MMA veröffentlich Code of Conduct for Mobile Marketing und keinen interessiert’s?

mobile zeitgeist

Gestern veröffentlichte die MMA ihren Code of Conduct for Mobile Marketing, der hier herunter geladen werden kann.

In ein paar Online Publikationen wurde dies auch erwähnt. Heute habe ich mal geschaut, ob sich dort etwas getan hat, aber es gibt so gut wie keine Reaktionen. Auch die Bloggospähre ist still und ruhig.

Gut, die Empfehlungen sind für uns Insider nicht wirklich neu oder in irgendeiner Form besonders bemerkenswert, doch immerhin versucht hier unsere Branche, die jederzeit zumindest in der Wahrnehmung der Konsumenten mit einem Bein im Spam-Kübel steht, sich einen Kodex zu geben und so Vertrauen herzustellen. Zugegeben, noch sind dort keine Sanktionsmöglichkeiten definiert, die es ohnehin schwer haben werden, möchte man nicht, dass die Denunziation fröhliche Urstände feiert, doch laut Aussage der MMA sind Sanktionsmöglichkeiten geplant.

Aber muss es denn wirklich so ruhig sein? Interessierte es wirklich nicht? Oder warten alle im Moment auf die Reaktionen von anderen? Was meinen die Mobile Zeitgeist LeserInnen? Kann ein solcher Kodex, wie er hier formuliert wurde, überhaupt etwas bewegen? Brauchen wir so etwas überhaupt? Wie müsste es ausgestaltet sein?

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Über Heike Scholz 3408 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

3 Kommentare

  1. Vielleicht liegt es auch einfach nur daran, dass die Entwicklung von Standards (siehe Mobile Kompass) als wichtiger empfunden werden, als die eines Code of Conduct…

  2. Leider Gottes werden von manchen Unternhemn in unserem Bereich Mobile Marketing oft nichtmal Telekomgesetze oder bidirektionale Netzbetreiberverträge eingehalten und wahrgenommen. Dahinter stehen jedoch weitreichende Handlungsmöglichkeiten im Falle eines Mißbrauchs die auch nicht passend exekutiert werden.

    Daher, warum soll ein allgemeiner Code of Conduct helfen?
    Jene Firmen und Player die Mobile Marketing ernst nehmen halten sich ja ohnedies von Beginn an an die selbstverständlichen Grundregeln. Jene die mit dem Verstoß dagegen Ihr Geld verdienen (Thema Spam oder vergebührter Spam) werden leider auch über einen Code of Conduct hinweg blicken wenn dies bisher schon mit Gesetzen im Telekombereich ebenso gehandhabt wurde…

  3. @Madlen
    Du hast wahrscheinlich recht. Das Thema Standardisierung wird ja insbesondere von denen voran getrieben, die sich Umsätze aus der Schaltung von Werbung insb. Bannern auf mobilen Endgeräten versprechen. Bei dieser Diskussion fehlt es mir an Kreativität, denn es werden nun einfach die Mechanismen aus dem Online-Bereich auf Mobile übertragen. Aber das ist ein Thema, das einen eigenen Beitrag verdient.

    @Harald
    Ich habe den Code of Conduct nicht so verstanden, dass er ein Mittel zur „Bestrafung“ von Missetätern sein soll. Viel mehr ist für alle spürbar, dass insb. die Kunden und die Konsumenten verunsichert sind. Ich sehe den Code of Conduct als einen Schritt hin zu einer Diskussion, die ja nur aus dem mobilen Ökosystem selbst heraus geführt werden kann. Und hoffentlich steht am Ende etwas, was allen Beteiligten etwas mehr Sicherheit gibt. Sollte es jedoch so ruhig bleiben, dann haben alle offensichtlich keinen Anlass für eine Auseinandersetzung mit neuralgischen Themen wir Spam, Push-Mechanismen, Datenschutz usw. Dann werden diese Dinge wohl wieder heftig in der Öffentlichkeit anhand von schlechten Beispielen diskutiert werden und wie so häufig in diesen Fällen steht zu befürchten, dass dies nicht das Ansehen der Branche verbessern wird.

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