Neuartiger Molekularläufer lässt sich durch Lichtwellen steuern: Mini-Transportsysteme der Zukunft?

Foto: pixabay, Darwin Laganzon

folgt dem Pfad des Lichts

Das verschiedener Wellenlängen kontrolliert die Fortbewegung eines winzigen Nanoläufers. Ermöglicht wird dies durch Azobenzen-Derivate.

Die an künstlichen Bewegungssystemen erfreut sich regen Interesses. Große Hoffnungen setzt die Wissenschaft auf winzige Transportsysteme, die Medikamente oder Wirkstoffe innerhalb von Zellen oder als Teil von Nanomaschinen kontrolliert bewegen könnten. Welche Fortbewegungsmechanismen, Steuerungs- und Energieversorgungsmöglichkeiten es hier geben kann, ist Gegenstand neuester .

Nun entwickelten Wissenschaftler um Prof. Michael Famulok (Max-Planck-Fellow am Forschungszentrum ) und Julián Valero in Zusammenarbeit mit einer japanischen Arbeitsgruppe um Prof. Hiroyuki Asanuma einen neuartigen Molekularläufer, der sich durch Lichtwellen steuern lässt. Der winzige Läufer besteht aus DNA und bewegt sich durch das chemische Wechselspiel der verbauten Moleküle. „Läufer“ nennt man ihn, weil er auf zwei Beinen Schritt für Schritt auf einer vorgegebenen Bahn durch die Nanowelt wandelt. Die große Besonderheit liegt in der Steuerung des Systems: Die Beine enthalten Azobenzen-Derivate, die sich durch Licht verschiedener Wellenlängen ihre Form ändern. So kann man die Bewegung des Läufers kontrollieren, in dem man seine Moleküle den Lichtimpulsen verschiedener Wellenlängen aussetzt.

Über diese neuartige Nanomaschine publizierten die beteiligten Forscher nun einen wissenschaftlichen Artikel, der im Journal „Angewandte Chemie“ veröffentlicht werden wird.

Quelle: Sebastian Scherrer, caesar – center of advanced european studies and research: Nanoläufer folgt dem Pfad des Lichts

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