Interview: Sven Külper von myTaxi zum Launch der Android App

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Ich war vorgestern bei einem weiteren Hamburger Start-up, in das T-Venture kürzlich investiert hat. Sven Külper, Gründer und Geschäftsführer von myTaxi, formally known as 1TouchTaxi (@1TouchTaxi), hat mir nicht nur vorab die brandneue Android App gezeigt (ab sofort im Android Market und ich finde sie wirklich sehr gut), sondern war auch so nett, mir ein paar Fragen zu beantworten.

Was ist myTaxi? Wer ist die Zielgruppe und in welchen Städten kann man es schon nutzen?

myTaxi ist eine kostenlose App, die das Taxifahren revolutioniert: Fahrgäste in Hamburg können sich mit einem Klick ein Taxi bestellen. Bereits vor der Fahrt kann der Fahrgast sehen, welches Taxi mit welchem Fahrer wann eintrifft und was die Fahrt genau kosten wird. Das lästige Suchen nach der Rufnummer einer Taxizentrale und der Anruf dort entfällt. Die App ist für iPhones und Android Phone im jeweiligen AppStore erhältlich. Die deutschlandweite Einführung ist in den nächsten Monaten geplant, konkret starten wir mit Köln/Bonn im Dezember dieses Jahres. Wir haben drei unterschiedliche Zielgruppen. Auf der einen Seite natürlich die Taxifahrer und auf der anderen die Kunden, die über ihr Smartphone bestellen. Aber auch Hotels und Unternehmen nutzen myTaxi, in dem sie via iPad, welches fest am Empfang installiert wurde, bestellen.

myTaxi gibt es bereits für das iPhone, jetzt launcht Ihr die Android-App. Wie sind die nächsten Entwicklungsschritte?

Wir arbeiten mit Hochdruck an weiteren Smartphone Plattformen, um unseren Kundenkreis zu vergrößern, und an der Umsetzung neuer Features.

MyTaxi hat einzigartige Funktionen, die die Taxifahrt unkomplizierter, transparenter und sicherer machen, wie zum Beispiel das Verfolgen der Anfahrt über Google Maps oder der Fahrpreisrechner, mit dem der Fahrgast auf den Cent genau den Fahrpreis ermitteln kann. Darüber hinaus steht dem Nutzer nach der Fahrt ein Bewertungstool für den Fahrer, aber auch für das Taxi, zur Verfügung.

Die iPhone App ist der Android Version derzeit noch einen kleinen Schritt voraus. So ist es bei der iPhone App möglich, „Meine Standorte“ im Vorfeld zu definieren. Dieses sind Icons vordefinierter Adressen wie „zu Hause“ oder „Büro“. Hier wird Android allerdings sehr bald nachziehen.

Wie erfolgreich seid Ihr? Wieviele Fahrgäste, Taxifahrer, Hotels usw. nutzen Eure Lösung? Womit verdient Ihr Geld?

Wir befinden uns in Mitten einer Umstrukturierung des Taximarktes und sind ganz vorne mit dabei. Wir haben derzeit 500 angemeldete Taxifahrer allein in Hamburg. Auf Seiten der Großkunden, konnten wir einen Teil der Hamburger Premium-Hotels von myTaxi überzeugen, auch hier werden die Zahlen noch deutlich wachsen.

Bei Euch sind kürzlich T-Ventures und e42 eingestiegen. Was bedeutet das für Eure weitere Entwicklung?

Durch den Eintritt haben wir die Chance schneller zu wachsen und unseren Service auf weitere Städte auszuweiten. Des Weiteren haben wir die Möglichkeit, eine Vielzahl der erträumten Features zu realisieren.

Was würdest Du anderen jungen Gründern und App Developern raten, wie sie in Mobile erfolgreich sein können? Kann man mit Apps Geld verdienen?

In dem Markt ist definitiv Musik drin. Man muss einfach nur schneller sein und fester an seine Idee glaube, als alle anderen, dann kommt der Rest von alleine.

Sven Külper: Nach erfolgreich abgeschlossenem Masterstudiengang an der University of Western Sydney im Jahr 2007, übernahm Sven Külper eine Position als Projektleiter in einer jungen, dreiköpfigen Marketingagentur in Hamburg. In dieser Zeit war Sven Külper für den Ausbau zwei separater Säulen zuständig, auf dessen Fundament die Firma aufgebaut werden sollte: der Strategischen Markenberatung sowie der Entwicklung von produktspezifischen Vertriebslösungen. Sven Külper verließ das Unternehmen im April 2009, nachdem das ursprüngliche Start-Up zu einem mittelständischen Unternehmen von 32 festen Mitarbeitern im Innen- und Außendienst gewachsen war, um seine gesamte Schaffenskraft der Geschäftsidee und Entwicklung von myTaxi zu widmen.

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Über Heike Scholz 3371 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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