E-Learning Quarantäne mit Kindern im Homeoffice

In Zeiten von Burn Out, Greta und Corona rückt das Thema Home Office immer mehr in den Fokus des aktuellen Geschehens. Bessere Work-Life-Balance, weniger Zeit und Nerven verschwenden beim täglichen Pendeln und damit weniger CO2 in die Luft blasen. Ganz brisant: soziale Kontakte in Hoch-Virus-Zeiten meiden – also möglichst von zu Hause aus wirken.

Für Tätigkeiten, die hauptsächlich am PC und Telefon durchgeführt werden können ist „Working from the couch“ schon lange kein Problem mehr.

Nun haben Eltern in Pandemie-Zeiten und School-Shut-Down zusätzlich Kinder im Haus und die Aufgabe, diese irgendwie bei Laune zu halten und zum Lernen zu motivieren. Gar nicht so einfach, wenn man selber konzentriert Home-Office betreiben soll.

Struktur ist Key

Mit Schulkindern ist es wichtig, den Tag sehr gut zu strukturieren, übliche Aufstehzeiten einzuhalten und eine Schreibtisch-Anwesenheitspflicht zu wahren, während die kleinen und großen Racker eigentlich Unterricht in der Schule hätten.

Hier empfiehlt es sich am Vorabend einen „To-Do-Plan“ mit dem Kind gemeinsam zu besprechen und zu erstellen. Dabei kann man sich sehr gut am üblichen Schul-Stundenplan des Kindes orientieren. Pausen und Bewegung sollten großzügig mit eingebaut werden aber auch, was genau in den Pausen geschehen soll.

Schulkinder sollten gewissenhaft ihre Hausaufgaben erledigen, die sie noch vor Schulschließung bekommen haben und sich am Inhalt und Lernstoff ihrer Bücher entlang hangeln. Ihre Fragen können sie aufschreiben oder farblich markieren, um sie später in fest vorgeschriebenen Pausen-Zeiten mit den Eltern persönlich oder dem Lehrpersonal per Telefon oder Chat klären.

Nichts ist schlimmer als ständige Zwischenfragen wie „1004 – 45 ist 959, gell Mama?“. Da müssen klare Regeln her so wie im Real-Office auch, wenn man sich von störenden Kollegen abschirmen muss. Hierzu empfiehlt es sich für die Eltern Kopfhörer zu tragen, gerade wenn Arbeiten und Lernen gemeinsam in einem Raum stattfinden müssen. Die Ohrmuschel-Protektoren wirken sanft und hart zugleich – wie eine Schutz-Mauer. Zwischenfragen und unerwünschte Geräuschkulissen lassen sich damit zumindest etwas mindern.

Online- & Streaming-Hilfen fürs Quarantäne Home-Schooling

Ansonsten lassen sich Kinder mit unseren heutigen digitalen Angeboten sehr gut home-schoolen. Die Ausrede „Mama, ich brauch kein WLAN mehr“ zieht jetzt nicht. „Hinsetzen! Arbeiten!“

Um die durch Schulbücher auftretenden Fragen der Kinder zu beantworten, empfiehlt es sich die Kinder ausnahmsweise für eine Weile die unzähligen Lern-Youtube-Videos zu konsumieren: Für Grundschulkinder: 4Kids Kinder Lernvideos Weiterführende Schulen: TheSimpleClub  (Auch als App erhältlich)

Meist sind diese Videos verständlicher, interessanter und bunter aufgebaut als der schnarchige Frontalunterricht in der Schule. Vielleicht DIE Chance, schulmüde Kinder doch noch fürs endoplasmatische Retikulum zu begeistern.

Häufigere Fernsehzeiten kann man in Notlagen temporär in Kauf nehmen, gerade bei Regenwetter oder wenn absolute Ausgangssperre herrscht. Neben altbekannten Lernsendungen „Die Sendung mit der Maus“ und „Löwenzahn“, lassen sich auch moderne Wissenssendungen wie „Galileo“ pur+, logo! oder „Erde an Zukunft“ zu jeder Zeit streamen.

Schultest-Situationen simulieren & virtuelles Klassenzimmer

schlaukopf.de bietet tausende Fragen unterteilt in verschiedene Klassenstufen, Fächer und Schulformen, die den Lernfortschritt des Kindes dokumentieren und statistisch aufarbeiten. Hier lässt sich in 30-60 Minuten am Tag eine Klassenarbeit-Situation simulieren. Der Lern-Fortschritt wird als Schulnote in den einzelnen Bereichen für die Eltern übersichtlich dargestellt.

Einige Schulen bieten bereits ein virtuelles Klassenzimmer an, wo man sich zu vereinbarten Zeiten trifft, austauscht und Fragen klärt. Es existieren unzählige Online-Nachhilfe-Seiten, sollte man als Aufsichtsperson nicht in der Lage sein etwas Fundiertes zum Thema Kurvendiskussion beizutragen.

Voraussetzung ist natürlich ein Laptop, PC oder Tablett fürs Kind – notfalls auch ein und für alle koexistierenden Mitbewohner ausreichend Bandbreite. Die meisten schulpflichtigen Kinder haben sowieso bereits Zugang zu diversen Geräten.

In Zeiten wie diese müssen wir kreativer und flexibler werden. Wir haben unendlich viele digitale Möglichkeiten, die unser Leben und Arbeiten leichter machen ohne die Kinder dabei Dauer-TV und digital beschallen zu müssen, dafür aber gezielt und sinnvoll. Zumindest haben wir eine Fülle an digitalen Helferlein, die dem Unterricht an der Schule inhaltlich nahe kommen.

Katja Niederwieser
Über Katja Niederwieser 2 Artikel
Über 15 Jahre hat sie als Vorstandsassistentin, Marketingleiterin, Journalistin, Fotografin und Texterin in diversen internationalen Unternehmen gewirkt und bekam einen umfassenden Überblick über die verschiedensten Branchen.

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