Lesetipp: Mobile Broadband in Schweden – Betreiber bremsen ihren eigenen Markterfolg

mobile zeitgeist

[Autor: Magnus Rehle] Im internationalen Vergleich ist Schweden eines der Länder mit der höchsten Marktdurchdringung von Mobile Broadband. Die Zahl der Anschlüsse steigt jedes Jahr um ca. fünf Prozent, und bereits jeder fünfte Schwede nutzt das mobile Breitband als Hauptanschluss oder als Ergänzung. Der Markt für mobiles Breitband ist sicherlich noch als neu und ungesättigt zu definieren, doch er wächst in einem Maße, das die Betreiber vor große Herausforderungen stellt.

Einerseits haben sie so viele Kunden wie möglich dazu animiert, sich einen mobilen Breitbandanschluss zu beschaffen. Jetzt aber, wo die Marktsättigung zunimmt, fangen sie an den Datenverkehr abzubremsen. Betreiber haben in Ihrer Angebotsplanung nicht berücksichtigt, dass die Nutzer alle Funktionen und Anwendungen, die über das mobile Breitband möglich sind, auch tatsächlich nutzen: Spotify, Youtube, Facebook, SVT Play etc.

Um das Geschäft in Schwung zu bringen, müssen sich Telekommunikationsbetreiber auf dem schwedischen Markt unserer Meinung nach mit  zwei Problemen auseinandersetzen:

Problem 1: Deckelung der Nutzung

Das erste Problem besteht darin, dass bestimmte Betreiber die Nutzung deckeln und eine Begrenzung der Bandbreite setzen. Unsere Berechnungen zeigen, dass 90 Prozent der mobilen Nutzer als „normale“ Nutzer definiert werden. 10 Prozent können als „Heavy User“ oder „Piraten“, wie einige Betreiber sie definieren, bezeichnet werden. Aber dieselben Personen könnten ebenso „Goldkunden“ oder „Early Adopters“ sein – und stellen somit eher eine Chance als eine Bedrohung dar. Die Betreiber befürchten, dass ihnen die Kosten ins Unermessliche steigen und die Rentabilität langfristig abnehmen wird.

Eine Besorgnis, die unserer Ansicht nach völlig unbegründet ist. Wir behaupten, dass das Problem spezifisch auf Nutzerebene und anhand der individuellen Datenlast, und nicht mit generellen Begrenzungen gehandhabt werden sollte.

Problem 2: Wie viel ist eigentlich ein Gigabyte? […]

Weiterlesen auf Seite 14 in der siebten Ausgabe der mobile zeitgeist SPECIALS, diesmal  mit dem Schwerpunktthema “Looking outside – What we can learn from other countries”.

Interesse, in einem der kommenden Specials als Autor dabei zu sein? Eine Vorschau auf die nächsten Schwerpunktthemen gibt es hier. Anzeigenkunden oder Sponsoren sind natürlich ebenfalls herzlich willkommen. Einfach Mail an heikescholz[at]mobile-zeitgeist.com.

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Über Heike Scholz 3371 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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