Gelddruckmaschine: Apperang bezahlt Nutzer für den Download von Apps

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Einem App-Developer stehen heute verschiedene Wege offen, seine Applikation zu bewerben. Natürlich kann er auf mobilen Webseiten oder in anderen mobilen Applikationen Banner für seine App oder auch in verschiedenen App-Stores direkt Banner schalten. Die App-Stores bieten hier unterschiedliche Möglichkeiten und Verfahren. Darüber hinaus gibt es natürlich auch verschiedene Affiliate-Programme.

Für den Apple AppStore gibt es mit Apperang von W3i noch eine Möglichkeit. Hier wird der Nutzer für seinen Download einfach bezahlt. Richtig gelesen, der User lädt sich eine App, egal ob kostenfrei oder -pflichtig herunter und erhält den Kaufpreis zurück zuzüglich „Download-Honorar“. Lädt er sich also eine App für 3.99 US$ herunter und der „Payout“ beträgt 0.25 US$, so erhält der Nutzer auf seinem Apperang-Account 4.24 US$ gutgeschrieben.

Der Prozess wird von Derrick Fountain, Produktmanager bei W3i, so beschrieben:

“To ensure that you actually install the app, Apperang runs a verification process using your iTunes® desktop software. After downloading and installing an application, the user returns to Apperang to verify and have their account credited with the payout amount. The only catch is that the user must have over $1 in their Apperang account to take the money in their bank account.”

Darüber hinaus kann der Nutzer noch mehr Geld verdienen, indem er Apperang weiter empfiehlt, Links oder Banner einbindet. 5% Kommission auf die Installationsumsätze für zwei Jahre sind hier drin.

Der Entwickler zahlt an Apperang auf einer Pay-per-Download-Basis, entweder je nach gewähltem Programm 0.20  oder 0.40 US$/Download. Auf den ersten Blick fragt sich wohl manch einer, warum er noch Geld mitbringen soll, will er doch eigentlich an den Downloads selbst Geld verdienen. Doch die Rechnung kann durchaus aufgehen, denn erhöhte Downloads haben verschiedene positive Effekte:

  • WoM-Marketing, die App wird im Freundeskreis weiter empfohlen
  • Höhere Rankings im AppStore
  • Mehr Reviews
  • Weitere erhöhte Umsätze durch z.B. In-App-Purchase

Der nächste Einwand wäre: Die Nutzer laden sich nur des Geldes wegen die App herunter, nutzen sie nicht und/oder löschen sie gleich wieder. Der CEO von Apparang, Andy Johnson, sagte dazu, dass es Sache der Developer wäre, die Apps so interessant zu machen, dass die Nutzer sie auch nutzen wollen. Irgendwie hat er da meiner Meinung nach Recht.

Heute gibt es Apperang nur für den Apple AppStore, aber es steht bereits fest, dass der Service auch auf andere Betriebssysteme ausgeweitet werden soll.

Auf pocketgamer.biz gibt es noch ein Interview mit Derrick Fountain von W3i.

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Über Heike Scholz 3371 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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