Finanzieren iPhone-Besitzer die iPad-Nutzer?

mobile zeitgeist

So ein spekulativer Gedanke, der mit gerade noch gekommen ist: Rein finanziell dürfte das iPhone natürlich von der Einführung des iPads indirekt betroffen sein.

Wenn man davon ausgeht, dass jede App nun für zwei Devices programmiert werden muss/sollte, werden natürlich auch die Entwicklungskosten steigen. Gerade bei Spielen werden die für das iPhone ausgelegten Grafiken nicht genügen, die Sprites für ein 1024 x 768 Pixel-Display auf PC-Niveau hochzuskalieren (Faktor mal 2.1), das macht optisch keinen Spaß. So werden die für das iPad entwickelten Grafiken auch dementsprechend höheren Standards genügen müssen, zumal die neue Displaygröße auch mehr Platz und Raum für Details lässt.

Auch werden manche Spiele ein neues Nutzerinterface benötigen, weil sie auf dem großen Display kaum noch zu handhaben geschweigedenn die Wege der Hand- oder Fingerbewegungen zu lang sein werden, um schnell auf die Spielanforderungen zu reagieren, wie z. B. beim Klassiker „Rope’n’Fly“, bei dem schnell vorbei scrollende Hochhäuser relativ genau angetippt werden müssen. Die Entwicklungsstudios sind also gezwungen, für jedes Spiel zwei Versionen zu entwickeln und müssen dies natürlich berechnen.

Da (zumindest zu Beginn und für längere Zeit) die iPads im Vergleich zu den iPhones und iPads weniger weit verbreitet sein werden, müssen kalkulatorisch logisch also die Preise für die iPhone- und iPod-Versionen der Nachfrage entsprechend erhöht werden, damit sich die Kosten für den Mehraufwand amortisieren können.
Und in diesem Fall wären die bisherigen Nutzer wohl die Angeschmierten.

So, jetzt aber genug der Schwarzseherei! ;-)

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Über Patrick Voelcker 286 Artikel
Patrick beschäftigt sich beruflich und privat seit 2005 neben der Webprogrammierung auch mit der Entwicklung von Mobile und Native Apps. Er ist Rich Media Innovation Specialist bei Google und Autor des Buches "Spiele programmieren für iPhone und iPad" (dpunkt-Verlag). Außerdem ist er Gastdozent an der Popakademie Baden-Württemberg und der Filmschule Köln. Auf Mobile Zeitgeist schreibt er dementsprechend hauptsächlich über Trends und Entwicklungen in Mobile Entertainment [XING]

4 Kommentare

  1. Interessanter Gedankengang. Mal weiter- beziehungsweise zurückgesponnen:
    Vielleicht sind die feinen iPhone ja bisher so teuer gewesen, um die Entwicklungskosten parallel für das iPad aufzufangen…

  2. Sure, there is no technical specialization in the background! But the bigger screen demands hi-res art works and maybe a new interface for better usability. Therefore, elaborated usabilty-tests should be on the agenda and additional hi-res art works will be an expensive bulk.

  3. i m checking the new sdk for ipad and it seems to me not big difference other then pixels (1024 x 768 pixel display). So the cost will not be change much, in my point of view. Before we developed for iPhone and iPod. Now just add the design for iPad :)

  4. Ja sicher waren die hohen Kosten für das IPhone für die Entwicklung des Ipads vorteilhaft. Jedoch ist das Ipad nichts weiter als ein großes IPhone. Man kann keinerlei Anwendungen besser erledigen, als auf dem IPhone. Die Speicherkapazität ist lächerlich und ebenso gibt es keinen Flashplayer, damit ist es für mich gestorben. Genauso wie die zahlreichen anderen gleichwertigen Produkte, die auch schon wieder verswchunden sind.

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