Handyporto bei der deutschen Post

porto

Beim täglichen Internetsurfen bin ich letztens über folgenden Dienst der Deutschen Post gestoßen. Handyporto gibt es seit August 2008 für Standardbriefe und Postkarten und ermöglicht dem Kunden eine Briefmarke per SMS zu bestellen.

Eine SMS mit dem Begriff BRIEF (oder KARTE) an die 22122 reicht und man bekommt einen 12 stelligen Code zugesandt, den man anstelle der Briefmarke auf das Kuvert schreibt. Das war’s – damit kann man den Brief getrost abschicken. Die Abrechnung erfolgt über die Handyrechnung. Eigentlich ja ganz toll, nur verstehe ich nicht, warum das Porto mit einem derartigen Dienst 40c mehr kosten soll (95c statt 55c für den Brief und 85c statt 45c für die Postkarte). Ansonst finde ich die Idee bestechend einfach und gut und löst durchaus ein reales Problem.

Der Dienst wird momentan von ePlus, T-Mobile und Vodafone unterstützt.

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Über Philipp Nagele 190 Artikel
Philipp Nagele war unter anderem Produkt Manager bei einem grossen und namhaften Mobilfunkbetreiber und gehört heute zum Team von Wikitude. XING.

8 Kommentare

  1. Genau das habe ich mich auch gefragt: Warum dieser Aufpreis von 40ct ?
    Wenn es 5ct wäre, würde ich es je benutzen, aber so?
    Damit wird die gute Idee zur Totgeburt – aber das hat Heike ja schon im Artikel geschrieben.
    Hallo Post-Verantwortliche: Haltet Ihr da mal wieder die Handykunden für besonders blöd? War der Aufbau der Technik dafür so teuer?
    Lasst Euch sagen: Also irgendjemand hat mal wieder an der Realität vorbeigedacht, denn eigentlich muß das ja viel billiger sein als kleine bunte Papierchen (auch Briefmarke genannt) zu Verkaufen, vom Kunden auf den Umschlag zu kleben lassen und dann aufwändig beim Sortieren mittels Stempel zu entwerten

  2. Naja, die Kosten der SMS mit dem 12-stelligen Code, die zurück geht, muss bezahlt werden und der Dienstleister, der das umsetzt, muss auch sein Geld bekommen. Glaubt ja nicht die Post setzt das selber um;-) Wenn man jetzt noch den gesparten Weg zur Post einrechnet und überlegt, dass man direkt vor dem Briefkasten steht und sich eine Briefmarke „on-the-fly“ bestellen kann, finde ich, ist der Preis total darstellbar und nachvollziehbar. Übrigens, es geht noch schriller: Unter könnt ihr sogar am Handy einen Brief schreiben lassen, der dann real hergestellt und versandt wird. In der Weihnachtszeit immer gut zu wissen… Kostet natürlich auch extra;-)

  3. Tja, das wird wieder so eine „geniale Totgeburt“. Eigentlich ein super-einfaches Konzept, das garantierten Erfolg haben könnte. Aber weil die Post es so teuer macht (externe Dienstleister hin oder her), wird niemand es nutzen und später heißt es dann „aus Mangel an Interesse eingestellt“. Falsch: Das Interesse war da, nur der Dienst zu teuer. Aber das ist ja sehr häufig so in D…

  4. Also mir wäre dieser Preis völlig egal. Wenn ich dringendst eine Briefmarke brauche, nehme ich auch die Mehrkosten gerne in Kauf. Und so werden es sicherlich viele andere auch sehen.

  5. Die Post wertet die handschriftlich auf den Kuverts aufgebrachten Zahlencodes manuell aus und klebt dann einen Matrixcodeaufkleber à la Stampit daneben. Also ziemlich hoher personeller Aufwand, der den Mehrpreis rechtfertigt.

  6. Um mal die Post etwas in Schutz zu nehmen: Bei den Premium-SMS Angeboten schneiden sich die Netzbetreiber einen recht großzügigen Anteil vom Kuchen selber ab und die Grundgebühren für so eine Kurzwahlnummer sind auch nicht ganz wenig…. Finde den Preis erstmal ganz OK…. Und wenn der Dienst gut ankommt, reduziert die Post dann die Gebühren sicherlich noch etwas, da sich die Grundgebühren dann ja auch auf mehr Anfragen verteilen…..

  7. […] Die Post wertet die handschriftlich auf den Kuverts aufgebrachten Zahlencodes manuell aus und klebt dann einen Matrixcodeaufkleber à la Stampit daneben. Also ziemlich hoher personeller Aufwand, der den Mehrpreis rechtfertigt. […]

    Das wiederum finde ich schon ziemlich heftig…. Sollte doch eigentlich kein Problem sein, das maschinell durchzuführen….

    Erinnert mich an die SMS-Auskunft von (ich glaube) der 11880 – dort sitzen auch Leute da die die SMS in Empfang nehmen, dann Online nach dem Ergebnis nachschauen und an den Sender antworten (das natürlich schon am PC und nicht am Handy, ist aber trotzdem heftig)…

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