Hooga, Hooga, Zlango…?

zlango

Das verspricht zumindest die Pressemitteilung von Zlango, die uns voller Stolz mitteilt, dass man nun auch „Deutsch“ könne. Zlango ist eine Iconsprache, die als Javaprogramm und als PC-Plugin vorliegt und mit der man schnell untereinander Bildnachrichten verschicken können soll. Dafür habe ich mir eine 392kB große Datei heruntergeladen und auf einem SE K800i installiert. Nach ein paar Sicherheitsabfragen und der Eingabe eines Nicknames geht es in das Hauptmenü, in dem ich Schreiben, Lesen, Einladen, Kontakte verwalten und einiges mehr anstellen kann. Ohne Kontakte, sprich Personen die auch das Programm installiert haben tut sich nämlich nichts. Das, was man im „Schreiben“-Menu erstellen kann, besteht aus unterirdisch schlechten Icons, die nicht besonders selbsterklärend sind und vielerlei Bedeutungsinterpretationen zulassen. Die Icons sind irgendwie gruppiert und organisiert, so dass nicht nur der Sprachwortschatz des Möglichen eingedampft wurde, sondern auch die Syntaxmöglichkeiten. Sätze in der Struktur von „Ich Tarzan – Du Jane!“ wären möglich – wenn es denn Icons für Tarzan und Jane gäbe. Zlango mutet wie ein Hürdenlauf an, folgende Vorbedingungen für eine erfolgreiche Kommunikation müssen gegeben sein: 1. Das Handy ist javafähig 2. man besitzt eine Onlineverbindung 3.man installiert sich den Spaß 4. man registriert sich 5. man lädt Freunde ein 6. man benutzt und 7. versteht die Sprache eventuell. Ganz ehrlich, man muss nicht alles machen, nur weil es geht. Wer sich trotzdem mal Rotkäppchen auf Zlango-esisch erzählen lassen will: Hier! Wenn die Idee schlecht ist, hilft auch kein Guerillamarketing.

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Über Martin Walter 99 Artikel
Martin Walter war Kreativkonzepter bei der Yoc AG in Berlin und heute bei der Iconmobile GmbH als Senior Manager Mobile Marketing tätig. XING.

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