Die Krux mit den Marktzahlen

Studien

In allen Unternehmen besteht ständig Bedarf für aktuelle Marktzahlen, egal ob auf Basis verkaufter Einheiten oder auch den bereits im Markt vorhandenen OEMs, Devices, Betriebssystemen, Features und und und. Es ist heute keine Kunst, im Internet Zahlen zu finden, diese erhält man ganz leicht durch einfaches Suchen.

Doch schnell stellt man fest, dass man entweder nicht genau die Zahlen findet, die man gerade konkret für eine Entscheidung benötigt oder man findet zu viele und vor allem widersprüchliche Daten. Woher bekomme ich nun die Zahlen, die ich speziell benötige? Kann ich sie aus anderen Zahlen herleiten und wenn ja, wie? Und welcher Quelle kann ich so weit vertrauen, dass ich die Daten guten Gewissens nutzen kann?

Schlussendlich lässt sich das wie so häufig nur im konkreten Fall beantworten, doch grundsätzlich sollte man ein paar Dinge beachten. Hier eine kleine Auswahl:

Was genau zeigen die Zahlen?

  • Absatz oder Marktanteile in der installierten Basis? „Shipment“ heißt nicht, dass die Geräte schon an den Verbraucher verkauft wurden und damit im Markt ausgerollt sind.
  • Globale Märkte oder Teilmärkte? Zahlen und Trends aus den USA sind nur eingeschränkt auf unsere Märkte übertragbar.
  • Welche Geräteklassen wurden berücksichtigt? Sind Tablets „Mobile“ und wenn man das für sich bejahen möchte, wurde zum Beispiel auch der Kindle berücksichtigt?

Welcher Zeitraum wird betrachtet?

  • In einem sehr dynamischen Markt können Quartalszahlen schwanken. Ob dies schon einen Trend darstellt, sollte man beim ersten Auftreten des Effekts vorsichtig beurteilen.
  • Wie weit zurück liegt der Betrachtungszeitraum? Zahlen, die älter als sechs Monate sind, haben im Mobile Markt stark an Aussagekraft verloren.

Wer veröffentlicht die Daten?

  • Bestehen eigene Interessen des originären Herausgebers, dass die Zahlen so ausfallen, wie sie ausfallen?
  • Wie wurden die Daten ermittelt? Wird das Erhebungs- oder Studiendesign mit veröffentlicht? Wie repräsentativ sind die Ergebnisse?
  • Sind die Daten wirklich verlässlich, nur weil sie in bestimmten, als seriös geltenden Medien veröffentlicht werden? Verfügen die Redakteure über das notwendige Fachwissen der speziellen Märkte und können die Zahlen richtig einordnen und interpretieren? Möchte ich der Interpretation folgen, also ist das Glas halb voll oder halb leer?
  • Sind die Daten wirklich verlässlich, nur weil sie häufig veröffentlicht, erwähnt, getwittert werden? Steht also Quantität für Qualität, die Intelligenz der Massen?

Ausreichend sensibilisiert für die Schwierigkeiten stellt sich nun die Frage, welche Quellen denn nun für Daten aus den mobilen Märkten wirklich gut sind bzw. mit gebotener Vorsicht verwendet werden können. Wir auf mobile zeitgeist versuchen, gute Quellen heran zu ziehen, um Stand und Entwicklungen in unserem Markt zu zeigen. Hierfür haben wir verschiedene Themenbereiche unter der Überschrift „Facts and Figures“ eingerichtet:

Die Zahlen in den Klammern zeigen jeweils, wie viele Artikel dort bereits veröffentlicht wurden.

Wer lieber in Infografiken stöbert, der wird bei uns ebenfalls fündig: https://www.mobile-zeitgeist.com/tag/infografik/

Wir möchten diesen Bereich weiterhin ausbauen und sind natürlich immer für Hinweise auf gute Datenquellen, Studien, Befragungen oder auch Whitepaper dankbar. Einfach eine Mail an mich: heikescholz[at]mobile-zeitgeist.com

Wer eine spezielle und individuelle Recherche oder Ausarbeitung benötigt, kann uns ebenfalls gern ansprechen. Diese führen wir, als Experten in den mobilen Märkten, gern im Kundenauftrag durch.

 

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Über Heike Scholz 3407 Artikel
Nach über zehn Jahren als Strategieberaterin für internationale Unternehmen gründete die Diplom-Kauffrau 2006 mobile zeitgeist und machte es zum führenden Online-Magazin über das Mobile Business im deutschsprachigen Raum. Heute ist sie ein anerkannter und geschätzter Speaker und gehört zu den Influencern der deutschen Internet-Szene. Weiterhin ist sie Beiratsmitglied für die Studiengänge Angewandte Informatik und Mobile Computing an der Hoschschule Worms. Als Co-Founder von ZUKUNFT DES EINKAUFENS, begleitet sie die Digitale Transformation im stationären Einzelhandel. Sie berät und trainiert Unternehmen, die sich den Herausforderungen der Digitalisierung stellen und fördert mit ihrem Engagement die Entwicklung verschiedener Branchen und Märkte.

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