Lesetipp: Die Zeitung auf dem Weg von Print zu Touch – Die Bedeutung von Nachrichten-Apps für Zeitungsverlage

mobile zeitgeist special

mobile zeitgeist special[Von Rainer Kruschwitz] Seit 1605 die erste gedruckte Zeitung erschienen ist, ist die Geschichte der Zeitung immer wieder von Krisen geprägt. In der Geschichte wurde die Zeitung schon mehrfach totgesagt und so stammt das immer junge Zitat „Kommunikationstechnologie bedroht die Zeitungsindustrie” bereits aus dem 19. Jahrhundert, als der elektrische Telegraf erfunden wurde.

1920 erschienen in Deutschland teilweise vier Ausgaben pro Tag und 1932 existierten 4.702 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 25 Millionen. Dagegen fallen die Zahlen für 2010 mit 350 Zeitungen und einer Auflage von 19 Millionen geradezu bescheiden aus. Begriffe wie „Zeitungskrise“ und „Zeitungssterben“ beherrschen nicht umsonst die Diskussion.

Die Gründe für die heutige Zeitungskrise sind vielfältig und verweisen meist auf die höhere Geschwindigkeit elektronischer Medien. Der Anspruch auf Aktualität und einen gleichzeitig attraktiven Preis erhöht noch den Druck.

Mittlerweile ist das Internet das Leitmedium und nur die Zeitungen, die auf die neuen Technologien setzen, werden die zitierte Bedrohung durch Kommunikationstechnologie überleben.

Apps auf dem Vormarsch

Hier kommen mobile Geräte wie das Tablet oder Smartphone zum Zuge. Durch Nachrichten-Apps kann ein neuer Vertriebskanal geschaffen und die Zeitung in ein neues Medium überführt werden. Hierzu müssen Verlage allerdings in neuen Bahnen denken und eigene Strategien für das App-Zeitalter finden.

Die Tomorrow Focus Studie „Mobile Effects September 2011“ macht deutlich, wie weit sich Tablets als Geräte für die Internet-Nutzung bereits durchgesetzt haben. Dieser Siegeszug ist in der Geschichte einmalig und auch die Nutzung von Apps wird zunehmend populärer. Aktuell sind 15 Prozent der Internet-Nutzer mit dem Tablet online. 64 Prozent nutzen ihr Gerät dabei täglich oder sogar mehrfach täglich, um ins Internet zu gehen. Apps werden dabei von drei Vierteln der Befragten genutzt.

Interessant ist die hohe Bereitschaft, für hochwertige, digitale Inhalte zu bezahlen. Hier stimmten zwei Drittel der Befragten zu. Somit zeigen sich enorme Potenziale für die Zeitungen. Insbesondere da Tablets vorzugsweise dann genutzt werden, wenn traditionell Zeitung gelesen wurde. Auch lesen Nutzer des iPads statistisch mehr Zeitungen und Zeitschriften1 und so dürfte der befürchtete Effekt der Kannibalisierung sich in Grenzen halten. […]

Weiterlesen auf Seite 17 in der aktuellen Ausgabe ‘Digital Publishing’ der mobile zeitgeist SPECIALS, die auch als iPad-App erhältlich sind.

Unser nächstes Special: Mobile Shopping (Februar 2012).

Wer als Autor in einem unserer Specials dabei sein möchte, findet die zukünftigen Themen immer hier und kann mich gern ansprechen. Ebenso bei Interesse am Sponsoring einer Sonderausgabe. Einfach eine Mail an mich heikescholz[at]mobile-zeitgeist.com.

 

Über Heike Scholz 3391 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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