MacGyver-Tools: iStethoscope

mobile zeitgeist

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=IVDLS6DAT98[/youtube]

Ja, auch die Doktorspielchen von früher haben ihre Unschuld verloren: Heutzutage geht nichts mehr undigital und für Diejenigen, denen das alte Spielzeugstethoskop aus Billigplastik nicht mehr genügt, hat der Brite Prof. Peter Bentley vom Londoner University College mit „iStethoscope“ (App Store-Link: hier) die moderne mobile Variante fürs iPhone entwickelt.

Mit der App sollen allerdings speziell die Herztöne ermittelt werden, andere Anwendungen (wie das Abhören der Lunge oder die ersten Regungen des Ungeborenen) werden nicht unterstützt. Doch auch für diesen Hauptzweck bedarf es einiger Einstellungen und vor allem Übung. Erst muss die App (entweder in der freien Version mit Werbung oder für 0,79€ kommerziell) in den Einstellungen aktiviert werden, dann bedarf es normaler Kopfhörer ohne Mikrofon (weswegen nur die alten oder eben normale iPhone-Kopfhörer geeignet sind, die neuen iPhone-Kopfhörer mit Mikro sind dafür nicht geeignet, da die Töne dann eben von diesem empfangen werden und DAS Gefimmel möchte ein Patient bei keinem Arzt erleben!
Außerdem bedarf es natürlich auch einer gewissen Kenntnis zur Unterscheidung der zu hörenden Töne, denn ein normaler Laie hört außer Rauschen und Summen praktisch nichts, selbst wenn er die richtigen Filter einstellt. Gehört der Anwender allerdings zu den 3 Millionen Ärzten, die sich laut Hersteller die App bereits herunter geladen haben, dann kann er die Herztöne aufnehmen und später gesammelt per E-Mail an einen Kollegen senden.

Ob das sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln, denn ein Arzt, der statt mysteriös aussehenden Gerätschaften ein Handy an meine Brust drückt, zwingt in mir das dringende Bedürfniss nach einem Arztwechsel hervor, dem Image ist die App also weniger dienlich. Trotzallem zeigt „iStethoscope“ wieder einmal, mit welchen Funktionen ein Smartphone erweitert werden kann, wenn die dazugehörige Software clever genug programmiert wurde und vor allem, welches Potenzial noch immer in den kleinen Geräten steckt, die wir täglich mit uns herum schleppen.

Avatar for Patrick Voelcker
Über Patrick Voelcker 286 Artikel
Patrick beschäftigt sich beruflich und privat seit 2005 neben der Webprogrammierung auch mit der Entwicklung von Mobile und Native Apps. Er ist Rich Media Innovation Specialist bei Google und Autor des Buches "Spiele programmieren für iPhone und iPad" (dpunkt-Verlag). Außerdem ist er Gastdozent an der Popakademie Baden-Württemberg und der Filmschule Köln. Auf Mobile Zeitgeist schreibt er dementsprechend hauptsächlich über Trends und Entwicklungen in Mobile Entertainment [XING]

1 Kommentar

  1. Bin mal gespannt was es neben dem sogenannten iStethoscope dann noch so alles gibt??? Habe eben etwas u00fcber die Iphone Waage gelesen. mal gucken was das ganze noch so fu00fcr blu00fcten treibt… ich bleib dran nnNoch zur Info, hierhier eine informative Website

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*