
  • 3 Megapixel Kamera
  • QWERTZ-Tastatur
  • 2.8 Zoll Display mit QVGA-Auflösung
  • 512 ROM
  • 256 MB RAM
  • GPS
  • 700 MHz Prozessor

Meine erste Reaktion beim Auspacken (Unboxing, siehe oben) war „wie niedlich“ und auch bei allen, denen ich es gezeigt habe, kamen ähnliche Reaktionen. Eine durchaus positiv gestimmte Grundhaltung war also vorhanden.

Also SIM-Karte rein, Akku hinterher und dann schon das erste Problem. Ich muss mich entscheiden, welches der Austausch-Farbcover, die in so wundervollen Farben wie Fairway-Green, Licorice, Raspberry Crush und Saffron daher kommen, soll ich nur nehmen? Und jeder, der schon mal einen dieser psychologischen Farbtests gemacht hat, kommt ins Grübeln, was die Wahl des Raspberry Crush wohl anderen über das eigenen Innenleben verrät. Egal, dachte ich mir und griff beherzt nach Saffron (was das jetzt über mich aussagt, bitte hier in den Kommentaren hinterlassen).

Kaum in der Hand, ist das erste natürlich, den Flip-Mechanismus, mit dem man das Display „wegdrehen“ und so eine fünfzeilige QWERTZ-Tastatur (inkl.  Ziffernzeile und 5-Wege-Navigator) freilegen kann, auszuprobieren. Geschmeidig gleitet das Display zur Seite und verursacht bei Erreichen der finalen Position, genau so wie beim sich selbstverständlich bei einem Tester gleich an das Öffnen anschließende Wieder-Schließen, einen – bei einer Oberklasse-Autotür würde man sagen „satten“ – Sound. Also, Verarbeitung gut, Haptik auch.

Doch dann der Blick auf das Display. Dort erscheinen die Widgets von Motoblur, dem Service von Motorola, mit dem man unter anderem seine Social Networks sammeln und aggregiert auf dem Display anzeigen lassen kann. Grundsätzlich eine nützliche Sache, aber schön geht wirklich anders. Der Anblick ist so traurig, dass ich nach ein paar Versuchen alle Motoblur-Widgets gelöscht habe. Nun liegt Schönheit bekanntlich ja im Auge des Betrachters und andere Menschen mögen das Design von Motoblur als gelungen empfinden, meinen Geschmack trifft es nicht.

Für den eigenen Eindruck hier ein Video.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=F66Tx1l_ykU[/youtube]

In den kommenden Tagen muss das Flipout noch seine Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen. Was ich jetzt schon sagen kann ist, dass wer – egal wo – Aufsehen erregen will, wenn er sein Handy auf den Tisch legt, kann das iPhone vergessen. Das hat nun wirklich jeder. Interessierte Blicke erntet man mit so einem Device wie dem Flipout. Und wer dann noch lässig, ohne hinzusehen, das Display elegant vor und zurück flippen lässt, hat alle anderen aus dem Feld geschlagen.

Ich muss zugeben, wenn das Flipout vor mir liegt muss ich mich schwer beherrschen, nicht ständig genau das zu tun – auf, zu, auf, zu…. Eine menschliche Schwäche, mit solchen Mechaniken ständig herum zu fummeln. Ich arbeite daran. Und vielleicht sollte ich doch noch das Farbcover wechseln.

Mehr zum Motorola Flipout in den nächsten Tagen hier bei uns auf mobile zeitgeist.

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Über Heike Scholz 3371 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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